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Markus Wirthmann | Kritik
Links, rechtsgestrickt
Josephine Meckseper
Kunstmuseum Stuttgart
14. Juli – 28. Oktober 2007

„Ich bin eher links“, so lautet das politische Selbstbekenntnis der Josephine Meckseper, das man sich im Originalton als Teil einer museumspädagogischen Hörspiel-Inszenierung per Audio-Guide reinziehen kann. Das Audio-Doku-Drama ist produziert von „Crumpled Paper“, dem “Klub für Jugendliche und junge Erwachsene, die sich intensiv mit Kunst, Architektur und Design beschäftigen wollen“. Im Kunstunterricht der Mittelstufe ist diese didaktische Handreichung bestimmt von großem Nutzen, der gemeine Ausstellungsbesucher sollte sich allerdings vor dieser Indoktrination hüten denn sie lässt keine Fragen offen und erklärt die Ausstellung, deren Interpretationsspielraum ohnehin schon sehr eng ist, ohne wenn und aber zu Ende.
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27.08.07 | Permalink | Kommentare (1)
Gastbeitrag | Sonstiges
Universelle Obsession und “totale Wahrhaftigkeit”
Andreas Höll
Gespräch mit Jan Hoet über die Arbeiten von Karl Hans (Joachim) Janke
(aus Anlass der Ausstellung Y.E.L.L.O.W. – Tentoonstelling over Actuele Kunst en Psychiatrie, Geel 2001)
Andreas Höll: Gestern wurde die Ausstellung »Yellow« eröffnet. Warum haben Sie sich entschieden, Arbeiten von Karl Hans (Joachim) Janke in Ihrer Ausstellung zu zeigen?
Jan Hoet: Das war total zufällig. Eines Tages kam der ostdeutsche Kurator Peter Lang zu mir. Er bat mich um eine Arbeit von Panamarenko, die er den Werken eines psychisch kranken Künstlers gegenüberstellen wollte. Ich erzählte ihm, dass ich mich auch mit diesem Thema beschäftige. Ich wollte eine Ausstellung mit Arbeiten von Patienten und Werken von Panamarenko zusammenstellen. Die Ausstellung sollte in Geel sein, wo ich mit psychiatrischen Patienten aufgewachsen bin. Ich wollte einen Dialog zwischen psychiatrischer Patienten-Kunst und autonomer Kunst machen.
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25.08.07 | Permalink | Kommentare (0)
Christoph Bannat | Kritik
Zeichnung als Standbein in der Wirklichkeit

Ausstellung "Janke vs. Wernher von Braun" in Peenemünde
Bleistift und Skizzenblock sind schnell, Raum und Zeit sparend, eingepackt und Linien schnell aufs Papier geworfen. Die Zeichnung ist immer noch das einfachste und direkteste Medium, deshalb aber nicht weniger komplex. Während der Zeichner seiner körperlichen Verfassung unterworfen ist, muss er ein Verhältnis zwischen Detail und angestrebten Gesamtwerk herstellen,
Karl Hans Jahnke, Matthias Beckmann und das www.meltonpriorinstitut.org zeigen die Möglichkeiten von Zeichnungen -mit Kunst aber hat das zunächst einmal nichts zu tun.
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22.08.07 | Permalink | Kommentare (1)
Gastbeitrag | Kritik
All the world’s a stage
von Petra Reichensperger
Jessica Stockholder
Corner Space
Galerie Thomas Schulte, Berlin
8. Juli - 1. Sep., 2007

“All the world’s a stage", schrieb Shakespeare um 1600. Seitdem hat die Differenzierung der Welt und der Kunst als Bühne zugenommen. Worin liegt das Versprechen einer künstlerischen Aufführung? Jessica Stockholder spielt in ihren raumgreifenden Arbeiten mit dem Versprechen etwas Außerordentliches zu erzählen. Denn ihre präzisen Setzungen im Ausstellungsraum der Galerie Schulte und ihre unkonventionellen Materialkombinationen reflektieren die umgebende Welt und die Brüchigkeit des menschlichen Daseins. Haushaltsgegenstände, Farbige Stoffe erinnern an verlassene Bühnenbilder: eine farbenreiche Anordnung von Ready-Mades, die erzählerische Momente in sich bergen.
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17.08.07 | Permalink | Kommentare (0)
Markus Wirthmann | Sonstiges
Heavy Name Dropping
"Die Rock-Ikone Marilyn Manson zeigt eine seiner großformatigen Aquarellarbeiten „Hitler Takes a Nap“, 2000, 76 x 56 cm bei AA Galleries/Berlin. Im Metal-Style des Gesamtkunstwerks „Marilyn Manson“ verkörpert sich das gleichzeitige Vorhandensein von Gut und Böse. Die lebendige „Metapher“ passt zu den ARTISTS ANONYMOUS. Sie haben das Glück zu den ersten in Deutschland zu gehören, bei denen Marilyn Manson seine Aquarellmalerei zeigt. Ob der Musiker und Maler zur Eröffnung anwesend sein wird? Angefragt wurde er."
Weitere künstlernde Musik-Ikonen: Amanda Lear, Wolfgang Niedecken, Udo Lindenberg.
Und Neill Young besitzt eine Modelleisenbahnfabrik.
Die Eröffnung der Ausstellung mit Marilyn Manson ist übrigens am 29. September. Ob Kunst-Blog.com die in den Eröffnungskalender aufnimmt? Angefragt wurden wir.
17.08.07 | Permalink | Kommentare (0)
Christoph Bannat | Kritik
Piranesi für Webdesigner

Giovanni Battista Piranesi für Webdesigner.
Eigentlich ist über den 1720 in Venedig geboren und 1778 in Rom gestorbenen Kupferstecher schon alles gesagt worden, und doch ist er immer wieder neu zu entdecken- das eben macht einen Klassiker aus.
3. August - 11. November 2007
Kulturforum PotsdamerPlatz, Kupferstichkabinett
Piranesi. Vedute di Roma - Ansichten von Rom
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13.08.07 | Permalink | Kommentare (0)
Gastbeitrag | Kritik
Marsha Ginsberg
von Petra Reichensperger
Pavlov’s Lab and Other Rooms
magnus müller, Berlin
Bis 15.09.2007
Der schöne Schein ist ihre Sache nicht. Die in New York lebende Marsha Ginsberg hat für ihre erste Ausstellung in der Galerie Magnus Müller den gelebten und verlebten Raum ins Zentrum gerückt. Ihre Fotografien zeigen verwaiste Interieurs, verlorene Träume, verlassene Räume. Die Innenräume – fotografisch festgehalten oder real präsentiert – stehen von Anfang an unter dem Zeichen des Temporären, des Prozessualen, des Spiels.
Es sind Räume, in denen das Leben Spuren hinterlassen hat. Räume, die gerade dadurch lebendig wirken.
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13.08.07 | Permalink | Kommentare (0)
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