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Adib Fricke | Sonstiges
Autosalon ohne Autos
Sie galt als Party des Abends und in Zukunft soll es immer die Party des Abends am Eröffnungstag des Artforums in Berlin sein (so lange es dieses noch gibt): Ein Empfang im Showroom von BWM am Kurfürstendamm, zu dem die Freunde der Nationalgalerie eingeladen hatten, um die vier für den Preis der Nationalgalerie für Junge Kunst vorausgewählten Künstler bekannt zu geben. Neidisch würde beäugt, wer eine Karte für den Einlass bekommen hatte. Zunächst experimentierte man ein wenig mit dem spätestens seit den Berlin Biennalen bekannten Disco-Prinzip, draussen erst Mal Schlange stehen lassen, während drinnen genug Platz ist.

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30.09.06 | Permalink | Kommentare (0)
Gastbeitrag | Essay
Die Unhintergehbarkeit der Buchhaltung - 3. Komplexität
von Manuel Bonik
1. Teil: Fünftausend
2. Teil: Artitüden
wir backen noch mit Herz und Hand.
Ich nehme positiv an, dass der Wert eines Kunstwerks in seiner Komplexität liegt. Alternativen wären etwa Affirmation (es bestätigt, was ich ohnehin schon weiss oder meine, und diese Bestätigung freut mich) oder Dekoration (ästhetische Affirmation; Design; Folklore) oder Statussymbol (völlig egal, was das für ein Dingsbums ist; Hauptsache es macht gegenüber anderen was her) etc. Komplexität wäre die Komplexität eines Gedankens des Künstlers, die im Kunstwerk codiert zum Ausdruck kommt, und der Betrachter hätte das zu entschlüsseln – die Decodierungsversuche (oder auch ihre Fehlschläge) machen mir Lust. Hintergrund dafür ist ein Fundus von Kunst- und anderen Geschichten, und der entscheidet dann, ob ich den / die kodierten Gedanken als originell empfinde; weitere Lustmomente.
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29.09.06 | Permalink | Kommentare (0)
Markus Wirthmann | Vorschau
Sneak Preview
III. Berliner Kunstsalon ...
Eröffnung: Heute Abend, 19 Uhr
Ausstellungsdauer: vom 28. bis zum 02. Oktober 2006
Öffnungszeiten: täglich von 13 - 22 Uhr
... am Vorabend der Eröffnung:

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28.09.06 | Permalink | Kommentare (0)
Gastbeitrag | Kritik
Paranoia
von Christina Zück
Lutz Dammbeck
PARANOIA
Akademie der Künste Berlin, Pariser Platz
27.8.-22.10.2006

Ich steige aus dem S-Bahn Schacht "Unter den Linden" hervor, stehe
vor dem Adlon. In der Straße daneben haben sie hydraulisch
versenkbare Poller angebracht, damit man nicht durchfahren kann. Sie
arbeiten ständig an der Verbesserung dieser Pollersysteme, manchmal
sind es riesige Betonklötze, manchmal fest in die Straße eingelassene
Stäbe, und jetzt sind sie versenkbar mit kleinen roten Leuchten dran.
Einen super Kommandozentralenkasten aus Glas haben sie auch noch dazu
gebaut, was soll denn das? denke ich, bauen die da Dan Graham Mimikry
oder Jean-Claude Decaux Mimikry? Ich stelle mir einen großen
Lastwagen mit bärtigen, glutäugigen Männen am Steuer vor, der langsam
und unauffällig aufs Adlon und die daneben liegende playmobilfarbene
Botschaft zufährt. Ja genau daneben.
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25.09.06 | Permalink | Kommentare (0)
Gastbeitrag | Essay
Die Unhintergehbarkeit der Buchhaltung - 2. Artitüden
von Manuel Bonik
Wäre es möglich eine photographische Darstellungder in meinem Kopfe sich abspielenden Vorgänge,
des bald äußerst langsam, bald – bei übermäßiger Entfernung –
mit rasender Geschwindigkeit erfolgenden
Züngelns der vom Horizont herkommenden Strahlen zu geben,
so würde sicher für den Beschauer jeder Zweifel
an meinem Verkehr mit Gott verschwinden müssen. DANIEL PAUL SCHREBER
Die anderen sind hiergeblieben und beschäftigen sich weiterhin mit Kunst. Die Situation ist dabei eine merkwürdige Mischung aus Konsolidierung und neuartiger Krise, die nur entstanden ist, weil man nach einem Jahrzehnt der Aufbruchsstimmung schließlich etwas zu verlieren hatte und nun feststellt, dass man es auch tatsächlich verlieren könnte. Verwertungszyklen können manisch und auch depressiv sein.
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18.09.06 | Permalink | Kommentare (3)
Gastbeitrag | Essay
Die Unhintergehbarkeit der Buchhaltung - 1. Fünftausend
von Manuel Bonik
An english version of this text is available at zg Berlin
Es gibt ein Loch in Brandenburg.Es heißt Berlin.
Wir leben mit und drin. (1) IRA SCHNEIDER
Verbunden mit dem Kunst-Boom der (Londoner und) Berliner 90er Jahre wurde Künstler zum Traumberuf, zeitweise war Künstler Berufswunsch Nr.1 unter deutschen Abiturienten (2). Die Akademie-Professoren des deutschen (jetzt in Abwicklung sich befindenden) Meisterklassen-Systems hatten nichts dagegen: die erhöhte Nachfrage war gut für ihr Geschäft. Und offensichtlich war die Situation von Studenten an einer Akademie introvertiert und isoliert genug, um ihnen das Gefühl zu geben und die Attitüde auszubilden, etwas je Einmaliges zu sein, etwas, auf das die Welt nur gewartet haben wird, wenn er/sie dereinst die Hallen der Akademie verläßt. Nicht aber nahmen sie wahr, wie sehr der Beruf des Künstlers eben die Exklusivität, die er durchaus einmal besessen haben mag, verloren hatte und, Berlin-katalysiert, zu einem Stereotyp geworden war. Das wird einem vielleicht erst mit dreißig ff. klar: dass man sich so individuell dünken kann, wie man will, und doch machen ein paar tausend Menschen der aktuellen 8.000.000.000 etwas, das dem eigenen Schaffen verflixt ähnlich ist. In Berlin leben nach offiziellen Schätzungen zur Stunde fünftausend professionelle (3) Künstler, hinzu kommen die, die’s noch werden wollen, und eine Dunkelziffer, und die nicht-professionellen, und dort draußen gibt’s noch viele viele weitere Tausende, und alle alle wollen sie Aufmerksamkeit, denn sie sind ja sowas von einmalig... – Will sagen: Die Galerien und Museen warten nicht ausgerechnet auf dich, und die Worte, die dein Tun, im Rahmen der vagen Sprache der Kunst, ziemlich genau beschreiben, sind schon so oft bemüht worden. Und die Galerien selbst sind ein Klischee geworden im Berlin dieser Tage, nächste Woche eröffnen wieder drei.
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14.09.06 | Permalink | Kommentare (0)
Markus Wirthmann | Interview
Und jetzt alle: Sammeln!
Herbststaffel
Corinne Wasmuht, Thomas Scheibitz, Tatjana Doll und Thomas Helbig
Berliner Poster Verlag
Ab 10. September 2006

Neueröffnungen von Galerien und diversen anderen Kunsträumen locken in Berlin derzeit angesichts der schieren Menge ja nicht jeden Straßenköter hinterm Ofen hervor. Und schon gar nicht den Teilzeit-Berichterstatter und Blogger. So entging mir auch die schon die im Juni erfolgte Eröffnung der "Berliner Poster Galerie" in einem kleinen Ladengeschäft in der Auguststraße in Berlin-Mitte. Die vollmundige Pressemitteilung anlässlich der aktuellen Edition weckte allerdings mein Interesse und führte schließlich zum dem folgenden E-Mail-Interview und einem Ortstermin:
Tine & Mo Whiteman, Berliner Poster Verlag: Unter dem Motto "Kunst für Alle!" haben wir im Juni 2006 den Berliner Poster Verlag in der Auguststrasse in Berlin-Mitte eröffnet. Erstmals wird hier zeitgenössische Kunst für den kleinen Geldbeutel angeboten. Für nur 10 Euro kann sich nun jeder Kunst an die Wände hängen.
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11.09.06 | Permalink | Kommentare (0)
Gastbeitrag | Sonstiges
Plattenfund
von Tilman Schwarz

In Berlin-Mitte wurde, bisher unbemerkt von Kunst-Blog.com eine ...
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10.09.06 | Permalink | Kommentare (0)
Markus Wirthmann | Kritik
Mitreisende gesucht
Trans Time
Andreas Hofer
Galerie Guido W. Baudach, Berlin
8. September bis 21. Oktober 2006

Ein blaugrün graues Pappgebirge füllt scheinbar den sehr großen Saal der Galerie Guido W. Baudach, vormals Maschenmode und damals viel kleiner. Aber das ist schon lange her - mindestens genauso lange wie die besten Zeiten der Filme und Comics, deren zu Trash-Pop-Ikonen geronnene Nachbilder Andreas Hofer in seinen Ausstellungen verwurstet.
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07.09.06 | Permalink | Kommentare (0)
Gastbeitrag | Kritik
Gold fremder Wüsten
von Nina Hoffmann
Fotos: Vern Johnsen
Nineveh and its Remains
Sophie-Therese Trenka-Dalton
NBKstudio, Berlin
2. September - 15. Oktober 2006

Nie war der kleine Raum des NBK-Studios größer; gigantisch genug, um das Ishtartor zu beherbergen, Universalikone der mesopotamischen Kultur, das wichtigste Tor auf dem Weg nach Babylon. Der viel besungene Hurencharakter erhält von der Künstlerin Trenka-Dalton einen zeitgenössischen Sinn. Sie hat es wieder aufgebaut, rekonstruiert, symmetrisch herrschaftlich wie in all seinen Rekonstruktionen. Archäologen haben das Tor um die ganze Welt verschifft, es existiert kleiner und eventuell größer in allen möglichen Teilen der Welt. Einst war es die Legitimierung der britischen Deutungsherrschaft über das mesopotamische Kulturgut.
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07.09.06 | Permalink | Kommentare (0)
Redaktion | Sonstiges
Geht nicht gibt’s nicht ...
Die folgende E-Mail erreichte die Kunst-Blog-Redaktion um 15:31 Uhr:
Der Kunstsalon wird wie geplant in der arena stattfinden.
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Ausstellerinnen und Aussteller!
Etwas später als ursprünglich anvisiert, doch besser spät als gar nicht, kann ich Euch endlich davon in Kenntnis setzen, dass der III BERLINER KUNSTSALON wie geplant im MAGAZIN der arena-Berlin stattfinden wird.
Nachdem die arena, wie berichtet, versucht hatte, den Kunstsalon aufgrund hausgemachter Probleme kurzerhand abzusagen, zeigt sie sich nun hoch motiviert, den Pfad der Gerechten zu beschreiten.
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03.09.06 | Permalink | Kommentare (0)
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