Markus Wirthmann | Netz

Footprints of Fire

Neulich, bei meinem Ausritt nach Texas lernte ich die Kollegen von Emvergeoning kennen. Die Zusammensetzung und Herkunft des Wortes Emvergeoning bleibt den meisten Zeitgenossen, auch den Texanern, ein Rätsel. Gemeint ist damit ein Kunst-Blog aus San Antonio, Tx. Das ganze ist fast baugleich zu unserem Kunst-Blog.com hier - aber wir waren ungefähr zwölf Monate schneller mit der Namenswahl. Wer zu spät kommt, hat eben das Nachsehen und den kapriziösen Namen. lol oder wie man da sagt.

Ich wollte zwar schon die ganze Zeit die Texaner hier mal vorstellen aber erst die Olympiade sowie die Betrachtungen von Ben Judson auf Emvergeoning zu den dortigen Ereignissen drängten mir dies geradezu auf.

Footprints of Fire beschäftigt sich mit den "Skandalen" vor und während der Olympia-Eröffnungsfeier. Hier sind nicht die politischen, menschenrechtlichen oder pharmakologischen Skandale gemeint die uns schon seit Monaten im Vorfeld der Olympiade beschäftigen, sondern jene ästhetischen die sich auf zwei völlig unterschiedlichen Konzepten von Autentizität begründen. Aus eigener Erfahrung im Reich der Mitte kann ich dem Autor nur beipflichten und die Lektüre dieses Artikels, in Verbindung mit dem New-York-Times-Text auf den Ben Judson auch noch verweist, sehr empfehlen.

There’s been some grumbling lately about the “fake fireworks” at the Olympics in Beijing. Here’s how the story goes: the people responsible for planning the fireworks developed a display that would outline 29 footprints in fireworks from Tiananmen Square to the Bird’s Nest stadium. Due to the grandiose nature of this display, no single person would be able to see it all — not even from a helicopter. So the special effects team spent a year developing a CGI version of the footprints, made to look as if a helicopter were flying along the route filming it live (including a shaky camera and digitally generated Beijing smog). This video was inserted into the “live” broadcast stream sent to TV networks worldwide, and shown within the stadium itself. No disclaimer was ammended to the video, so audiences thought they were watching “actual” fireworks. When the truth was revealed, many viewers became upset at the deception.
zum ganzen Beitrag auf Emvergeoning
zum Artikel der New York Times

Markus Wirthmann, 14.08.08 | Mehr von dieser Autorin/diesem Autor

 

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