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Kai Hoelzner | Kritik
Happy Organ
Martha Roslers "Kriegsschauplätze" in der Galerie Christian Nagel, Berlin, 27.01.2006 bis 18.03.2006

Das Überraschende an dieser Ausstellung ist der angenehme Mangel an Überraschungen, der sich am deutlichsten an der unqueeren Art zeigt, mit der das Haupt-Exponat, eine etwa 3 Meter große, von der Decke herabhängende Beinprothese, hübsch mittig im Raum platziert ist. Mit der Fußsohle nur wenige Zentimeter Blitzschlag mit Lichtschein auf Hirsch über dem Boden schwebend bewegt sich das Ding vor und zurück und führt eventuell Geh-Bewegungen aus auf dem leicht versandeten Galerieboden.
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28.01.06 | Permalink | Kommentare (0)
Markus Wirthmann | Kritik
Die Beziehung zwischen eBay und Ebbelwoi*
Spinnwebzeit
Museum für Moderne Kunst, Frankfurt
Zu Ende gegangen am 29. Januar 2006
Versteigerung der eBay-Objekte am 16. Februar 2006

Udo Kittelmann erklärt eBay die Kunst
An diesem Wochenende endet in Frankfurt am Main die Ausstellung Spinnwebzeit im Museum für Moderne Kunst. Museumsleiter Udo Kittelmann hat seiner Obsession für eBay und die dort gehandelten Gegenstände freien Lauf gelassen und zusammen mit seinem Mitarbeiterstab ein Jahr lang allen möglichen Krempel bei eBay zusammengekauft. All diese Dinge wurden dann von ihm hübsch arrangiert, wie sich das für ein völker-, heimat- oder anders-kundliches Museum gehört, und in Beziehung gesetzt. Und zwar in Beziehung zu ausgewählten Kunstwerken der MMK-eigenen Sammlung.
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27.01.06 | Permalink | Kommentare (0)
Adib Fricke | Kritik
Messestand für Kunstkritik
Auch Bologna hat eine Kunstmesse, und das sogar schon seit dreissig Jahren. Dieses Jahr findet die ARTEFIERA - ART FIRST 2006 vom 27. bis zum 30.1.2006 statt. Dem Slogan nach zu urteilen, ist die mit einer Vorfahrt für die Kunst werbende Fachmesse besonders für die Süchtigen der Kunstwelt geeignet: If you love art, everything comes later. Abgesehen von der albernen Werbeagentur-Rhetorik gibt es neben der üblichen Hallenbespielung und der ergänzenden, im öffentlichen Raum verteilten Kunst heuer ein besonderes Schmankerl. Auch Achille Bonito Oliva hat einen Stand auf der Messe eingerichtet, auf dem er sich unter dem Label ABO critica ad arte als freundlicher Kritiker der Kunst präsentiert. Eine Pressemitteilung beschreibt den zu erwartenden Messestand vorab: »The ‘stand’, equipped with a table and three chairs created by Alberto Garutti, will have seating for the public and photos on the walls of the critic at various moments in his professional life, starting with the famous photo showing him lying naked on a sofa that was published in the late 1970s in ‘Frigidaire’, as well as his famous ‘Aborismi’.
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27.01.06 | Permalink | Kommentare (0)
Markus Wirthmann | Kritik
Der Style Store
Bird´s Eye View
Deborah Ligorio
Büro Friedrich, Berlin
21. Januar - 25. Februar 2006

Wie so viele junge Künstler unserer Tage hat Deborah Ligorio laut vorliegender Pressemitteilung ”eingehende und schlüssige Untersuchungen zu den Möglichkeiten und Formen des menschlichen Habitats” unternommen. Diese Untersuchungen und Forschungen haben zu Collagen auf Spanplatte geführt die, very stylish, die Wände des S-Bahnbogens Nummer 53, Sitz des Büro Friedrich, in lockerer Unordnung gestalten.
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22.01.06 | Permalink | Kommentare (0)
Gastbeitrag | Kritik
Friends and Enemies
10. Januar – 1. Februar 2006
Gagosian Gallery, Berlin
von Manuel Bonik

Wie unter Berliner Kunstinteressierten wohl allgemein bekannt, nutzt die 4. berlin biennale die Gagosian Gallery in der Auguststraße, um schon im Vorfeld des Events Kunst zu zeigen, so aktuell mit der Ausstellung Friends and Enemies. Gezeigt werden drei Positionen, Autocenter (Joep van Liefland und Maik Schierloh), Starship (Martin Ebner, Ariane Müller und Hans-Christian Dany) und Tilman Wendland, wobei ich mich im folgenden nur über den Beitrag von Starship auslassen möchte, über den ich mich extrem geärgert habe. Er bildet, leider, ein auffallendes und abschreckendes Beispiel dafür, wie Pseudo-Intellektualität und künstlerische Einfallslosigkeit honoriert werden. Man kann nur hoffen, dass die biennale-Kuratoren künftig etwas sorgfältiger arbeiten werden.
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19.01.06 | Permalink | Kommentare (0)
Markus Wirthmann | Kritik
Brunnenstraße
www.amerika-berlin.de
www.diskus-berlin.com
www.christianehrentraut.com
www.rekord-berlin.de
www.klarawallner.de
www.janwinkelmann.com
Vom Rosenthaler Platz am westlichen Rand von Berlin-Mitte, nicht weit von den Kunst-Werken und bis vor kurzem noch die Wasserscheide zwischen professionellem Galeriegeschäft und Ateliers, Produzenten- und Projektraumgewimmel, breitet sich die Szene in Richtung Prenzlauer Berg und Wedding aus. Besonders attraktiv für Neugründungen und Verlagerungen scheint die Brunnenstraße zu sein. Einerseits noch richtig "Mitte", andererseits erschwinglich, weil Einfallstraße in den Dönerbuden und Internet-Shop schwangeren Wedding.

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15.01.06 | Permalink | Kommentare (0)
Adib Fricke | Netz
Kunst, die kommunizieren soll
Kunst kommuniziert – weltweit
Das Auswärtige Amt präsentiert junge Kunst aus aller Welt auf seiner Webseite

Selbst Flickr.com mit einer Tag-Suche zu »art« zeigt zumeist eine bessere Auswahl an Bildern als das, was derzeit auf den Webseiten des Auswärtigen Amts der Bundesrepublik Deutschland als junge Kunst aus aller Welt in Form einer virtuellen Ausstellung präsentiert wird. Es ist fast schon egal, wohin man klickt. Das meiste sind grausame Bildwelten, die dem Betrachter dort zum Teil garniert mit bemühter Titelei (Antithetische Konvergenz, There always is a second impression, So bunt wie die Welt) begegnen.
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10.01.06 | Permalink | Kommentare (0)
Markus Wirthmann | Kritik
Eine unwahrscheinliche Rückkehr zur Legende von Ursprung

Untitled (A protrait of myself with a part of my history posing as my imagination) 2004
Pressefoto. Aus inhaltlichen Gründen auf den Kopf gestellt. MW
An Unlikely Return to The Legend of Origins
Sriwhana Spong, Ho Tzu Nyen, Heman Chong & Rodney LaTourelle
Sparwasser HQ, Berlin
7. bis 28. Januar 2006, Eröffnung am 6. Januar 2006
Pressemitteilungen sind schwierig. Besonders wenn es um Kunst geht. Die versteht man ja sowieso nicht und deshalb muss die Mitteilung her. Auf dass sie kläre, was so auf Anhieb, mangels Wissen beim Betrachter oder Unvermögen beim Künstler, nicht ersichtlich ist.
Bei der folgenden Pressemitteilung von SparwasserHQ, Berlin ist es warscheinlich genau anders herum. Der Text ist die Kunst und die Ausstellung wird mir das hoffentlich auch erklären – wenn ich denn nach diesem Text noch hin will:
Die Ausstellung präsentiert zwei Videos und eine Wandzeichnung im Dialog über das reziproke Verhältnis zwischen Konstruktion und Interpretation. Diese drei Positionen bilden eine Matrix von Assoziationen, um die entscheidende Rolle von Eventualität herum, die in der Versammlung kultureller Koherenz liegt. Die Sukzession von Bildern, inherent in der Videokunst, strukturiert notwendigerweise eine Sichtweise von Narration, ein Format das im Besonderen durch die Ubiquität von Fernsehn und Film erkennbar wird.
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06.01.06 | Permalink | Kommentare (0)
Esther Ernst | wo ich war
SCHAULAGER - PAUL SACHER STIFTUNG - GRAU PASCALE - DE KOONING WILLEM - LAIB WOLFGANG

Führung durch die Sammlung
Münchenstein, Baselland
+j
01.01.06 | Permalink | Kommentare (0)
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