Gastbeitrag | Vorschau
Sechstagerennen
Das 21. Internationale KurzFilmFestival Hamburg zwischen Ackerversuch und Laborfurche.

Legal Errorist, Mara Mattuschka
Nach vielen Monaten anstrengender Vorbereitungsarbeit, die ihre deutlichsten Spuren an Nervenkostümierung und selbst verordneter Freizeitversagerei hinterlassen hat, werden gerade mal sechs Tage öffentlich sichtbar.
Selbstverständlich sind es genau diese sechs Tage, auf die alle hingearbeitet haben. Die Tage, in denen man – zumindest theoretisch, oder mit schnellen Schuhen – all das sehen kann, was die Hauptbeschäftigung aller Beteiligten zur Grundlage hatte und hat.

Animal Tragic, Tim MacMillan
Nun also präsentiert das Festival fast vierhundert aktuelle, unbekannte, erstaunliche oder wie auch immer attributisierte Produktionen. Das Festival strebt an, die Wahrnehmungsgewöhnung seines Publikums zu stören oder ihm andere Sichtweisen zu bieten. Dabei gönnt sich das Festival ausdrücklich, im Zweifelsfall seine ohnehin vorübergehende Definitionsrohheit, respektive Definitionshoheit aufzugeben. Es will niemanden in Ruhe lassen.
Sich selbst am wenigsten.

Empire, Edouard Salier
Alles weitere wäre Investmentjournalismus für Verbrauchereliten.
Hinzu kommt einer der größten Vorzüge eines Festivals gegenüber bloßer Programmmache. Denn hier hat man die Gelegenheit, sowohl einige der Regisseurinnen (und ihre männlichen Entsprechungen) als auch die Festivalorganisatoren selbst zu treffen, und das sind keine schlechten Adressen, wenn es zum Zweifelsfall kommt. Den Mut muss man aufbringen, und das Glück muss man haben, auf Auskunftswilligkeit zu stoßen. Letzteres gehört unbedingt dazu.
Ich wünsche Erhellendes
Jürgen Kittel

Invisible Cities, Julio Soto
Sechstagemanifest
1. Das Festival findet statt.
2. Dank geht an alle, die zur Durchführbarkeit des Festivals ihren Beitrag geleistet haben.
3. Es gibt keine Lösung, weil es kein Problem gibt.

Name of the Game, Dragan Zivancevic
Details zum Festival und seinem Programm unter www.shortfilm.com
Das Programm in der Übersicht.
Internationale Wettbewerbe:
Internationaler Wettbewerb
NoBudget Wettbewerb
Flotter Dreier – Thema 2005: Fußball
Nationale Wettbewerbe:
Made in Germany
Made in Hamburg
Sonderreihen:
Fokus Iran
Reduktion
A Wall is a Screen (Reclaim the streets!) www.awallisascreen.com
Festivalclub – Harkortstraße 125
Nächtlich wechselndes Programm; u.a.: Berlin Super 80 live und viele heiße Plattenreiter

Nummer drie (Take Step Fall), Guido van der Werve

Scen 6882 ur mitt liv, Ruben Östlund

The Sound of Microclimates, semiconductor
Gastbeitrag, 17.05.05 | Mehr von dieser Autorin/diesem Autor
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