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Gastbeitrag | Bücher

Montage Bubbles

Susanne Weirich über

NORMALNULL
viewing room · SICHTUNGSRAUM
Ein Künstlerbuch in Erweiterung des Recherche- und Veranstaltungsraumes zur gleichnamigen Ausstellung
Organisiert, kuratiert, herausgegeben von Sibylle Hofter und Sven Eggers,
gefördert vom Hauptstadtkulturfonds, dtsch./engl.
Edition Schwimmer, Berlin 2007
ISBN 978-3-00-022828-5

Auf dem Cover hängt ein schmutziger Robert Gober-Fuß von der Brückenwölbung herab, darunter Spreekanalwasser. Auf Seite 31 ein Foto eines ebenfalls barfüssigen Mannes – Brian Catling, der eine mit Wasser gefüllte Glasschüssel auf dem Schoß hält und damit meditierend in der Ringbahn fährt. Orbitalperformance nennt sich das. Er dreht sich, während ein anderer mit einer identischen Schüssel im Drehrestaurant des Fernsehturms am Alexanderplatz sitzt. Normallnull dreht sich aber mitnichten um sich selbst. Es ist ein Künstlerbuch in Erweiterung der Ausstellung in und auf den Gewässern Berlins, die 2006 von Sibylle Hofter und Sven Eggers kuratiert wurde.

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26.11.07 | Permalink | Kommentare (0)

 

Christoph Bannat | Bücher

Blalla W. Hallmann - Interview mit Matthias Reichelt

Die Sprache verschlagen. Die Bildgewalt des Blalla W. Hallmann
Herausgeber: Matthias Reichelt
Hardcover- Verlag für Moderne Kunst Nürnberg
ISBN: 978-3-939711-91-2
EUR 35,00


Blalla W.Hallmann, Ausschnitt, Titel: Der Bad Ausschwitzer Kinderchor singt wieder zur deutschen Weihnacht am Denkmal zur teu(t)schen Eintracht in Originalkostümen. 1993, Acryl auf Leinwand 80 x 100 cm

Dieser unheilige und antireligiöse Zorn ist selten geworden. Auch deshalb ist die Monografie über den Künstler Blalla W. Hallmann mehr als nur eine Dokumentation. In Zeiten, in denen Religion wieder verstärkt politisch instrumentalisiert wird, bekommt auch dieser, der Aufklärung verpflichtete Zorn eine neue Bedeutung. Dabei bedient sich Blalla W. Hallmann (1941–1997) in seinen Bildern durchaus einer mittelalterlich-christlich anmutenden Ikonografie.

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25.11.07 | Permalink | Kommentare (0)

 

Christoph Bannat | Bücher

Wöchentlich aus Tokyo

Moresukine von Dirk Schwieger
160 Seiten, schwarzweiß, 21 x 13 cm, Softcover
ISBN 978-3-938511-43-5


Hara Museum- Tokyo, aus Moresukine von Dirk Schwieger

Es gibt sie an jeder Kunsthochschule - Comiczeichner. Sie sind nie bei den Meinungsführern zu finden und lassen das Hochschulgeschehen meist an sich vorüberziehen. Später findet man dann in ihren Erzählungen oft wie aufmerksam sie diese Zeit wahrgenommen haben. Dirk Schwieger war auch so einer. Er studierte an der UdK Berlin, stellte regelmäßig seine Arbeiten in den unterschiedlichsten Zusammenhängen aus und verlegte parallel seine Hefte im Eigenverlag. Mit Moreskuine ist ihm jetzt ein Hit gelungen.

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23.11.07 | Permalink | Kommentare (0)

 

Christoph Bannat | Interview

Kunsthalle Berlin-Lichtenberg

In letzter Zeit sind in Berlin mehrere temporäre Rederäume entstanden, die sich auf den gemeinsamen Nenner von Kunst berufen. Manche, wie die Crosskick-Veranstaltung oder Rafael Horzon, nennen sich Akademie und schreiben sogar Seminarscheine. Der United Nation Plaza, ist so ein Raum und um das Haus Ungar, als ein solcher Raum, wird gerade gekämpft. Auch die Kunsthalle Berlin-Lichtenberg, kann als ein solcher verstanden werden.

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20.11.07 | Permalink | Kommentare (1)

 

Michael Reuter | Kritik

Abenteuer Sammlung – Work in Progress

Konzentriert! Kunst von 1350 bis heute
Staatsgalerie Stuttgart
17. November 2007 bis 17. November 2008


Raum 32, © Staatsgalerie Stuttgart/Gerhard Ziller 2007

Sean Rainbird, seit Ende 2006 neuer Direktor der Stuttgarter Staatsgalerie, traten jedes Mal die Tränen in die Augen, wenn er auf die Schätze blickte, die wegen der Renovierungsmaßnahmen der Öffentlichkeit seit Jahren nicht zugänglich waren. So macht man nun in Stuttgart aus der Not eine Tugend und versucht sich in der Neuen Staatsgalerie an einer Neuhängung von Teilen der Sammlungsbeständen aus der Zeit vor 1900. Der postmoderne Bau des englischen Architekten James Stirling wird so für ein Jahr zur Heimat handverlesener Exponate, bevor die Alte Staatsgalerie Ende 2008 wiedereröffnet wird. 15 Räume stehen für 800 Jahre Kunstgeschichte zur Verfügung, eine Herausforderung, die nur die Präsentation eines Konzentrats der Bestände erlaubt, die quinta essentia der Staatsgalerie.

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18.11.07 | Permalink | Kommentare (0)

 

Gastbeitrag | Kritik

Der Celeste-Kunstpreis ...

von Bence Fritzsche

... hat in England und Italien bislang überdauert, wohl wahr. Jedoch ist er auch in diesen Ländern völlig bedeutungslos. Das wird er in Deutschland erst recht, falls sich überhaupt 300 - 400 Künstlerinnen und Künstler freiwillig dazu bereit erklären, einen satten Betrag von 60 Euro (!) dafür zu blechen, an einem höchst dubiosen Kunstpreis dieser Sorte teilzunehmen, für den sie selbst das Preisgeld aufbringen. Man darf gespannt sein, was passiert, wenn sich nur etwa 100 Künstler finden sollten. Zahlt Mr. Music dann die fehlenden 14.000 Euro aus eigener Tasche ???

Bei "Celeste" und Mr. Music geht weiter alles drunter und drüber. Erst ne Jury von 2 Mann (!), dann flüchten die Beiden, nachdem sie erkannt haben, auf was für ein merkwürdiges Spiel mit den Nöten der Künstler sie sich eingelassen haben.

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09.11.07 | Permalink | Kommentare (6)

 

Esther Ernst | wo ich war

SHOWCASE BEAT LE MOT - SIGNER ROMAN - MEYER NANNE - SLOTAWA FLORIAN - GOBER ROBERT

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SHOWCASE BEAT LE MOT
Der Räuber Hotzenplotz
Theater an der Parkaue, Berlin
+ Kindertheater ist normalerweise der potenzierte Debilitätswahnsinn von Theater und deshalb unerträglich. Die vier Jungs von Showcase beweisen das Gegenteil und bestreiten einen tollen und unterhaltsamen zweistündigen Sonntagvormittag. Sie erzählen die Geschichte des Räuber Hotzenplotz unaufgeregt, ohne Pathos, dafür aber mit viel Humor und ohne den für-Kinder-muss-man-extra-übertreiben-Effekt. Sie tragen lustig gebaute Holzkostüme und agieren in einem multifunktionalen Bühnenraum aus ein paar Holzmodulen. In der Pause gibt’s Hot-Dog vom Kasperle persönlich und dann wird wieder weiter gesungen, gezaubert und erzählt. Den Kindern gefällt’s obwohl sich Showcase nicht besonders viel Mühe gibt, ihnen zu gefallen und das ist wahrscheinlich auch der Trick daran. Ihnen macht es Spass und das war angenehm ansteckend.

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09.11.07 | Permalink | Kommentare (0)

 

Gastbeitrag | Essay

Fun-de-siècle: Die Nuller

von Melanie Franke

Dieser Text erscheint auch in der vierten Ausgabe des Berliner Review-Hefts
von hundert, die am Freitag den 9.11. herauskommt.

Es war auf der Berliner Messe Art Forum, auf der ich mich fragte, warum sich noch immer die Bildwelten des Fin-de-siècle in der gegenwärtigen Kunstproduktion tummeln? Warum müssen Mythen- und Sagenstoffe sowie Elemente des Phantastischen und der Science-Fiction und Fantasywelten als Referenzebene wie Ideenreservoir herhalten, wenn doch Themen wie Globalisierung, Urbanisierung oder Migration eigentlich gegenwärtig sind? Warum hält die Realitätsflucht und mit ihr der Hang zum Erzählerischen im System der Repräsentation an; mit rätselhaften Symbolen, Allegorien und Metaphern, deren Blütezeit doch die des Fin-de-siècle war? Was verbindet die gegenwärtige Generation mit der längst Vergangenen?

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07.11.07 | Permalink | Kommentare (0)

 

Gastbeitrag | Kritik

Stasiakten auf dem internationalen Kunstmarkt

Eine spanische Künstlerin bedient sich im Aufarbeitungsdepot

Von Dirk Teschner


Foto: Tina Krone/BStU

An einem trüben Herbsttag schlenderte ich mit einer befreundeten Ausstellungsmacherin über das diesjährige Art Forum Berlin, sah bei der Galerie Crone tonnenweise nervende Biskys, Gemischtwaren bei Eigen + Art und Unmengen von Fotos überall. Landschaftsfotos, großformatige C-Prints oder Porträtfotos, kleine Formate, klassisches Schwarzweiß. An einer Koje blieb meine Begleiterin dann ungewöhnlich lange stehen, um schließlich noch interessiert im Katalog zu blättern. Was gab es zu sehen? Die Amsterdamer Galerie Ellen de Bruijne Projects zeigte eine Reihe gerahmter Schwarzweißaufnahmen mit der flüchtigen Ästhetik von Paparazzifotos. Gekennzeichnet als BStU-Kopie erkannte ich in ihnen Observationsfotos der Staatssicherheit, Aufnahmen von einer Gruppe nackter Menschen am FKK-Strand oder einer rauchenden Frau in einem Zimmer. Ein Bild, das im Katalog des Artforums auf der Seite eben dieser Galerie anonymisiert abgedruckt ist. Der Preis je Foto bei einer Auflage von 3 + 1 AP war mit 3.800 bis 5.000 Euro angegeben. Daneben liefen auf einem Screen Überwachungsaufnahmen der Stasi von einem öffentlichen Platz. Als Autorin der Arbeiten wurde die spanischen Künstlerin Dora Garcia genannt.

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02.11.07 | Permalink | Kommentare (1)

 

Gastbeitrag | Interview

Respekt ist eher kannibalisch

Interview: Thomas Putz

Dieses Interview erschien in der Klassikerausgabe Oktober 2007 von hEFt für literatur, stadt und alltag

Punk und sein Umfeld in Erfurt zu Beginn der achtziger Jahre. Ein Gespräch mit Monique Förster, Christian »Spinne« Duschek und Andreas »Fozzy« Link

Fotos: die Abgebildeten

Derzeit läuft der Film »ostPUNK! - too much future« in den Kinos, es gibt Ausstellungen und Publikationen - es wird viel über die Zeit der ersten Punk-Generation geredet und aufgearbeitet. Erfurt war für die Entwicklung des Punk in der DDR ein wichtiger Knotenpunkt. Im Bezirk Erfurt registrierte die Staatssicherheit damals genauso viele Punks wie im Bezirk Leipzig. Die Band Schleim-Keim war berühmt für ihre bodenständigen Exzesse, hier gab es eine enge Verbindung zwischen Punk und Kunst. Und dann war da noch der Blues ...

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02.11.07 | Permalink | Kommentare (0)

 

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