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Redaktion | Alles

Eigenlob stinkt ...

... aber da Geruch im Internet noch nicht übertragen wird, schreckt die Redaktion vor der Veröffentlichung folgender E-Mail nicht zurück:

Dear Kunst-Blog-Team,
Prix Ars Electronica would like to invite you to participate with your project "Kunst-Blog.com" in its category Digital Communities. This category which met with great interest and participation during the last three editions, will be awarded again by Prix Ars Electronica in 2007.
Your project "Kunst-Blog.com" has been nominated by one member of our International Advisory Board and we would like to encourage you and your team to participate with your project in this year’s Prix Ars Electronica.

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28.02.07 | Permalink | Kommentare (0)

 

Esther Ernst | wo ich war

MÜLLER WOLFGANG

img_Mueller-1.jpg

 

MÜLLER WOLFGANG
Von Sylt nach Friesland und zurück
Kunstraum Sylt Quelle, Rantum/Sylt
+ drei originale Kupferstiche aus dem 16. und 17. Jahrhundert und ein blau leuchtendes Neon-Ideogramm sind Teil der Installation von Wolfgang Müller in der rundum verglasten Galerie der Sylter Quelle. Die Kupferstiche zeigen die Phantominsel Friesland, die 1558 in einer Buchveröffentlichung in Form eines Reiseberichts vorgestellt wurde. Über Jahrhunderte verbreiteten sich die Karten und die dazugehörigen Geschichten über Land und Menschen bis Wissenschaftler herausfanden, dass es diese Insel nie gegeben hat. Müller recherchierte und dokumentiert in seinem 2004 herausgegebenen Buch "Neue NordWelt" besagte Reiseberichte und andere Schriften als Nachdruck.
Was jetzt aber die drei Kupferstiche und das sich stetig drehende Neon-Ideogramm zur Qualität dieser mit Sicherheit unterhaltsamen Lektüre beitragen, ist mir einigermassen schleierhaft.

26.02.07 | Permalink | Kommentare (0)

 

Gastbeitrag | Kritik

Todesendprodukte

von Nina Hoffmann

Förderpreis Bildende Kunst der Schering Stiftung 2007 / Skulptur
Berlinische Galerie
19. Januar bis 9. April 2007

Gelangt man in die hinteren Räume der Berlinischen Galerie wendet der Blick sich automatisch nach links und der Mund klappt nach unten. Feuerstelle, liest man, nach dem ersten Staunen, auf dem Namensschild, von Jan Bünnig. Libido, Eros, Vulkan, Kristall, Wachstum und Schönheit. Sucht man Schönheit bei Wikipedia, wird einem das Unbehagen bei der frei herzigen Äußerung dieses Wortes sofort theoretisch bestätigt. „Seit der Moderne ist die Kategorie der Schönheit auch für die Kunst kritisch angefochten. (...) Alternative Ästhetiken wie das des Erhabenen, Hässlichen, Interessanten oder Authentischen ersetzen in der Kunst der Moderne zunehmend das Schöne, von dem man sich keinen Begriff mehr machen kann.“

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21.02.07 | Permalink | Kommentare (0)

 

Markus Wirthmann | Kritik

Sabinerinnen finden keine Gnade ...

Eve Sussman & The Rufus Corporation
The Rape of The Sabine Woman
Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin
noch bis zum 11. März 2007

... jedenfalls nicht bei Jerry Saltz, dem Autor von The Village Voice, New York. Dort, also in New York, wird der Film, der zur Zeit im Hamburger Bahnhof in Berlin gezeigt wird, während der Armory Show zu sehen sein.


Las Meninas in kinotaugliches Format gebracht

Eve Sussmans „89 Seconds at Alcazar“, „eine traumartige Wiederholung der Ereignisse, die zu Velázquez’ überragendem Meisterwerk Las Meninas führten“, nahm die Kunstwelt im Sturm, so Saltz, aber „The Rape ...“ der sich ebenfalls auf ein weltbekanntes Gemälde bezieht, sei „ein über alle Maßen über produzierter achtzig minütiger Mischmasch aus Ungeheuerlichkeiten, Klischees und Künstlichkeit“.

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16.02.07 | Permalink | Kommentare (0)

 

Markus Wirthmann | Alles

Emmet Williams

4. April 1925, Greenville, South Carolina bis 14. Februar 2007, Berlin


Emmet Williams, hier im November letzten Jahres bei der Verleihung des "Hannah Höch Preises" an seinen Freund Ira Schneider. Er selbst wurde mit dem Preis genau zehn Jahre zuvor geehrt.

Williams war Künstler, Dichter und, zusammen mit Joseph Beuys, George Maciunas, Nam June Paik, John Cage und anderen, Gründungsmitglied der Fluxus-Bewegung. In den letzten Jahren war er in Berlin mit einer ganzen Reihe von Ausstellungsbeteiligungen präsent, unter anderem im Rahmenprogramm der 4. Berlin Biennale. Williams wurde in Greenville, South Carolina geboren, verbrachte aber den größten Teil seines Lebens in Europa und lebte in den letzen Jahren in Berlin wo er in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag starb.

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15.02.07 | Permalink | Kommentare (0)

 

Christoph Bannat | Kritik

Verfeinerte Planspiele im BDI

Thomas Ravens
Zentrale 17
Haus der Deutschen Wirtschaft - Kunstfenster, Berlin
14.02.2007 bis 31.11.2007

„Eine Mauer kann etwas Schönes sein, diese müsste nur 5 Zentimeter höher“, so Joseph Beuys beim Anblick der Berliner Mauer. Mit diesem Spruch kennzeichnete er die Nahtstellen zwischen Politik, Architektur und Ästhetik. Einen anderen Vorschlag zur Architektur machte Wenzel Hablik, Mitglied der „Gläsernen Kette“, in den 10er Jahren des letzten Jahrhunderts: 10 Millionen Männer nur 1 Jahr Kriegsdienst, warum nicht 10 Mill. Jahre „Krieg Arbeit positiver Art"? Arbeiten an neuen Bauproblemen.

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14.02.07 | Permalink | Kommentare (0)

 

Christoph Bannat | Kritik

Beste Comics 2006, Chris Ware und Bardin von Max

Chris Ware ist der größte Comiczeichner des letzten Jahrzehnts. Nach der Erfindung des Autorencomics durch Robert Crumb und dessen politische Dimensionierung durch Art Spiegelmann, ist er der wichtigste Comiczeichner und Erneuerer des Autorencomics und ein fantastischer Stilist. Im Comic geht es um Typisierungen. Diese zu verlebendigen, was einem Paradoxon gleichkommt, ist die große Kunst.

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13.02.07 | Permalink | Kommentare (0)

 

Martin Conrath | Kritik

Die Macht des Dinglichen – Skulptur heute?

In den Rangeleien um die ersten Plätze im Ausstellungsgeschäft kommen Plastik und Skulptur häufig nicht mehr in die Endrunden, Kontextuelles überwiegt. Wenn also der Fließbandarbeit des Prozesshaften und der darin kategorischen Prospektive des Unfertigen ein wenig Sand ins Getriebe käme, sollte das zumindest interessant sein.

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12.02.07 | Permalink | Kommentare (0)

 

Christina Zück | Essay

Tintoretto

Museo Nacional del Prado, Madrid
30. Januar - 13. Mai 2007

Beim ersten Anschauen finde ich Tintorettos Malerei grässlich. Die stürzenden und verrenkten Körperwülste, die überdrehten Bewegungen, die schematischen Gesichter, die Heiligenscheine, all das verteilt auf Flächen von manchmal bis zu 20 Quadratmetern, hauen mich um. Ich bin in einem übermüdeten Zustand und schleppe mich von Sitzgelegenheit zu Sitzgelegenheit. Wie liest man ein Bild? Indem ich Quadratzentimeter für Quadratzentimeter mit dem Auge abtaste und mir innerlich sage: hier ist ein kleiner grüner Vogel, dort ein Fuß, wie ist der gemalt? Unter dem Fuß wachsen Wurzeln im Schlamm zum Wasser hin. Das da soll Alkmene sein, es steht auf dem Text neben dem Bild an der Wand, wer war das nochmal? Strahlen spritzen aus ihren Brüsten. Ein kleiner Körper wird von oben an sie angedockt, ein Säugling. Aha, die Milchstraße. Warum habe ich solche Vorurteile diesen Schinken gegenüber? Was ist das für ein Wissen, ich meine innere Bewegung, ich meine vielleicht Pleasure, das einem zeitgenössischen Museumstouristen nach einer Stunde Schlange Stehen übermittelt werden kann, abgesehen vom Raten und Wiedererkennen der Geschichten aus dem Fundus der altgriechischen oder christlichen Mythologie?

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09.02.07 | Permalink | Kommentare (0)

 

Christoph Bannat | Interview

Dieter Roth-CD

Herausgegeben von Wolfgang Müller/Barbara Schäfer


Wolfgang Müller ist ein bunter Hund, eine Promenadenmischung, ein Bastard. Kein Alpha-Männchen und keiner der im Rudel läuft. Ein Fährtengänger - nicht einsam, aber auch keiner festen Gruppierung zuzuordnen. Kein Beißer aber ein Kläffer der sich lauthals wehrt. Einer der den Schwanz nicht einzieht und klein beigibt, egal gegen wen. O.K., Tiervergleiche sind immer peinlich, aber reizvoll. Wolfgang Müller ist natürlich ein Mensch; einer der zwischen den unterschiedlichsten Medien und künstlerischen Taktiken switcht, der schreibt, musiziert und malt oder skulptural arbeitet wenn es der "Sache" dient. Die "Sache" ist jetzt eine CD mit eingespielten Dieter Roth-Gedichten.

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09.02.07 | Permalink | Kommentare (0)

 

Max Glauner | Essay

Palimpsest 0701 - 03 KunstReligion Teil 2

Reliquienverehrung, Kunstbetrachtung und die Entrückungen des
Künstlerheroen

Kulturhistorisch betrachtet, lässt sich die Perspektive einnehmen, nach der das Heilige, wie es sich in Holzstückchen und Dornenkrone Ludwig IX. manifestierte (siehe Palimpsest 0701 02), nicht vergangen ist, sondern als Verschobenes, Verborgenes, Verdrängtes und Vergessenes gegenwärtig bleibt. Im Feld der Kunst zumal: In der Aura des Kunstwerks fände sich jene spirituelle Erfahrung des Religiösen, in der das Transzendente im Immanenten, das Immanente in seiner Transzendenz erfahren wird.

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08.02.07 | Permalink | Kommentare (0)

 

Christoph Bannat | Bücher

David Hockney - zur Documenta!

David Hockney
Geheimes Wissen
Broschiert, 328 Seiten
Knesebeck Verlag
ISBN: 3896604058

Dies Buch ist ein großartiger Kunstkrimi. Mit detektivischer Akribie und handwerklichem Geschick recherchiert David Hockney Verdachtsmomente für eine lang zurückliegende Wirklichkeit. Das ausgerechnet der genial duftige Maler David Hockney, den in den letzten Jahren zuviel amerikanische Sonne in die Nähe Weltentrückter Harmlosigkeit gebracht zu haben schien, so ein scharfsinniges Buch macht ist um so erstaunlicher. David Hockney zeigt sich hier als Kritiker, Aufklärer und bekennender Rechercheur und es ist eine Freude ihn so zu erleben.

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06.02.07 | Permalink | Kommentare (1)

 

Max Glauner | Essay

Palimpsest 0701 - 02 KunstReligion Teil 1

Das Verhältnis von bildender Kunst und Religion ist im gegenwärtigen Kunstbetrieb keineswegs geklärt

Auf seiner zweiten Betteltour an die Fürstenhäuser Italiens und Frankreichs hatte Balduin II, Kaiser von Byzanz, ein paar ganz besondere Stücke im Gepäck: Teile des heiligen Kreuzes, die Spitze der Lanze des Longinus, sowie die Dornenkrone des Erlösers. Zur Finanzierung seines maroden Staatshaushaltes veräußerte er die Reliquien an Ludwig IX., den Heiligen, von Frankreich. Dieser ließ den kostbaren Artefakten ein besonderes Schatzhaus bauen, geweiht 1248: Die Sainte-Chapelle in Paris.

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05.02.07 | Permalink | Kommentare (0)

 

Christoph Bannat | Kritik

Characters. Yoshitomo nara und andere


Yoshitomo + graf c/o Zink

Michal Majerus hat Super Mario, Andre Butzer die Kulleraugen (seine einzige Erfindung) in den Kunstbetrieb eingeführt. Und auch Inka Essenhigh, Takashi Murakami, oder Yoshimoto Nara arbeiten, auf unterschiedliche Weisen, am Phänomen der „characters“. Hier werden 2 Touren empfohlen um diesem Phänomen näher zu kommen.

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04.02.07 | Permalink | Kommentare (0)

 

Markus Wirthmann | Kritik

Digital auf Kuschelkurs ...

... mit analog

Transmediale.07 Ausstellung
Akademie der Künste, Hansaviertel, Berlin
31. Januar bis 4. Februar 2007

Christoph Korn, Antoine Schmitt, Roman Kirschner, David Rokeby, Taylor Deupree & Richard Chartier, Herwig Weiser, Kurt d’Haeseleer, Herman Asselberghs, Herwig Turk & Günter Stöger, Moon Na, Aram Bartholl


Death Before Disko, Herwig Weiser
Spacige Inszenierung einer Macho-HiFi-Anlage

Die Ausstellung der Transmediale.07 ist duster. Und zwar buchsäblich: die Beleuchtung ist auf ein Mindestmaß reduziert, damit die schönen Lichteffekte, die Projektionen, das geheimnisvolle Glimmen oder pulsierend Energetisches zur Geltung kommen. Einige wenige Exponate haben darunter zu leiden, aber die tageslichtauglichen Kunstwerke sind ja sowieso die Ausnahme. Und damit hat sich´s auch schon mit den Alleinstellungsmerkmalen der Digi-Show.

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04.02.07 | Permalink | Kommentare (0)

 

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