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Gastbeitrag | Kritik

Kapielski ante Portas

von Peter Funken

TOMAS KAPIELSKI – Emolumente
Sammler zeigen ihre Kapielskis
Künstlerhaus Bethanien, Berlin
24.02. – 12.12.2005


Selbstportrait

Es war eine Begegnung mit alten Freunden in Kreuzberg: zuerst im Studio 2 des Künstlerhauses Bethanien traf man auf viele wohlbekannte Arbeiten des Künstlers und Dichters Thomas Kapielski - wie auch auf ein brandneues Auflageobjekt. Titel dieser Werkschau: „Emolumente – Sammler zeigen ihre Kapielskis“.
Später dann, bei der Vernissagen-Party im „Goldenen Hahn“, der aus diesem Anlass ausnahmsweise bis in die tiefe Nacht geöffnet hatte, fanden sich viele Freunde und Weggefährten Kapielskis ein, die sich in dieser Dichte nur noch selten begegnen – eigentlich nur bei Kapielski-Eröffnungen und irgendwann demnächst wohl bei Trauerfeiern.

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24.02.06 | Permalink | Kommentare (2)

 

Esther Ernst | wo ich war

TOMMY THE CLOWN AND THE HIP HOP CLOWNS - CARDIFF JANET / MILLER GEORG BURES - SASSE JÖRG - UGLOW ALAN - ZEIT RAUM BILD

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TOMMY THE CLOWN AND THE HIP HOP CLOWNS
Context #3-learning by doing
HAU 1, Berlin
+Ich hatte ja keine Ahnung, in was ich da geraten bin (so macht Theater gucken Spass). Tommy (ein wirklich süsser Clown...) hat dann ein bisschen erzählt und alle haben gejubelt und wollten seine hip hop Clowns sehen. Die kamen dann auch und lieferten sich "ultra-schnelle und agressive Battles". Dann hat Tommy die billigsten Zaubertricks vorgeführt, ein DJ hat natürlich dauernd (nicht besonders tollen) Sound dazu geschmiert. Mir war während dessen nicht wirklich klar, ob das ein soziales Projekt ist oder der neuste Furz vom HAU? Es ist ein soziales Projekt wie man dem Programmzettel entnehmen und später bei "Blitz" auf Sat 1 sehen kann. Unklar bleibt, wieso das im Theater gezeigt wird und ekelhaft bleibt, dass genau dieses Theaterpublikum sich dabei immer selbst feiern kann. Vielleicht macht der Dokumentarfilm "Rize" von David La Chapelle über Tommy noch mehr Spass.
+j

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21.02.06 | Permalink | Kommentare (1)

 

thw | Essay

Krise? Krise!

Der NBK im Rückzug aus dem Rückzug

Von Krise mag man im Falle des Neuen Berliner Kunstvereins nicht mehr reden. Erst recht nicht, nachdem der Direktor Alexander Tolany laut offiziösen Quellen den Rückzug von seinem Rückzug angetreten hat. Offensichtlich gibt es noch genug Länder, deren zeitgenössischen Fotokunst präsentiert werden kann. Und die Stadt selbst hat auch genug Kuratoren, um die Reihe der »Ortsbegehung« fortzusetzen. Darüber hinaus aber gehört der Neue Berliner Kunstverein zu jenen Orten in der Stadt, die scheinbar weder ein Krisenbewusstsein entwickeln noch Gedanken darauf verschwenden wollen, wie man darauf reagieren kann. So bleibt im Moment das einzig Neue am Neuen Berliner Kunstverein das »Neue« im Namen.

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15.02.06 | Permalink | Kommentare (1)

 

Markus Wirthmann | Kritik

Der Wald-Lehr-Pfad

Smile Machines
Ausstellung zur Transmediale 06*
3. Februar bis 19. März 2006
Akademie der Künste, Hansaviertel, Berlin

Maja Bajevi, Maurice Benayoun, Tamy Ben-Tor, Dara Birnbaum, Ximena Cuevas, Paul DeMarinis, Robert Filliou, Jean-Pierre Gauthier, Stéphane Gilot, Jodi, Kim Beom, Les Levine, George Maciunas, Annette Messager, Agnes Meyer-Brandis, Eva Meyer-Keller, Christian Möller, Antoni Muntadas, Nam June Paik, Valérie Pavia, Simon Penny, Jim Pomeroy, Michael Snow, The Yes Men, Ubermorgen, William Wegman, Norman White


Nam June Paik Der Denker - TV Rodin 1976/78
Closed circuit - der Klassiker.

Die alte Akademie der Künste, also der fünfziger Jahre Altbau der West-Akademie im Hansaviertel, ist voll an diesem Wochenende. Junge und jünger aussehende Menschen drängen sich an Kassen und Akkreditierungs-Countern, außerdem vor und in den Sälen sowie am Tresen des Cafés (das, wie bei solchen Veranstaltungen zu erwarten, total überlastet tut - aber das sei Thema von ungefähr fünf Comedy-Abenden mit Kurt Krömer im Ballhaus Neukölln – konnte ja keiner wissen, das mit den vielen jungen Menschen ...). Wahrscheinlich wird deshalb der Februar ´06 noch lange Thema an den Lagerfeuern des Akademievorstandes sein wo man sich Hände reibend über den Jungbrunnen Transmediale freuen wird.

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06.02.06 | Permalink | Kommentare (0)

 

Esther Ernst | wo ich war

LE ROY XAVIER - VIRUAL ÉLECTRONIC POÉM - JULIUS ROLF - UDK BERLIN - KENTRIDGE WILLIAM

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XAVIER LE ROY
Mouvements für Lachenmann
HAU 2, Berlin
+Zwei Gitarristen spielen "Salut für Caudwell" von Lachenmann und werden von zwei weiteren Gitarristen hinter schwarzen Wänden verdeckt. Diese setzten sich davor und "spielen" das gleiche Stück nur ohne Gitarre. Die Funktion der Geste wird eliminiert und durch die hohe Konzentration und Ernsthaftigkeit der Musiker wirkt es erstaunlicherweise nicht pantomimisch oder lächerlich. Alle dazu erfundenen und choreographierten Bewegungen fallen jedoch deutlich ab. Bei dem Stück für Ensemble wird gar nicht mehr gespielt und nur noch bewegt. Und ich finde, dass dieses sehr einfache Konzept da überhaupt nicht mehr funktioniert. Für bestimmte Klänge werden bestimmte Bewegungen gesucht. Die Musiker verhalten sich unnatürlich und aufgesetzt. Und die Qualität des Abends, dass man nämlich ohne dieses Hör-Erlebnis nach Hause geht, wird dann doch gebrochen, weil das KNM Berlin das Stück nach der Pause konzertant aufführt. Fand ich ne harte Nummer, spielen aber toll.
+j

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04.02.06 | Permalink | Kommentare (0)

 

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