Markus Wirthmann | Sonstiges

Rückzugsgefecht

Es ist zwar schon einige Tage her, dass das Interview mit Roger M. in der Hannoverschen Allgemeinen erschien aber verdammt lustig ist es immer noch. Da gibt es so wunderbare Stellen wie: "Es gibt bei jeder documenta diese Empörung. ... Was da aus unterschiedlichen Lagern kommt, ist wie bei einem Rülpswettbewerb." oder "Ich sehe das fast medizinisch: Die Ressentiments, die die Leute haben, müssen heraus. Danach haben sie wieder einen klareren Blick. In diesem Sinne ist documenta auch ein großer Hygieneakt." und "Ich ziehe im Moment noch so eine Kommentarebene ein, schreibe Texte, in denen ich etwas über Zusammenhänge erzähle, und pinne sie an Wände." Aha, die gute alte Wandzeitung. Leider dauert die Dokumenta nur noch ein paar Tage und allzuviele Besucher werden wohl nicht mehr in den Genuss der Bürgelschen Pinnwände kommen. Aber egal, der Besucherrekord ist gebrochen und die nächste documenta ist sowieso immer die beste.

Ach, da hab´ ich noch einen bevor weitergelesen wird: "Dilettantismus, gewollter Dilettantismus aber ist natürlich die Avantgardestrategie schlechthin. Das müsste eigentlich bekannt sein. Mit unserer Inszenierung setzen wir uns dezidiert von der korporatistischen Geschlecktheit im zeitgenössischen Ausstellungswesen ab." Der iss gut, oder?

Markus Wirthmann, 14.09.07 | Mehr von dieser Autorin/diesem Autor

 

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