Markus Wirthmann | Alles
Außer Haus
Ausstellungsprojekt der UdK-Dissidenten in Bildern
28. - 30. Juli 2006
Uferstraße 6, Berlin-Wedding

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28.07.06 | Permalink | Kommentare (0)
Gastbeitrag | Bücher
Formvollendet Formlos
von Peter Funken
Kritisches Wörterbuch
Beiträge von Georges Bataille, Carl Einstein, Marcel Griaule, Michel Leiris u.a.
Herausgegeben und übersetzt von Rainer Maria Kiesow und Henning Schmidgen mit einem Nachwort der Herausgeber
Merve Verlag, Berlin 2005, 146 S., ca. 50 Abbildungen, EUR 14,80
ISBN 3-88396-207-4
»Das Gewimmel der Reptilien im Untergrund der Sümpfe und Kerker, ihre merkwürdigen Verschlingungen, ihre Kämpfe, in denen sie beißen, würgen und Gift verspritzen, werden immer das genaue Abbild der menschlichen Existenz sein, die von oben nach unten mit Tod und Liebe durchzogen ist« – so endet der Eintrag von Michel Leiris zum Thema »Reptilien« im Kritischen Wörterbuch, einem festen Bestandteil der interdisziplinären und intermedialen Zeitschrift »Documents«, die 1929 bis 1931 in Paris erschien. Das Kritische Wörterbuch wurde fortlaufend auf den hinteren Seiten dieses »Magazine illustré« mit dem Untertitel »Doctrines, Archéologie, Beaux-Arts, Ethnographie« veröffentlicht. Im zweiten und letzten Jahrgang ersetzten die Herausgeber von »Documents« den Begriff »Doctrines« durch »Variétés« und tatsächlich sind die Einträge im Kritischen Wörterbuch extrem verschiedenartig, denn es gab in ihm mehr als 40 Einträge zu so unterschiedlichen Themen wie etwa Engel, Spucke, Unglück, Schlachthof, Nachtigal, Buster Keaton Strafarbeit oder Sonne.
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25.07.06 | Permalink | Kommentare (0)
Max Glauner | Kritik
Palimpsest0602 - 06 General Idea – Seesterne und Schwämme
general idea. editions 1967-1995
KW Kunstwerke, Berlin
24. Juni bis 20. August 2006
General Idea. Magi© Bullet/Early Works
Galerie Esther Schipper, Berlin
25. Juni bis 29. Juli 2006

Die Frage, was oder wer General Idea sei, ist nun leichter zu beantworten. General Idea, das humorvoll-anarchische Konzeptkunsttrio aus Toronto ist bis Mitte August in den Kunstwerken mit der Ausstellung general idea. editions 1967-1995 wiederzuentdecken. Die Galerie Esther Schipper zeigt parallel dazu die Installation Magi© Bullet und mit Early Works frühe Arbeiten des Künstlerkollektivs aus den frühen siebziger Jahren.
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24.07.06 | Permalink | Kommentare (0)
Redaktion | Alles
UdK-Studenten finden´s zum Kotzen
Die Proteste gegen die von den Studenten der Fakultät Bildende Kunst der UdK Berlin als unhaltbar empfundenen Zustände verschärfen sich. Die Störung einer von der Bundesregierung und dem BDI initiierten Preisverleihung gipfelte, wie indymedia.org heute Abend berichtete, in der folgenden Performance von UdK-Studenten:

"Kurz nach Beginn der Veranstaltung verdeckte eine Gruppe von Menschen die Bühne mit einem großen, schwarzen Transparent, hinter dem der Präsident der Universität und die Werbeleute des Landes der Ideen verschwanden. Im Publikum bewegten sich Menschen mit Megaphonen, die unter anderem absurde Wortfetzen aus der Kampagne brüllten, die ZuschauerInnen aufforderten, sich endlich zu freuen oder deutschlandkritische Aussagen zum Besten gaben. Dazu verteilten AktivistInnen Flyer ... . Zeitgleich fanden drei Menschen in der Eingangshalle der UdK Deutschland dermaßen zum Kotzen, dass sie sich in den Farben Schwarz-Rot-Gold erbrachen. Auf mysteriöse Weise verschwand in dem Durcheinander auch noch der Ideen-Pokal, der eigentlich in einem feierlichen Zeremoniell überreicht werden sollte." Mike de Vries auf indymedia.org
23.07.06 | Permalink | Kommentare (1)
Gastbeitrag | Alles
Weiße Wände
von Sophie Trenka-Dalton
Rundgang - Tage der offenen Tür
Fakultät Bildende Kunst
Universität der Künste Berlin
21. - 23. Juli 2006

Blick in das Atelier der Klasse Möbus und ...
Begeht man dieses Wochenende den alljährlichen sommerlichen Rundgang durch die Ateliers der UdK, steht man größtenteils in leeren Räumen oder vor geschlossenen Türen.
Die Studierenden der Fakultät Bildende Kunst haben sich entschieden, den Rundgang 2006 zu nutzen, um die Öffentlichkeit über ihre miserable Studiensituation zu informieren.
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23.07.06 | Permalink | Kommentare (0)
Gastbeitrag | Kritik
Zur Endlichkeit des Spiels
von Peter Funken
HEIMSPIEL: Standort >> Sport >> Spektakel
Neue Gesellschaft für Bildende Kunst (NGBK)
03.06.06 – 09.07.06

hybrid video tracks: Future-Flitzer, 2006
»Die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 steht kurz vor ihrem Anpfiff - wir haben jetzt schon genug von corporate WMania, Du-bist-Deutschland, RFID-Chips, friendly racism, Nation-Branding, Sicherheitswahn, public viewing-areas, übergroßen Kopfschmerztabletten, Beckenbauer, Blatter und Goleo«, schrieben die Kuratoren im Pressetext der Ausstellung Heimspiel, die wenige Tage vor dem ersten WM-Spiel eröffnet wurde. Während allerorten Kunst- und Dokumentarausstellungen zum Thema stattfanden, war Heimspiel wahrscheinlich die einzige Ausstellung, die den Ball konsequent raus hielt und sich ausschließlich auf ökonomische, politische und soziale Implikationen der WM in Deutschland einließ.
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22.07.06 | Permalink | Kommentare (0)
Gastbeitrag | Kritik
Kunst und Gestaltung (Teil 2)
von Andreas Koch
Pash Buzari »Plan of the Planet«
COMA, Centre for Opinions in Music and Art, Berlin
17.6 - 22.7.2006

»Heute scheint Zukunft nur noch als etwas Vergangenes wahrgenommen zu werden, anstatt sie wieder zeitgenössischer zu denken...«. Dieser Satz stammt aus der Pressemitteilung zur ersten Ausstellung des COMA-Raums und zitiert den Künstler Pash Buzari selbst. Der Künstler spielt damit offensichtlich auf den Utopieverlust der letzten Jahre an, der sich mittlerweile auch in großen Feldern der bildenden Kunst fortsetzt und uns in einer ewig währenden Postmoderne dahintreiben lässt. Zwar werden jetzt in den »Nullern« ehemalige Utopisten wie Konstruktivisten, Bauhäusler oder Futuristen fleißig zitiert und wiederverwertet, doch bewegen sich die Künstler nur an deren Oberfläche. Sie gestalten schicke Bilder und Oberflächen, ohne jedoch den Antrieb, Veränderungswillen und Fortschrittsglauben der damaligen Zeit inne zu haben. Die Sprache der Utopie wird genutzt ohne Utopisches auszusagen, sie wird reines Gestaltungsmaterial (dazu mehr in »Kunst und Gestaltung (Teil 1)«).
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21.07.06 | Permalink | Kommentare (1)
Esther Ernst | wo ich war
CARDIFF JANET / MILLER GEORGE - BREITZ CANDICE - ROSEFELDT JULIAN - LANG KLAUS

opera for a small room
sonambiente, Akademie der Künste, Berlin
+j
19.07.06 | Permalink | Kommentare (0)
Markus Wirthmann | Kritik
Hartz und Kunst
Über den Artikel Kunst und Geld (Teil 1): Wie sich Berliner Künstler in Zeiten von Hartz IV über Wasser halten von Nicola Kuhn im Tagesspiegel vom 13.07.2006

... "Künstlerpaar Twin Gabriel mit seinen beiden Kindern, inszeniert als drop-outs der Gesellschaft: Else Gabriel im Woolworth-Chic mit pinkfarbenen Plateauschuhen und knallenger Streifenjeans, ihr Mann Ulf Wrede glotzt mit Fetthaaren vor sich hin, die Dose Bier in der Hand. "Prosoche" hat das Duo die bizarre Serie genannt, nach einer der Grundtugenden des Neostoizismus. "Dem Schrecken ins Auge blicken" bedeutet es übersetzt, und Twin Gabriel meinen es ernst damit."
Künstler müssen´s schwer haben, das wissen wir doch. Allerspätestens seit "Der arme Poet" von Carl Spitzweg oder dem alten Ohrenabschneider van Gogh ist das doch in die Ammenmärchen der Kulturgeschichte eingegangen. Na klar sind die Künstler erstes Opfer von Hartz IV! Und jetzt kann man´s auch mal laut sagen, oder schreiben.
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17.07.06 | Permalink | Kommentare (0)
Gastbeitrag | Kritik
Kunst und Gestaltung (Teil 1)
von Andreas Koch
ars viva 05/06 – Identität/Identity
Ausstellung der FörderpreisträgerInnen des
Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e.V.
Jason Dodge, Takehito Koganezawa, Michaela Meise, Robin Rhode
KUNST-WERKE BERLIN
25. Juni – 20. August 2006

Nur drei Wochen nach Ende der 4. Berlin-Biennale kann man an fast gleichem Ort Arbeiten einer Künstlerin sehen, die exemplarisch für eine Kunstrichtung steht – eine Richtung, die eben auf dieser Biennale erstmalig in größerem institutionellen Rahmen eine Bühne fand. Dort zeigte Michaela Meise merkwürdig konstruktivistisch verschränkte, in verschiedenen lila-Tönen lackierte Holzplatten mit einer aufgesteckten sw-Fotografie eines nackten Jünglings. Schon hier fabrizierte die Künstlerin eine Skulptur als Sample verschiedener Sprachen der jüngeren Kunstgeschichte – etwas Konstruktivismus, gemischt mit Minimalismus, angemalt in Farben, die eher für die Frauenbewegung stehen und obendrauf ein geheimnisvolles, historisches Element.
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15.07.06 | Permalink | Kommentare (0)
Gastbeitrag | Kritik
next at canal ~
von Tina Schmücker
simon martin presents
ways of seeing by john berger
tuesday 11 july 06, 8pm
canal, London
Versuch´ mal was über London zu schreiben; über eine Ausstellung; such dir was Nettes aus. Das Ding ist nur, ich habe seit ca. 2 Monaten nichts Nettes mehr gesehen - ich habe überhaupt nichts mehr gesehen. Daher erstmal lange nachdenken, und dann ... danke für die Mail, eine Einladung zum Filmscreening!

In einen "neuen" Space in Vyner Street, was jetzt schon ein Widerspruch in sich ist, da der Name Vyner Street eigentlich gleichzusetzen ist mit einer Profigalerie an der anderen, eher assoziiert mit die ganze Straße einnehmenden Großeröffnungen - nicht viel Platz für Filme zeigen, noch dazu an einem warmen Juliabend.
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13.07.06 | Permalink | Kommentare (0)
Max Glauner | Kritik
Palimpsest0603 – 01 Erik Schmidt geht jagen
Erik Schmidt in der Galerie carlier | gebauer an der Holzmarktstraße

Fotos vom Tod im Tannwald: Mit blutverschmiertem blütenweißem Hemd und Smoking liegt der Künstler im Schnee. "Der schönste Jäger von Deutschland" hieß der Fotozyklus, den der in Hamburg ausgebildete und in Berlin lebende Künstler Erik Schmidt zusammen mit pastosen Ölbildern im vergangenen Jahr in der Galerie carlier|gebauer an der Jannowitzbrücke zeigte. In "Hunting Grounds" wird nun mit einem monumentalen Ölgemälde und einem vierzehnminütigem 16mm-Film auf Digi Beta die Fortsetzung, oder auch die Vorgeschichte zu dem zwischen Krimiplotte und Heldenlied changierenden Crossed-Media-Set aus dem vergangenen Jahr erzählt.
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10.07.06 | Permalink | Kommentare (0)
Markus Wirthmann | Alles
Das Ding aus einer anderen Welt

Dies ist kein Detail aus dem Filmset für eine Neuverfilmung des Howard Hawks Horror-Sci-Fi-Streifens von 1951 sondern ...
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09.07.06 | Permalink | Kommentare (0)
Gastbeitrag | Alles
GALERİST
von Asli Sungu

Galerist, İstanbul´da bulunan Murat Pilevneli´nin sahibi olduğu "Galerist" adlı galerinin çıkardığı üç aylık ücretsiz kültür gazetesi.
Dergide ağırlıklı olarak galerinin kendi sanatçılarına yer verilmiş. Bu sanatçılar yurtdışında da tanınıyorlar. Galerist, Basel ve Frieze Sanat Fuarı´larına katıldığı için dergide bu fuarlarla ilgili genel bilgilerde yer almakta. Röportaj bölümlerinde galerinin sanatçısı olan Hüseyin Çağlayan ve yurtiçinden ve dışından koleksyonerler, sponsorlara yer verilmiş. Hüseyin Çağlayan söyleşisinde işlerinde önemli rol oynayan zamanın sorgulanması, zamansızlık ve mekansızlik, günümüzde değişen göçmen kavramı, bedensizlik, gerçekle fantezi arasındaki boşluk gibi kavramlar üzerine konuşuyor.
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05.07.06 | Permalink | Kommentare (0)
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