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Markus Wirthmann | Kritik
Kunstfasching Berlin - 3. Tag
Art Forum Berlin 2005
Die internationale Messe für Gegenwartskunst
29. September bis 03. Oktober 2005

Das Art Forum hat anscheinend seine Form gefunden. Terminliche Überschneidungen mit der Konkurrenz in London und Köln konnten dies Jahr vermieden werden und die in der eigenen Stadt trägt eher zur Befriedung der Verhältnisse bei. Niemand muss mehr um seine Messebeteiligung hart fighten, gar nicht zu sprechen vom Einklagen. Die Palette der Alternativen ist breit – und dazu auch noch preisgünstiger als bei der richtigen Kunstmesse.
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29.09.05 | Permalink | Kommentare (0)
Peter Lang |
Oktoberfest im Autosalon
lustig lustig ihr lieben brüder, wo man singt, da lasst euch ruhig nieder, schlechte menschen singen keine lieder

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28.09.05 | Permalink | Kommentare (0)
Markus Wirthmann | Kritik
Kunstfasching Berlin - 1. und 2. Tag
Gagosian Gallery in Berlin
„Berlin Beauties“
Dorothy Iannone, Emmett Williams und Dieter Roth
26. September bis 22. Oktober 2005
Kunstfasching begann Montag mit einem kleinen kuratorischen Verwirrspiel um die Eröffnung der Gagosian Gallery in Berlin unweit der Kunst-Werke. Diese, bzw. die Berlin Biennale, sind dann auch Urheber dieses Scherzes. Die Ausstellung Berlin Beauties mit Dorothy Iannone, Emmett Williams und Dieter Roth stellt die erste Veranstaltung der Berlin Biennale 2005 dar. Vielen Besuchern der Eröffnung ist erst so langsam ein Licht aufgegangen (und ich glaube, bei einigen blieb es duster). Die Anwesenheit von Freigetränken und Klaus Biesenbach lies, ungeachtet der hemdsärmeligen Stimmung, die Legende von Gagosian in Berlin noch eine Weile weiter leben.
Preview Berlin - The Emerging Art Fair
28. September bis 2. Oktober 2005

Kunstmesse Preview. Alles schön der Reihe nach - erst mal berappen! Allerdings war die Eröffnung frei und ohne Einladungskarte zugänglich. Sehr angenehm!
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28.09.05 | Permalink | Kommentare (0)
Adib Fricke | Kritik
Traumpreise

Wer hält durch und gewinnt am Ende?
Abbildung: Reginald Marsh, Zeke Youngblood’s Dance Marathon,
Katalog »Amercia - Traum und Depression 1920/40«, Berlin 1980
Die Nationalgalerie, die sich mehr und mehr dadurch auszeichnet, dass Designer den Rahmen des Events bestimmen und durch aufwendige Gestaltung aufwerten, hat für heute zur Preisverleihung für den Preis der Nationalgalerie für junge Kunst geladen. Die Eintrittskarten zur Veranstaltung kosten 20,- EUR pro Person. Ob das ein zarter Versuch ist, einen Teil des Preisgeldes einzunehmen? Oder hilft es, die Veranstaltung noch exklusiver werden zu lassen?
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27.09.05 | Permalink | Kommentare (0)
Peter Lang | Kritik
Tricky Istanbul
In Istanbul ist vieles los dieser Tage. Die Kunstereignisse fallen so zahlreich vom Himmel über die gute alte Stadt, dass selbst schreibende Kollegen sie nicht mehr Auseinanderhalten können. Istanbul Biennale eröffnet, Istanbul Modern zeigt erste große Ausstellung zeitgenössischer Kunst, Stadtkunstprojekt eröffnet und rundherum noch ein buntes Buket aller möglichen Aktivitäten. Hier steppt der Bär sollte man meinen.
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27.09.05 | Permalink | Kommentare (0)
Adib Fricke | Kritik
Für wen? Für was?
Für wen? Für was?
Diese Fragen an den Künstler stellen - auf Antwort bestehen!
Text aus einem Immendorf-Bild von 1972, das Dieter Hacker in seiner Serie Dumme Bilder (1978) zitierte. In dieser Serie kritisierte Hacker neun Künstlerkollegen und -kolleginnen, bevor er dann Anfang der 80er Jahre im Schlepptau der Neuen Wilden selbst zu einem galeriekompatiblen Maler wurde. Auf Tafel III schrieb Hacker als Kompaktkritik über Immendorf:
Voll integriert in den nationalen Kunstbetrieb pinkelt Jörg Immendorf diesem unermüdlich ans Bein.
Doch dieser Angriff trifft niemand. Radikalität wie die seine gibt dem Salon erst sein haut gout. Die Fragen, die er stellt, sind an ihn selbst so gut zu richten wie an die Künstler, an denen er sich reibt. Seine Arbeit demonstriert die Verstrickung in das Dilemma, daß es auch für den politischen Künstler eine andere als die bürgerliche Kunstvermittlung nicht gibt.
Nur über sie läuft der Prozeß der öffentlichen Beachtung.
Dümmlich werden Immendorfs Bilder, weil sie diese Verstrickung nicht zugeben, um von da aus beharrlich an ihrer Auflösung zu arbeiten.
aus: Die politische Arbeit des Künstlers beginnt bei seiner Arbeit ..., Ausstellungskatalog daadgalerie, Berlin 1981
Mehr über die Retrospektive des (Noch-)Kanzlers Lieblingsmalers in der Neuen Nationalgalerie folgt.
26.09.05 | Permalink | Kommentare (0)
Dellbrügge & de Moll | Bücher
Those were the days my friend...
Thomas Wulffen pflegt den Rollenwechsel

Der Raum enthält zwei Tische, fünf Stühle, zwei davon im DDR Stapeldesign „kackender Waldarbeiter“, ein altmodisches Telefon und einen Anrufbeantworter, der auf der weißen Auslegeware steht. Die Wände sind frisch gestrichen, die Leisten grau abgesetzt. Zwei beschichtete Spanplatten verbergen, auf die frontale Wand geschraubt, eine Plakatarbeit von Katharina Sieverding. Zettel mit Headlines, Notizen, Kontaktnummern und Fotos pinnen daran. Rechts gehen zwei Fenster auf den heruntergekommenen Innenhof einer ehemaligen Margarinefabrik. Die hohe Flügeltür steht weit offen. Eine Acrylglasscheibe ist in den Türrahmen montiert. Sie verwandelt das grellweiß erleuchtete Büro in eine Bühne und trennt es von dem davorliegenden Aufenthaltsraum, der als Kantine genutzt wird. Eine Geruchskomposition aus Braunkohle, Linoleum, ABM-Schweiss, kaltem Zigarettenrauch und abgestandenem Eintopf hängt in der Luft. Durch die Scheibe ist ein Schriftzug lesbar, der über den 15“ Bildschirm läuft: „below papers, Vol. 1, No. 1 Fiktion, 1993“.
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Thomas Wulffen pflegt den Rollenwechsel« weiterlesen ...
25.09.05 | Permalink | Kommentare (0)
Esther Ernst | wo ich war
KENSA GUDRUN

Videoarbeiten
Tesla im podewils’schen palais berlin
Na ja, da war jetzt nur eine Projektion zu sehen und der Sound kam über Kopfhörer (langweilige Pop-Klänge) und ich habe keine Wahrnehmungserfahrung gemacht. Viel mehr habe ich über Videoschnitt-Techniken nachgedacht.
25.09.05 | Permalink | Kommentare (0)
thw | Kritik
Nachklang Biennale Venedig
Zumindest war das Wetter zur 51. Ausgabe der Biennale der Bildenden Künste in Venedig keine Enttäuschung. Weder übermässige Hitze noch Regengüsse verleidete einem den Kunstgenuss, aber das war es denn auch schon. Diese Aussage trifft vor allem die wesentlichen Ausstellungsteile im Arsenale und im italienischen Pavillon. Gern hätten wir etwas anderes gesagt, denn den ersten Leiterinnen in der mehr als hundertjährigen Geschichte der Venedig Biennale wollten wir gerne jeden Kredit geben, den wir haben. Aber das Ergebnis bleibt bis auf Details enttäuschend. Zugegebenermassen hatten es Maria de Corral und Rosa Martinez nicht leicht. Weil Robert Storr mit »seiner« Biennale der documenta 12 von Roger M. Buergel Konkurrenz machen wollte, verzichtete er für dieses Jahr auf seine Biennale und hinterließ den Organisatoren ein offenes Feld. Das übernahmen die beiden Frauen und mussten sich dann auf Pressekonferenzen mit den üblichen Dummheiten konfrontieren lassen. So blieben Rosa Martinez und Maria de Corral zu wenig Zeit, um eine gelungene Version dieser Biennale zu entwickeln.
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24.09.05 | Permalink | Kommentare (0)
Kai Hoelzner | Sonstiges
Am Imbiss-Eck

Das Wochenende vor der Art Forum Eröffnung. Yorckstraße kurz hinterm Mehringdamm. Lässige Standortwahl zwischen Burger King und Döner. Die Eröffnung einer Berlin-Dependance der Hamburger Galerie Dörrie*Priess mit Nina Kluths Bunches and circles. Der Titel der Ausstellung konterkariert - bewusst oder zufällig - die stadträumliche Situation. Im Umkreis der Yorkstraße 89 findet keine Galeriebündelung wie an der Zimmerstraße statt, es herrscht keine Fußläufigkeit bei Rundgängen. Fast schon draussen auf dem Land für hiesige Verhältnisse. Zur Eröffnung mit Landschaftsmalerei an den Wänden.
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24.09.05 | Permalink | Kommentare (0)
Peter Lang | Kritik
Ostpunk im Salon Ost Berlin
Punk in der DDR 1979-89
26.08.-25.09.2005
Salon Ost, Berlin
Es kann nur eine Spurenausstellung in Kabinetten sein, aber immerhin unter zerbrochenen Sternen: „Vielleicht sind in der Tat nur Spuren von den Momenten geblieben, die mich bestätigt haben oder Möglichkeiten aufzeigten. Aber Spuren sind nicht nichts ..." (1)
In der angeschlagenen Industriearchitektur, die nach der verschwundenen Arbeit nichts von der Schönheit der Arbeit übrig hat, in einer Verlassenheitsästhetik zwischen Sockeln in russisch Ölgrün und blatternarbigen Unfarben, findet sich zwischen architektonischen Versatzstücken, in symbolische Guckkastenbühnen inszeniert (Ausstellungsdesign von Andrea Pichl), die Bild-, Ton- und Textrelikte des Punk Made in GDR.
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13.09.05 | Permalink | Kommentare (1)
Dellbrügge & de Moll | Kritik
Final Weeks!
GREATER NEW YORK 2005 im P.S.1

An einem siedenden Samstagnachmittag im August mit 42 Grad im Schatten sind die Straßen von Long Island City menschenleer. Wer klimatisiert wohnt, bleibt daheim. Die anderen machen Siesta unter der Dusche oder gehen ins P.S.1, wo zwischen zwölf und zwei der Eintritt frei ist.
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GREATER NEW YORK 2005 im P.S.1« weiterlesen ...
11.09.05 | Permalink | Kommentare (0)
Esther Ernst | wo ich war
HELLERAU - RICHTER GERHARD

Das Europäische Zentrum der Künste
Dresden
Ganz schön eigentümlich dieses Hellerau.
+j
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10.09.05 | Permalink | Kommentare (0)
Markus Wirthmann | Kritik
Der Teufel scheisst immer...
...auf den größten Haufen.

und dieser Erzengel hier hat auch keine Chance dies zu verhindern
Preis der Nationalgalerie für junge Kunst 2005
John Bock, Monica Bonvicini, Angela Bulloch, Anri Sala.
Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten im
Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin
2. September bis 16. Oktober
Jetzt mal ganz im Ernst Leute, hier im Land wird gerade auf der großen Sparflöte gespielt. Dass Geiz ganz und gar nicht geil ist, merken mittlerweile sogar die Künstler und mit einer panem-et-circensis-Mentalität wie sie die Nationalgalerie und deren Freunde da an den Tag legen kommt man der Situation auch nicht näher.
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05.09.05 | Permalink | Kommentare (2)
Adib Fricke | Sonstiges
Wer bekommt die 50.000 Euro?
Zum dritten Mal soll der Preis der Nationalgalerie für junge Kunst vergeben werden. Nominiert sind heuer die in Berlin lebenden Künstler John Bock, Monica Bonvicini, Angela Bulloch und Anri Sala. Alle vier mussten für die Wettbewerbsausstellung eine neue Arbeit fertigen. Gestern abend war die Eröffnung der Ausstellung im Hamburger Bahnhof. Bereits am Nachmittag performte John Bock, der seine Auftritte gerne Aktionen nennt.
Weitere Informationen gibt es unter preis2005.de. (Und damit kein anderer beim nächsten Mal in zwei Jahren die Domain wegschnappen kann, sind schon jetzt die Domains nach diesem Muster bis zum Jahr 2013 angemeldet.)
Kunst-Blog hat eine Umfrageseite eingerichtet: Wer, glauben Sie, wird den Preis gewinnen? Dan Cameron (New Museum of Modern Art, New York), Erika Hoffmann-Koenige (Sammlung Hoffmann, Berlin) und Dr. Angela Schneider (Nationalgalerie, Berlin) bilden die (zweite) Jury, die den Preisträger bzw. die Preisträgerin bestimmt. Das Ergebnis wird am 27. September 2005 verkündet, der Preis »um 20 Uhr mit einem Fest im Hamburger Bahnhof verliehen«. Wird Ihre Wahl der Wahl der Jury entsprechen?
02.09.05 | Permalink | Kommentare (3)
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