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Christina Zück | Sonstiges
In meinem Herz ist Discoschmerz
Shah Rukh Khan bei der Premiere von "Om Shanti Om" am 8. Februar auf der Berlinale
Ein Kinofilm wucherte hinaus ins richtige Leben, als sich der indische Superstar durch das Getümmel der kreischenden Fans hindurch zur Premiere seines Films im Kino International begab. Dort stellte er, nun im Raum der Leinwand, einen erfolglosen Statisten dar, der sich in die schöne Diva verliebt, stirbt, und als zynischer Filmstar wiedergeboren wird. Durch das Wiedererlangen seines naiven Begehrens aus seinem ersten Leben verwandelt er sich am Ende in ein echtes, menschliches Wesen. Nach der Vorstellung nahm Shah Rukh Khan nochmal ein Bad in der Menge, um einigen jungen Frauen durch die Berührung mit seinem warmen, weichen, nach Azzaro duftenden Körper zu Transformationserlebnissen zu verhelfen. Vor ein paar Tagen ging es auf der Karl-Marx-Allee zu wie im Labyrinth des indischen Gottes der Spiegelungen, dessen Name mir gerade entfallen ist. Die hocherregten Fans konnten jede Hindi-Vokabel des Titelsongs auswendig: laut grölten sie "den transzendenten Urklang, aus dessen Vibrationen nach hinduistischem Verständnis das gesamte Universum entstand", die Silbe Om, die im Filmtitel "Om Shanti Om" das indische Wort für Frieden umschließt. Das Reich der sichtbaren Erscheinungen und das Reich des Transzendenten fielen für einen kurzen Moment ineinander.
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28.02.08 | Permalink | Kommentare (1)
Christoph Bannat | Bücher
Geschichten aus der Familie

Paul Hornschemeier, Komm zurück, Mutter. Carlson.
Freiheit ist wichtiger als Wahrheit. Drei Comic-Novellen zeigen: die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar. In diesem Fall der Familie. Doch zuvor mussten die Autoren sich die Freiheit nehmen, sich die Wahrheit zu vergegenwärtigen.
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24.02.08 | Permalink | Kommentare (0)
Gastbeitrag | Essay
Künstler und Geld
/ Ein Aufruf
von Andreas Koch
Wenn man vom Flughafen Tegel nach Mitte will, führt ein Weg durch die Lehrter Straße. Dort fällt rechterhands ein riegelartiges Gebäude auf, das unmittelbar an die Straße angrenzt. Das aus Sichtbeton gegossene Haus mit großen eingelassenen Panoramafenstern ist das neue Atelierhaus der Künstlerin Katharina Grosse. Es steht für einen Wandel im Berliner Kunstbetrieb, der in den letzten Jahren große Summen Geld nicht zuletzt in die Taschen der hiesigen Künstler gespült hat. Der Markt brummt immer noch und die Künstler rüsten auf. Auffallend an dem neuen Atelierhaus der eben nach Berlin gezogenen Grosse ist die Ähnlichkeit mit dem Galerienhaus, das sich der Berliner Kunsthändler Heiner Bastian an der Museumsinsel gebaut hat. Beide Gebäude sind quaderähnliche Klötze mit großzügigen Fensterflächen. Trotzdem haben beide Häuser etwas Trutzburghaftes und verschließen sich in ihrem monolithischem Auftreten ihrer Umgebung.

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20.02.08 | Permalink | Kommentare (0)
Redaktion | Vorschau
Der KUNSTKONTAKTER feiert heute ...
... Geburtstag - und Kunst-Blog.com gratuliert!
Die DOUBLE-BIRTHDAY-RECEPTION steigt heute ab 20:00 im Monkey-Club, Zionskirchstraße 5 in Berlin-Prenzlauer Berg mit einer Performance von Anna Staffel.
20.02.08 | Permalink | Kommentare (0)
Markus Wirthmann | Netz
Kunst und das zweite Leben
Kann man in einer Welt, die ganz und gar aus Marmelade besteht, Marmelade herstellen?
SL one • Live from Second Life
Sonntag, 10. Februar 23:00 Uhr
SL two • Live from Second Life
Freitag, 15. Februar 18:00 Uhr
Directors Lounge Berlin

Moderator und Reisender in Second Life: Klaus W. Eisenlohr - dahinter ein Konzert des AOM , Avatar Orchestra Metaverse
In Second Life wird das auf jeden Fall schon seit geraumer Zeit versucht.
Außer den vielbeschrieenen Sexsüchtigen, Fetischisten und Rollenspielern jedweder Couleur tummeln sich nämlich eine große Zahl von Kreativen im Metaversum. Eine ganze Menge bildender Künstler, Architekten und Musiker entwickeln künstlerische Ansätze in dieser total künstlichen Welt. Theater gibt es natürlich auch in SL. Mit schöner Regelmäßigkeit landen beispielsweise Einladungen zu Tschaikowskys Nussknacker-Ballett in meinem Inventar. Das Inventar ist übrigens die virtuelle Kleider- und Gerümpelkammer jedes Avatars - und eben auch der Briefkasten.
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16.02.08 | Permalink | Kommentare (0)
Gastbeitrag | Sonstiges
Die Rote Punkt Bewegung aufbauen!
von Klaus Jörres
Es hat keinen Zweck, den falschen Leuten das Richtige erklären zu wollen. Das haben wir lange genug gemacht. Die Kunst-Aktion haben wir nicht den intellektuellen Schwätzern, den Hosenscheißern, den Allesbesser-Wissern zu erklären, sondern den potentiell künstlerisch revolutionären Teilen des Kunstvolkes.
Das heißt denen, die die künstlerische Tat sofort begreifen können, weil sie selbst Gefangene sind. Die auf das Geschwätz der »Linken« nichts geben können, weil es ohne Folgen und Taten geblieben ist. Die es satt haben! Den Jugendlichen im Märkischen Viertel habt ihr die Kunst-Aktion zu erklären, den Mädchen im Eichenhof, in der Ollenhauer, in Heiligensee, den Jungs im Jugendhof, in der Jugendhilfsstelle, im Grünen Haus, im Kieferngrund. Den kinderreichen Familien, den Jungarbeitern und Lehrlingen, den Hauptschülern, den Familien in den Sanierungsgebieten, den Arbeiterinnen von Siemens und AEG-Telefunken, von SEL und Osram, den verheirateten Arbeiterinnen, die zu Haushalt und Kindern auch noch den Akkord schaffen müssen - verdammt!
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15.02.08 | Permalink | Kommentare (0)
Esther Ernst | wo ich war
GURSKY ANDREAS - SCHLINGENSIEF CHRISTOPH - RIMINI PROTOKOLL

Kunstmuseum Basel
Man steht staunend vor den Bildern, weil die Welt auf den Fotos so faszinierend schön aussieht und weil man sie aus diesen extremen, perfekt zusammenmontierten verschiedenen Perspektiven nicht kennt. Mir ist das Staunen unangenehm, denn das Spektakel mag ich selten und die Kombination von spektakulären Bildmotiven und dieser aufgeladenen Farbigkeit löst bei mir ein wenig Ekel aus. Dann wiederum verlier ich mich in tolle Details in "Tour de France I, 2007"und stehe wie ein kleines Kind vor einem zu grossen Bilderbuch, in dem es noch so viel zu entdecken gibt. Vielleicht besteht meine Abneigung aber auch darin, dass die Bilder neben ihrer technischen Perfektion doch einfach nur schön sein wollen. Bei der Serie mit den asiatischen Insellandschaften ("James Bond Island, 2007") wird es dann sogar unerträglich kitschig.
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11.02.08 | Permalink | Kommentare (0)
Markus Wirthmann | Netz
Die Street-Art fordert erste Opfer
rebel:art, das Blog meines Vertrauens wenn´s um Street-Art und andere illegale Aktivitäten geht, meldet, dass irgendein durchgeschossener Sammler letzte Woche zwei Banksy-Graffities konservatorisch von ihrem Malgrund in Berlin-Mitte entfernen ließ.
Mich würde ja jetzt mal interessieren, ob das Abnehmen, im Gegensatz zum Anbringen, wenigstens vom Strafgesetzbuch gedeckt war, welcher Mehrwertsteuersatz hier zur Anwendung kam oder kommt (7% für Kunst oder 19 für Mauer) und ob die Eigentümer der Malgründe, in diesem Fall zweier Friedhofswände, ihre Abgaben an die VG-Bildkunst und die Künstlersozialkasse entrichten - und ob der Sammler noch alle Tassen im Schrank hat.
PS.: An dieser Stelle im Übrigen schöne Grüße nach Bonn und Wilhelmshaven!
11.02.08 | Permalink | Kommentare (0)
Gastbeitrag | Kritik
’68 - Brennpunkt Berlin | Eine Ausstellung im Herzen der Bestie
von Dirk Teschner
’68 – Brennpunkt Berlin
Amerika-Haus, Hardenbergstr. 22-24, Berlin
Öffnungszeiten: täglich 10:00 bis 20:00 Uhr
Die Ausstellung wird begleitet mit einem umfangreichen Filmprogramm und Diskussionsrunden mit Katharina Rutschky, Dan Diner, Elke Heidenreich, Oskar Negt, Claus Peymann u.v.m.
www.bpb.de/1968

Das neue Jahr ist nun gerade mal fünf Wochen alt, schon befinden wir uns mittendrin im Spektakel des neuen Jubiläumsjahres – 1968. Das Feuilleton hat längst seine Serien gestartet, mit welchen die dabei waren, natürlich und denen, die schon immer nicht wollten. Bucherscheinungen folgen, von Götz Aly bis Hubertus Knabe. Verortet der eine die 68ger irgendwo als Deutschnationalisten, „beweist“ der andere die Steuerung des SDS durch die Staatssicherheit.
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04.02.08 | Permalink | Kommentare (0)
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