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Peter Lang | Kritik
36 x 27 x 10 - Bestimmt keine glückliche Zahlenfolge: Quersumme 19 - aber Totgesagte leben länger
36 x 27 x 10
White Cube Berlin
im Palast der Republik, Berlin
23.12. bis 31.12.2005

Spätaktivistinnen haben es nun doch noch geschafft, dem skelettierten Korpus der DDR-Volkskultur eine Vitaminspritze Hochkunst zu verpassen. Die Sache initiiert haben, im Rausch des White Cube, die Damen Coco Kühn und Constanze Kleiner, die in der Zeit schon als Ausstellungsmacherinnen firmieren. Erinnert ist man mehr an die Injektionen von Doktor Morell.
30.12.05 | Permalink | Kommentare (0)
Esther Ernst | wo ich war
FLASHBACK - TRIPLE A - BALKENHOL STEPHAN

Museum für Gegenwartskunst
Basel
Jetzt, eine knappe Woche nach dem Museumsbesuch, erinnere ich mich kaum an diese Ausstellung. Einzelne Arbeiten wie die Waschbecken von Robert Gober, ein grossformatig gemaltes Bild von Kabakov, eine tolle Fotoserie von Sherrie Levine oder die aus Ton geformten "Skizzen" von Fischli/Weiss haben mich je verschieden beschäftigt.
Gestaunt habe ich über die Präsentation der meist mehr und selten weniger bekannten Werke. Ein bisschen aus dem Kontext gerissen, fein säuberlich geordnet und so übersichtlich und langweilig wie möglich hängt und steht die Kunst im Raum.
+j
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25.12.05 | Permalink | Kommentare (0)
Markus Wirthmann | Sonstiges
Bilder einer fast geheimen Ausstellung
36 x 27 x 10
White Cube Berlin
im Palast der Republik, Berlin
23.12. bis 31.12.2005
Die Bilder stammen von der inoffiziellen Vor-Eröffnung der Ausstellung am 20.12.2005. Richtig los geht´s dann am 23. ab 18:00 Uhr. Die Ausstellung geht dann bis Sylvester. So wie´s aussieht hoffen die Organisatoren von White Cube Berlin auf die Möglichkeit auch nächstes Jahr noch weitere Ausstellungen und Events zu veranstalten - hoffentlich weiss die Abrissbirne das auch!

Kurzkritik: Sehenswert. Eine fast komplette Übersicht über die Berliner Szene wie sie sich zwischen Miami, Basel und Saõ Paulo tummelt + ein paar die da noch hin wollen + der dollste Ausstellungsraum seit der Erfindung des White Cube!
Eine ausführliche Besprechung der Ausstellung bzw. ihrer Hintergründe gibt´s hier.
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22.12.05 | Permalink | Kommentare (0)
Markus Wirthmann | Sonstiges
Fernsehen war gestern – bei zuviel.tv wird nah gesehen!
Stefan Panhans
Sieben bis zehn Millionen
15. Dezember 2005
zuviel.tv, Berlin
zuviel.tv ist ein Video-Programm das von Andreas Eberlein und Kai Hoelzner zusammengestellt und meist einmal im Monat Donnerstags in der Küche von Andreas gezeigt wird. Zum Glück hat die Küche eher Loungecharakter und die Nachbarn sind der Geräuschentwicklung gegenüber nachsichtig. Die Bandbreite des Dargebotenen reicht von Experimentalklassikern aus den Sechzigern und Siebzigern mit Willoughby Sharp, Ira Schneider und Wilhelm Hein über Chaos-Kunst-Fernsehen aus Lettland (oder war das Litauen?) mit CAC-TV bis zu aktuellen Produktionen von Videokünstlern wie Knut Klaßen, Marc Aschenbrenner oder Stefan Panhans.

Mit letztgenanntem verabredete ich anlässlich des Screenings seines Videos Sieben bis zehn Millionen ein E-Mail-Interview das sich im folgenden hier entwickelt:
Wie ist es dazu gekommen, dass der Hauptdarsteller des Videos "Sieben bis zehn Millionen" eine Hauptdarstellerin ist? Wie hieß sie gleich noch?
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19.12.05 | Permalink | Kommentare (0)
Markus Wirthmann | Kritik
nochneneuegalerie
Martin Pfeifle
erap
2. Dezember 2005 bis 14. Januar 2006
Galerie Asim Chughtai, Berlin
Das Eröffnen von Galerien ist eine Funsportart mit immer noch wachsender Fangemeinde in Berlin. Ein Teil der Athleten kommt aus Hochburgen des Galerienwettkampfs wie London, Mailand oder Köln, weitere Kombattanten rekrutieren sich aus der örtlichen, sich professionalisierenden Off-Szene oder bilden neue Teams durch Abspaltung und Teilung.

Einblick in die Installation erap von Martin Pfeifle.
Asim Chughtai arbeitete am Frankfurter Kunstverein und ist im Impressum der Manifesta 4 in verschiedenen Funktionen zu finden. Seit 2003 bespielt er mit Fleisch und Glue eigene Räume in Berlin, organisiert dort und anderswo Projekte und kuratiert Ausstellungen wie zuletzt etwa die Sonderschau zum Kunstsalon in der Arena in Berlin-Treptow.
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18.12.05 | Permalink | Kommentare (0)
Adib Fricke | Kritik
Spiesser-Fotos

Anthony Goicolea, Ghost Ship,
Gewinnerfoto Prix BMW-Paris Photo, Messe Paris Photo 2005
(courtesy Galeria Luis Adelantado, entnommen einer digitalen Pressemitteilung)
Neulich war es mal wieder so weit. Da tanzte die Marketingabteilung eines global agierenden Autobauers den Sponsorentanz mit einer Präsentationsveranstaltung für zeitgenössische ästhetische Äusserungen: BMW Frankreich förderte die Fotomesse Paris Photo 2005, und das bereits zum zweiten Mal. Die Symbiose scheint perfekt gewesen zu sein, wer Braut und wer Bräutigam in dieser engen Zweisamkeit spielte, bleibt offen und ist letztlich unwichtig -- profitiert haben schliesslich vermutlich beide davon. Die einen bekamen einen Preis gestiftet, die anderen eine Plattform, in der profaner Bildwelten-Quatsch in gleicher Ästhetik wie sonst auch weiter abgefeiert werden konnte. Das Stiften eines Preises im ästhetischen Umfeld scheint mit keinem Risiko verbunden zu sein, eher das Gegenteil, zumindest wenn über das Mittelfeld nicht hinausgespielt wird: Profitabel wird es für die Beteiligten schon allein der Öffentlichkeit wegen, die damit zu erzeugen ist.
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04.12.05 | Permalink | Kommentare (0)
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