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Gastbeitrag | Alles

Der Tag, die Straße, die Bilder, die Träume

Eine Handyfotoreportage von Stephanie Kloss

Nach dem Tunnelausgang wird der Verkehr plötzlich umgeleitet.
Am Kulturforum geht gar nichts mehr.

Von hinten kommend - nichts zu sehen. Doch dann: Massen von bunt kostümierten Männern auf den Stufen der Nationalgalerie. Ohrenbetäubende Musik hämmert von der anderen Strassenseite herüber. Wagen ziehen vorbei, auf denen muskulöse Matrosen eng an eng im Beat der Musik wippen. Auf den Plakaten an den Umzugswagen steht: „Ständer, die Arroganz des guten Geschmacks“, ein neues Getränk. Eine Berliner Krankenhauskette wirbt mit einem Kondom überm Funkturm: „Gesundheit, dafür stehen wir!“ Genauso phantasievoll die Verkleidungen der Teilnehmer: Ärztekittel, Kardinalsroben, Schweinsmasken, Durchsichtiges, Federn, Lack, Leder und Paillettenburkas.

 

01.07.09 | Permalink | Kommentare (0)

 

Konstantin Schneider | BERLIN weekly

BASEL Extra - ART, SCOPE, VOLTA & more


Berlin Lounge - ob LEGO oder De Style liegt hier wohl ganz allein im Auge des Betrachters

Während auf dem Messeplatz zu Basel präventiv ein grosses schwarzes Kreuz aufgestellt wurde, um dem Kunstmarkt auf der ART im Ernstfall wenigstens ein anständiges Begräbnis bereitet zu haben, ging es auf der SCOPE sehr bunt zu. Immerhin ca. 15% aller Berliner Galerien waren auf den unterschiedlichen Messen in Basel vertreten. Und ich habe erstmals in Europa ausstellen dürfen. Natürlich fühlte sich der erlauchte Kreis der Sammler noch etwas überrumpelt. Naja, gut Ding will Weile haben. Und auf den anderen Messen gab es ja auch noch viel zu sehen.

BASEL Extra

30.06.09 | Permalink | Kommentare (0)

 

Esther Ernst | wo ich war

PALAZZO GRASSI - FARE MONDI - HUMMEL CÉCILE - SWISS ART AWARDS 2009 - HOLBEIN BIS TILLMANS - WASMUHT CORINNE - PICTURING AMERICA - AUS GEZEICHNET ZEICHNEN - GROSSE KATHARINA - HAISCHAIMAI


 

PALAZZO GRASSI
Francois Pinault Foundation
Venedig
+ ich fand die Sammlung Grassi sehr angenehm. Gerade nach dem ganzen Biennale-Irrsinn, dem dauernden Orientierungswahn, der Ausstellungszettelflut, Sehanweisungen und Ausstellungskonzepten, dem Nicht-kennen und Bezüge herstellen zu versuchen... entspannt ein gewohntes und leicht zu verdauendes Schauen. Eine aufgeräumte Sammlung in kleinen, aufwändig renovierten Räumen. Meistens stehen sich zwei Positionen gegenüber: Cindy Shermans Stars- und Sternchen-Portraits-Serie zu einer glitzernden Marmor-Büste von Jeff Koons „Jeff und Ilona“. Sehr lustig. Oder Cattelans am Boden aufgereihten Leichen-Skulpturen und Sugimotos Schaufensterpuppen-Mode-Photographien. Einfach und klar, sofort ersichtlich, wie die Arbeiten zusammen gelesen werden können.
Und dann fand ich es ja eher spannend als verwerflich, dass da einer ein Museum baut und einen (doch sehr homogenen) Ausschnitt von eben produzierter Kunst (2007-2009) ausstellt.

 

30.06.09 | Permalink | Kommentare (0)

 

Markus Wirthmann | Alles

Ganz goßes Lego!

O. H. Hajek, Walter Schrempf, die Uni-Mensa in Saarbrücken - ein bedeutendes Werk des Brutalismus.

Das sind Überschriften! Brutalismus. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen! Brutalismus - herrlich! Dabei kommt das in diesem Fall nicht von brutal, wie man eventuell angesichts der klobigen Formensprache denken könnte, sondern von brut, in diesem Fall béton brut, also französisch für Sichtbeton. Weitere Auskünfte zum Thema Brutalismus in der Architektur finden sich, wo sonst, bei Wikipedia.

 

28.06.09 | Permalink | Kommentare (1)

 

Markus Wirthmann | Alles

Warum war ich eigentlich ...

... noch nie in der Temporären Kunsthalle?

Darum:

"... der neue Geschäftsführer heiße Benjamin Anders und sei ein unbeschriebenes Blatt in der Kunstwelt. Gegenüber dem artnet Magazin bestätigte Anders, fast fünf Jahre lang Marketingleiter einer Baumarktkette, der auch Erfahrungen im Medienbereich gesammelt hat, seine Berufung in eine rein administrative Funktion. Sein Auftrag sei es, die „finanzielle Handlungsfähigkeit“ der Halle zu sichern. Seit einiger Zeit wollen die Gerüchte nicht mehr weichen, die gemeinnützige GmbH arbeite unter Druck daran, die Insolvenzgefahr abzuwenden. Inhaltlich bespielt werden soll das Haus hingegen nach Ellers Abgang von einem bunt gemischten Kollektiv, an dessen Spitze Bärbel Hartje den Stifter selbst und die künstlerische Beraterin Angela Rosenberg sieht."

Nachzulesen im Text von Gerrit Gohlke bei Artnet

 

22.06.09 | Permalink | Kommentare (2)

 

Markus Wirthmann | Alles

IMI

Imi Knoebel
Zu Hilfe, zu Hilfe...
Neue Nationalgalerie, Berlin
23. Mai - 9. August 2009
 
Ich Nicht
Deutsche Guggenheim, Berlin
23. Mai - 6. Juni 2009
 

 

22.06.09 | Permalink | Kommentare (3)

 

Markus Wirthmann | Rückschau

Neulich in Zürich ...

 

20.06.09 | Permalink | Kommentare (0)

 

Markus Wirthmann | Alles

Journalist läuft Amok

Diese absonderliche Nachricht fand ich soeben in meinem elektrischen Briefkasten:

Journalist als Vandale entlarvt

Galeristen aufgepasst! Ingo Becker läuft Amok. Dank Kamera und TVBerlin-Logo gelangt er in Museen und Galerien. In den Räumen der Alten Nationalgalerie gelang es ihm dabei, ein impressionistisches Gemälde aus dem 18. Jahrhundert zu schänden, woraufhin ihm Hausverbot erteilt wurde. Anlässlich eines Interviews mit Bongout hat er wieder zugeschlagen - buchstäblich. Becker hat die Installation der französischen Künstlerin Myriam Mechita zerstört. Agressionstrieb gegen eine "Skandalausstellung"? Der vermeintliche Journalist müsste wissen, dass Worte seine besten Waffen sind. Man kann sich angesichts dieser Tat nur wundern, was der wahre Grund von Beckers Agression ist.

Nun habe ich leider die Ausstellung bei Bongout nicht gesehen und weiss nichts über die Schändungswürdigkeit der skandalösen Werke - das impressionistische Gemälde hätte ich allerdings auch und auf der Stelle geschändet! Was bildet sich das blöde Ding eigentlich ein, verlegt den Impressionismus glatt in das 18. Jahrhundert wo er am Ende noch mit dem Barock kollidiert. So geht´s ja nun mal nicht. Danke Herr Becker!

 

18.06.09 | Permalink | Kommentare (2)

 

Dirk Teschner | Kritik

Below the Line

Für viele ist Streetart in Ausstellungsräumen ein alter Hut, im Land der Mützenlosen aber brandaktuell. Wie angedroht ist seit dieser Woche im alten Erfurter Innenministerium eine vom Kunsthaus organisierte Ausstellung mit den wesentlichsten Streetart-Aktivisten Erfurts zu sehen. Zwar ist die Landeshauptstadt Thüringens museal zurecht saniert, doch Graffiti und Kunst im öffentlichen Raum findet man an jedem zweiten Haus.


DEINENUttenKInder

 

15.06.09 | Permalink | Kommentare (0)

 

Markus Wirthmann | Kritik

Die warscheinlich kleinste Galerie Berlins

Stefan Heinrich Ebner
Theoretisch tot
Loge, Berlin
11. Juni - Ende August 2009

Ich war gewarnt. Herr Ebner teilte mir schon am Wochenende mit, dass es sich bei seiner Ausstellung um die kleinstmöglich Denkbare handeln würde. Stimmt auch, wenn man sich die gefühlten 0,37 Quadratmeter der Galerie Loge anschaut. Und das muss man von außen tun denn die Arbeit von Ebner füllt den Raum eigentlich komplett aus.

 

11.06.09 | Permalink | Kommentare (0)

 

Markus Wirthmann | Kritik

Rocknroll

Gregor Hildebrandt
Der Himmel im Raum
Berlinische Galerie
7. Juni - 31. August 2009

Anlass für die Ausstellung Gregor Hildebrandts in der Berlinischen ist die Verleihung des Vattenfall-Kunstpreises an den Künstler.

Klasse Ausstellung die die Berlinische Galerie da mit der Hilfe von Vattenfall bekommen hat. Für die Berlinische ein absoluter Lottogewinn. Wie übrigens schon die Ausstellung von Ronald de Bloeme, dem Vorgänger im Preise.

 

10.06.09 | Permalink | Kommentare (0)

 

Gastbeitrag | Kritik

53. Esposizione Internazionale ...

... d'Arte, La Biennale di Venezia 2009

Subjektive Streifzüge am Eröffnungswochenende.
Von Marc Wellmann

Gleich vorweg: Der von Nicolaus Schafhausen kuratierte und vom britischen Künstler Liam Gillick bespielte Deutsche Pavillon ist ein enttäuschendes Ärgernis. Das betrifft weniger Schafhausens kühl kalkulierte Entscheidung, einen Künstler ohne deutschen Pass einzuladen (das hat Klaus Bußmann 1993 schon mit Nam Jun Paik gemacht, der damals zusammen mit Hans Haacke den Goldenen Löwen für den besten Pavillon erhielt), sondern das absurde Dokument künstlerischen Scheiterns in Form einer ziemlich langen Küchenzeile aus Fichtenholz (Vorbild: die von der Wiener Architektin Margarete Schütte-Lihotzky 1926 für Arbeiterwohnungen entworfene «Frankfurter Küche»), auf der eine ausgestopfte Katze thront. Aus dem Off hört man ihren englisch gesprochenen Monolog, der sich um verschiedene Missverständnisse und perspektivbedingte Fehldarstellungen dreht.

 

09.06.09 | Permalink | Kommentare (0)

 

Markus Wirthmann | Alles

Flaschenpost aus Kuba

La Exposición VERTIGO AL CUADRADO de Agustín Bejarano y Rafael Pérez Alonso, quedó inaugurada el 4 de Mayo en el Centro de Arte de la Plaza Calixto García de la ciudad de Holguín, durante las ROMERIAS DE MAYO 2009.

Vor zwei, drei Jahren bekam ich eine E-Mail aus Kuba. Es handelte sich dabei augenscheinlich um eine Einladung zu einer kulturellen Veranstaltung in Havanna.
Die Veranstalter, offenbar in der Nutzung des Internets noch nicht wirklich firm, hatten ihren kompletten E-Mail-Verteiler als Anhang mitgeschickt. (Das kann der besten Hausfrau passieren - und den gewieften Berliner Galeristen auch, gell? - Die Betroffenen dürfen jetzt rot werden.)

 

09.06.09 | Permalink | Kommentare (0)

 

Gastbeitrag | Kritik

„Brote / Spiel“

Franziska Holstein in der Galerie Christian Ehrentraut

Gastbeitrag von Ann-Katrin Frank

Von der belebten Friedrichstraße in Berlin aus gehe ich in einen Innenhof. Alles frisch renoviert, noch wartet das Gebäude darauf, von seinen Bewohnern eingenommen zu werden. Den Lärm und das Gewimmel der Straße lasse ich hinter mir und betrete die großzügigen Ausstellungsräume der Galerie Christian Ehrentraut.

Doch hält das Gefühl von Ruhe nicht lange an. Sogleich werde ich in den Bann von Franziska Holsteins Bilder gezogen. Gegenüber der Tür sind Schwarz-Weiß-Abbildungen von geometrischen Formen zu sehen. Einige sind mir bekannt wie die Bausteine des Spiels „Siedler“. Formen, mit denen die junge Leipziger Künstlerin in ihren Werken spielt.

 

06.06.09 | Permalink | Kommentare (1)

 

Markus Wirthmann | Netz

Urgesteine des Kunst-Bloggings

Blocter, ein Blog über das bloggen, bzw. die Blogger, nicht zu verwechseln mit einem Meta-Blog, hat aktuell die Köpfe hinter dem größten Kunst-Blog der Niederlande, trendbeheer interviewt:

"Trendbeheer is Hollands biggest artblog with around 3200 visitors per day. Jeroen Bosch and Niels Post are the main men behind the Blog.

Both artists themselves and early birds in the world of internet. You might know Jeroen from one of Hollands first blogs Alt 0169.

We met them in their workspaces and had a talk about their work, the blog and the events they host like Tendbeheer Presenteert and Rotterdam VHS Festival."

trendbeheer ist nicht so textlastig wir wir hier bei Kunst-Blog aber das stört uns ja auch kaum, denn die wenigsten unserer Leser können Niederländisch vernünftig lesen und verstehen*. Man kann sich anhand der Bilder und Videos trotzdem ziemlich gut zusammenreimen was da zwischen Tulpen, Klompen und Edamer in der bildenden Kunst so vor sich geht.

*Kann mir mal jemand, der zufällig Niederländisch spricht, schreiben was trendbeheer eigentlich heisst?

Via E-Mail. Danke an blocter

 

05.06.09 | Permalink | Kommentare (2)

 

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