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Christoph Bannat | Kritik
Alice Neel - Pictures of People
Alice Neel - Pictures of People
Galerie Aurel Scheibler
Noch bis 3. November
Filmdokumentation über Alice Neel bis 10.10. Kino Hackesche Höfe.

Martin Jay, 1932
Welcher Künstler ist heute noch „außer sich“? Außer sich meint hier nicht das expressive Künstler-Tier Phänomen wie wir es bei Elke Krystufek oder Jonathan Meese beobachten können. Außer sich, meint hier das Vertiefen des Künstler-Ichs, mit der Gefahr sich dabei zu verlieren, in ein Du. Und hier ist nicht jenes Verschwinden in der Landschaft wie wir es bei Cezanne beobachten können oder bei Monet, der ganz „zum Auge“ wurde, gemeint.
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30.09.07 | Permalink | Kommentare (0)
Adib Fricke | Kritik
Ceal Floyers Preisträgerarbeit im Hamburger Bahnhof zerstört

Ceal Floyer, Scale, 2007, Klanginstallation/Skulptur, 24 Lautsprecher, Computer, 12 Stereo-Amplifier
Es muss wohl heute abend irgendwann zwischen 21 und 21.30 Uhr während der Eröffnung der Roman Signer-Ausstellung im Hamburger Bahnhof passiert sein: Die Arbeit Scale von Ceal Floyer, mit der sie den Preis der Nationalgalerie für junge Kunst gewann, wurde zerstört. Die große Schiebetür zum Ausstellungsraum in einer der Rieck-Hallen wurde »bis auf weiteres« verschlossen. Nur ein kleiner Spalt blieb offen, durch den gerade noch das Objektiv der Taschenkamera passte. Die Museumsaufpasser wollten oder konnten keine Detailinformationen geben. Versuchte etwa ein Besucher oder eine Besucherin die Stufen des Kunstwerks hinaufzugehen? War es der Racheakt eines zu kurz gekommenen Künstlers? Ertrug jemand nicht die »minimalistische Pointiertheit ..., die zumeist in hochkomplexe Sachverhalte umschlägt«?
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29.09.07 | Permalink | Kommentare (1)
Christoph Bannat | Bücher
Soviel Zeit muss sein.

David B. in Plaque o2.
Demgegenüber (gemeint sind die legitimen , die von der Schule zugewiesenen Künste.) reizen >>mittlere Künste<< wie Film und Jazz oder stärker noch wie Comic, Sience- fiction und Kriminalromane vorrangig jene zum Investieren, denen die Umwandlung ihres kulturellen Kapitals in schulisches nicht gänzlich gelungen ist, daneben solche, die die legitime Kultur nicht auf legitime Weise erworben haben, d.h. nicht von frühauf mit ihr vertraut wurden, und nun zu ihr eine objektiv und/ oder subjektiv unglückliche Beziehung haben. Pierre Bourdieu, „Die feinen Unterschiede“ 1979.
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26.09.07 | Permalink | Kommentare (0)
Christina Zück | Sonstiges
Ciao Documenta

Kassel, damals
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22.09.07 | Permalink | Kommentare (0)
Michael Reuter | Kritik
Stuhl, Stulle und stundenlang Zeit
Stan Douglas. Past Imperfect
Werke 1986 – 2007
Württembergischer Kunstverein und Staatsgalerie Stuttgart
15. September 2007 – 06. Januar 2008

Stan Douglas, Journey into Fear, 2001, Filminstallation/Film installation, Still, © Stan Douglas, Pressefoto Württembergischer Kunstverein
Klar kann man jetzt dicke Backen machen und den intellektuellen Prügel rausholen. Aber die Werke des 1960 in Vancouver geborenen Stan Douglas funktionieren, jenseits von allem lexikalischen Wissen, auch auf der emotionalen und ästhetischen Ebene sehr gut. Seine Filme sind perfekt inszeniert und entwickeln trotz ihrer ungewöhnlichen Form einen spannungsreichen Sog, dem man gerne länger folgen würde – gäbe es in den riesigen Dunkelkammern des Württembergischen Kunstvereins und der Staatsgalerie Stuttgart nur angemessene Sitzgelegenheiten.
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21.09.07 | Permalink | Kommentare (0)
Gastbeitrag | Sonstiges
TESLA in Not
Für alle, die Tesla noch nicht richtig kennen: »tesla ist berlins labor für mediale künste, für die erkundung der beziehung zwischen kunst und wissenschaft, alten und neuen, analogen und digitalen medien, für offene und prozess-orientierte künstlerische und technologische forschung, für den dialog mit aktuellen formen künstlerischer praxis, für die entwicklung von kooperationen und netzwerken«
Weil die Kulturprojekte Berlin GmbH den Vertrag mit dem medien > kunst < labor tesla nicht verlängert, verliert TESLA zum Ende 2007 seine jetzigen Räumlichkeiten und die regelmäßigen Fördermittel. Tesla Berlin ruft dazu auf, der drohenden Schließung zu widersprechen. Kunst-Blog dokumentiert den Aufruf, dem sich hiermit gerne jede/jeder persönlich anschließen kann, und die vorangegangenen Pressemitteilungen des Landes Berlin und des »Rat für die Künste Berlin«.
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18.09.07 | Permalink | Kommentare (0)
Michael Reuter | Bücher
Francis Bacon und die quantenphysikalische Ursachenlosigkeit
Francis Bacon
Die Gewalt des Faktischen
Katalog zu der gleichnamigen Ausstellung, die vom 16.09. bis 07.01.2007 in der K 20 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf stattfand. Hrsg. von Armin Zweite in Zusammenarbeit mit Maria Müller mit Texten von Peter Bürger, Martin Harrison, Armin Zweite und Daria Kolacka. Hirmer Verlag, München, 2006, ISBN-13: 978-3-7774-3235-9, 224 Seiten mit 110 farb. Abb., gebunden, Format 23x30 cm, 34,50 EUR
Was für ein Katalog! 360 Fußnoten, davon allein über Hundert in den sieben Anmerkungen von Armin Zweite über Bacons ästhetische Vorstellungen. Wir lesen: »Hier sind, über das Ästhetische hinausgehend, schöpferisch-evolutionsbiologische, quantenphysikalische Ursachenlosigkeit und Instabilität dynamischer Systeme von Gewicht ...«. Grundgütiger! 160 Seiten Text stehen 90 Seiten mit Gemälden gegenüber, wobei im Bildteil noch ausführliche Kommentare Platz finden, die ihrerseits über 100 Fußnoten nach sich ziehen. Hier wird wirklich alles unter dem kalten Licht der Kunstgeschichte seziert, gewichtet und ausgeweidet. Kein Krümel des Atelierbodens, der nicht einer ausführlichen Untersuchung unterzogen wurde, keine farbbefleckte Fotoecke, die nicht halbseitige Erläuterungen nach sich zieht. Ein kunst-, kultur- und philosopiegeschichtlicher Bombenteppich, der seinen Titel zu recht trägt: Die Gewalt des Faktischen.
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18.09.07 | Permalink | Kommentare (0)
Martin Conrath | Kritik
Der Glaube an die Kunst
"Vergessen wir nicht, dass es einen unaufgebbaren Zusammenhang zwischen Kultur und Kult gibt. Dort, wo die Kultur vom Kultus, von der Gottesverehrung abgekoppelt wird, erstarrt der Kult im Ritualismus und die Kultur entartet. Sie verliert ihre Mitte." Joachim Kardinal Meisner, 14.09.2007
Dass er von zeitgenössischer Kunst nichts versteht, hat Herr Meisner – von Beruf Gläubiger – schon häufig kund getan.
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15.09.07 | Permalink | Kommentare (2)
Michael Reuter | Bücher
Pop-Lesebuch
ELEND
hrsg. von Frauke Boggasch und Dominik Sittig
Zur Frage der Relevanz von Pop in Kunst, Leben und öffentlichen Badeanstalten,
Verlag für moderne Kunst Nürnberg, Nürnberg 2006, ISBN 978-3-936711-97-4, 361 Seiten mit zahlreichen Abb., kartoniert, Format 22 x 15 cm, 28,- EUR
Was ist Pop? Keine Frage, mit dem stylisch aufgemachten Buch soll der Leser ein Stück Zeitgeist in den Händen halten. Nebst diversen Newcomern steuerten auch angesagte Künstler wie Jonathan Meese oder Daniel Richter exklusive Beiträge in Form von farbigen Insertseiten bei; Musiker, Schriftsteller, Journalisten und Theoretiker versuchen, dem Begriff Pop im neuen Jahrtausend näher zu kommen.
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15.09.07 | Permalink | Kommentare (0)
Christoph Bannat | Interview
Elmgreen und Dragset in der Oper

Die Staatsoper unter den Linden hat es geschafft sich in Berlin gut zu verlinken, bei drei Opernhäusern eine überlebenswichtige Notwendigkeit. Im Schaulager traten Jonathan Meese, John Bock und Gregor Schneider auf. Im Haupthaus ist eine Arbeit von Olafur Eliasson in der Phaedra-Aufführung zur Musik von Hans Werner Henze zu sehen. Elmgreen und Dragset hatten bereits in der letzten Saison in Pascal Dusapins „Faust, The Last Night“ ihren Auftritt.
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14.09.07 | Permalink | Kommentare (0)
Markus Wirthmann | Sonstiges
Rückzugsgefecht
Es ist zwar schon einige Tage her, dass das Interview mit Roger M. in der Hannoverschen Allgemeinen erschien aber verdammt lustig ist es immer noch. Da gibt es so wunderbare Stellen wie: "Es gibt bei jeder documenta diese Empörung. ... Was da aus unterschiedlichen Lagern kommt, ist wie bei einem Rülpswettbewerb." oder "Ich sehe das fast medizinisch: Die Ressentiments, die die Leute haben, müssen heraus. Danach haben sie wieder einen klareren Blick. In diesem Sinne ist documenta auch ein großer Hygieneakt." und "Ich ziehe im Moment noch so eine Kommentarebene ein, schreibe Texte, in denen ich etwas über Zusammenhänge erzähle, und pinne sie an Wände." Aha, die gute alte Wandzeitung. Leider dauert die Dokumenta nur noch ein paar Tage und allzuviele Besucher werden wohl nicht mehr in den Genuss der Bürgelschen Pinnwände kommen. Aber egal, der Besucherrekord ist gebrochen und die nächste documenta ist sowieso immer die beste.
Ach, da hab´ ich noch einen bevor weitergelesen wird: "Dilettantismus, gewollter Dilettantismus aber ist natürlich die Avantgardestrategie schlechthin. Das müsste eigentlich bekannt sein. Mit unserer Inszenierung setzen wir uns dezidiert von der korporatistischen Geschlecktheit im zeitgenössischen Ausstellungswesen ab." Der iss gut, oder?
14.09.07 | Permalink | Kommentare (0)
Markus Wirthmann | Sonstiges
Für viele ist es die östlichste ...
Kunstmesse der Welt. Für die meisten ist sie mitten drin.
sh contemporary
vom 6. bis zum 9. September 2007
Shanghai Exhibition Center, Volksrepublik China
Ein Rundgang durch´s Gebäude

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10.09.07 | Permalink | Kommentare (0)
Martin Conrath | Kritik
Die Gelegenheit als Bild#1

05.09.07 | Permalink | Kommentare (0)
Michael Reuter | Bücher
Leben? Oder Theater?
Charlotte Salomon
Leben? Oder Theater?
Katalog zur gleichnamigen Ausstellung im Städel, Städelsches Kunstinstitut und Städtische Galerie, Frankfurt/Main, 18.06–22.08.2004 und zur aktuellen Ausstellung im Jüdischen Museum Berlin
Hg. von Edward van Voolen. Mit Beiträgen von u.a. Sabine Schulz und Ad Petersen. Prestel Verlag, München, 2004, ISBN 3791339125, 432 Seiten, 835 farbige Abbildungen, 25 s/w-Abbildungen, 22,8 x 18 x 3 cm, Broschur 24,95 EUR (gebundene Ausgabe 59,- EUR, ISBN 3791331663)
Die Sammlung von 1.325 Gouachen und Transparentblättern mit Text der 1917 in Berlin geborenen Charlotte Salomon, ist »eines der wichtigsten und künstlerisch bedeutendsten Zeugnisse jüdischen Lebens angesichts des Holocaust«. Die Werke entstanden in einer kreativen Explosion und unter starkem psychischen Druck zwischen 1940 und 1942 im Exil in Südfrankreich. Charlotte lebte dort bei ihren Großeltern, wurde aber, vermutlich aufgrund einer Denunziation, im Herbst 1942 verhaftet. Im Oktober 1943 wurde sie, 26 Jahre alt, in Auschwitz ermordet.
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01.09.07 | Permalink | Kommentare (0)
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