Esther Ernst | wo ich war

CENTRO DE ARTE CONTEMPORÁNEO MÁLAGA - PICASSO PABLO - BREITENFELLNER BARBARA - HERZOG u. DE MEURON

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CENTRO DE ARTE CONTEMPORÁNEO MÁLAGA
Malaga, Spanien
+Da war ich ganz schön überrascht. Neben zwei Sonderausstellungen von Anish Kapoor und Peter Zimmermann, die mich beide nicht wirklich interessiert haben, hatten die tatsächlich eine zeitgenössische Sammlung vorzuweisen. Von allem war ein bisschen was da, natürlich nicht die aufwändigsten und teuersten Werke, aber immerhin hat sich die übersichtliche Arbeiterstadt Malaga mit ihren doch 550.000 Einwohnern ein solches Museum geleistet.
+j

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PICASSO PABLO
Museo Picasso Málaga
Malaga, Spanien
+Das Museum, ein typisches Beispiel andalusischer Architektur, welches mir für Ausstellungen nicht besonders geeignet schien, birgt eine Sammlung aus 155 Werken von Picasso, Schenkungen von Schwiegertochter und Enkel des Künstlers. Ich war gespannt darauf, was für Werke sich in einer "Familiensammlung" befinden. Und tatsächlich blieben wir beim einen oder anderen Bild erschrocken stehen. Was ist das denn, fragten wir uns. Muss man denn so was auch noch ausstellen? Toll, da wird nichts mehr ausgespart.
In seinem Geburtshaus um die Ecke kommt es dann noch schlimmer. Da werden bemalte Keramikobjekte aus den 60-ern gezeigt.
Vielleicht ist dieses Museum (abgesehen vom Tourismus) was für den Picasso-Spezialisten?
+j

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BREITENFELLNER BARBARA
CAPRI, Berlin
+"Für die Ausstellung bei CAPRI zeigt die Künstlerin zum ersten Mal grafische Arbeiten. Wie ihre Installationen basieren diese auf gefundenen Objekten und Materialien, z.B. Buchseiten, auf die sie Bilder druckt, die sie in Enzyklopädien des 19. Jahrhunderts, Tattoomagazinen oder Zeitungen gesammelt hat."
In dem nicht ganz einfach zu handhabenden Ausstellungsraum (ein Blumenladen? Zwei treppenförmige, fest eingebaute Objekte und der geflieste Boden deuten darauf hin) hat Breitenfellner auf mehreren sehr einfach gebauten und schwarz gestrichenen Holzauslagen Drucke präsentiert. So ganz ohne andere Arbeiten von ihr zu kennen, machte sich bei mir eine angenehme Ratlosigkeit breit.
+j

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HERZOG & DE MEURON
Bibliothek der Fachhochschule Eberswalde
Eberswalde (Brandenburg)
+Das Spektakuläre an diesem dreigeschossigen Bau ist natürlich die Fassade mit dem von Herzog & De Meuron entwickelten Verfahren, Bilder auf Zementplatten zu drucken. Jedes Register der Fassade trägt ein einzelnes, wiederholtes Bild, ausgewählt in Zusammenarbeit mit Thomas Ruff aus seinem persönlichen Archiv von Nachrichtenfotos. So ist von weitem z.B. ein Flugzeugprototyp CBY-3, Lorenzo Lottos "Venus und Cupido", der Reichstag bei der Wiedervereinigungfeier zu erkennen, während sich bei näherer Betrachtung die Rasterung der Zeitungsbilder in die zwei unterschiedlichen Oberflächen (gängige glatte und helle Betonoberfläche oder der wenige mm tiefer liegende, raue und dunklere Zement) aufgelöst. Diesem höchst anspruchsvollen Fassadenkonzept kann die Innengestaltung der Bibliothek nicht ganz entsprechen. Billige Furniermöbel, hässliche Regale und ein unglaublich unschöner Teppich schliessen auf Geldprobleme(?).
+j

Esther Ernst, 14.05.06 | Mehr von dieser Autorin/diesem Autor

 

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