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Markus Wirthmann | Netz

Da iss Musike drin

- und zwar ganz viel!

Aus Betroffenheit* gibt´s heute mal Musik: Der in Berlin lebende Komponist Johannes Kreidler hat ein Musikstück von 33 Sekunden komponiert das 70200 Fremdzitate enthält. Um dieses Stück ordnungsgemäß bei der GEMA anmelden zu können hat er telefonisch 70200 Formulare angefordert.

Offenbar kann man so viele Formulare nicht in ner Plastiktüte wegschleppen. Deshalb kündigt Johannes Kreidler auf seiner Homepage für September folgende Aktion an:

Anmeldung bei der GEMA mit 70200 Formularen für jedes darin verwendete Zitat.
Aktion mit Lastwagen, Papierkolonnen, Trägern und Presse am 12.9.2008 um 11h bei der GEMA Generaldirektion Berlin, Bayreuther Straße 37 (Wittenbergplatz).

*Kunst-Blog.com und alle anderen die Fremdkunstwerke zitieren (in unserem Fall "abbilden") sind von eben jener Auslegung des Urheberrechts betroffen die Johannes Kreidler hier ironisch und papiergewaltig angreift.

Danke übrigens an rebel:art für den Tipp.

20.08.08 | Permalink | Kommentare (0)

 

Redaktion | Der Film zum Sonntag

Ich werde keine langweilige Kunst mehr machen

Der Film zum Sonntag #9
John Baldessari, I Will Not Make Any More Boring Art und Baldessari Sings Lewitt
Vorgestellt von Adib Fricke

Der ca. 13 Min. lange Film I Will Not Make Any More Boring Art von John Baldessari aus dem Jahr 1971 ist fast schon ein Klassiker konzeptueller Filmkunst. Baldessari war eingeladen, am Nova Scotia College of Art and Design in Kanada eine In Situ-Arbeit zu realisieren. Er konnte die Einladung jedoch nicht persönlich annehmen und schlug dafür als Arbeit vor, dass die Studierenden des Colleges den Satz »I will not make any more boring art« auf die Galeriewände schreiben. Er selbst beteiligte sich daran, in dem er den Satz für die Videokamera so oft auf ein Blatt Papier schrieb bis dieses voll war ...

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17.08.08 | Permalink | Kommentare (0)

 

Markus Wirthmann | Netz

Footprints of Fire

Neulich, bei meinem Ausritt nach Texas lernte ich die Kollegen von Emvergeoning kennen. Die Zusammensetzung und Herkunft des Wortes Emvergeoning bleibt den meisten Zeitgenossen, auch den Texanern, ein Rätsel. Gemeint ist damit ein Kunst-Blog aus San Antonio, Tx. Das ganze ist fast baugleich zu unserem Kunst-Blog.com hier - aber wir waren ungefähr zwölf Monate schneller mit der Namenswahl. Wer zu spät kommt, hat eben das Nachsehen und den kapriziösen Namen. lol oder wie man da sagt.

Ich wollte zwar schon die ganze Zeit die Texaner hier mal vorstellen aber erst die Olympiade sowie die Betrachtungen von Ben Judson auf Emvergeoning zu den dortigen Ereignissen drängten mir dies geradezu auf.

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14.08.08 | Permalink | Kommentare (0)

 

Gastbeitrag | Kritik

Geisterschiff in Köln gesichtet

ARTrmx ist ein Kunstevent das vom 22. bis zum 31. August erstmals in Köln stattfindet. Ähnlich dem Celeste Kunstpreis wird ARTrmx durch die von den Teilnehmern erhobenen Gebühren zu einem erheblichen Teil finanziert. Eigentlich ist es natürlich so, dass derartige Veranstaltungen durch die große Zahl der ausjurierten, also allen Nicht-Teilnehmern, finanziert oder mitfinanziert werden.

Fairerweise muss man allerdings erwähnen, dass die Gebühr des Celeste Kunstpreises höher war und beispielsweise die Künstlerhäuser Worpswede mittlerweile auch eine, wenn auch etwas niedrigere, Bearbeitungsgebühr erheben.

Wie auch beim Celeste Kunstpreis haben die Veranstalter von ARTrmx es geschafft eine größere Anzahl von mehr oder weniger prominenten Juroren zu aquirieren die der ganzen Sache die nötige Seriosität verleihen. Mit dabei in der Jurydisziplin Street Art u.a.: Stéphane Bauer aus Berlin und der Hamburger Sammler Rik Reinking. In der Disziplin Malerei tritt unter anderem Gérard Goodrow, ehemaliger Leiter der Art-Cologne, an, für Videokunst Julia Scher.

Bence Fritzsche, Chefredakteur des Magazins atelier findet es reichlich merkwürdig, dass ARTrmx unter den oben beschriebenen Vorraussetzungen offiziell von der Stadt Köln gefördert wird. Im folgenden geben wir den Schriftwechsel zwischen Bence Fritzsche und dem Kulturamt der Stadt Köln wieder:

Sehr geehrter Herr Professor Quander,

wie wir feststellen konnten ist das Kölner Kulturamt und das Kulturdezernat ein Förderer des Kunstfestivals ARTrmx in Köln.

Wir halten Ihre diesbezügliche Förderung für höchst bedenklich.

Das Festival ARTrmx wird in der Hauptsache von Künstlerinnen und Künstler finanziert, die von einer "hochkarätigen" Jury ausgemustert wurden. Ein Vorgang, wie er in Deutschland in der Kunstszene nicht nur unüblich, sondern skandalös ist.

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13.08.08 | Permalink | Kommentare (1)

 

Adib Fricke | Sonstiges

Lichtensteins lausige Typografie

Nett, die Comic-Szene befasst sich mit der Qualität der Schrift, die Roy Lichtenstein in seine Comic-Gemälde gesetzt hat. Die Kritik bei Blog Flume ist sofort einleuchtend ...

13.08.08 | Permalink | Kommentare (0)

 

Markus Wirthmann | Sonstiges

Relaunch der U-Kunst

Nachdem das Ausstellungsprojekt U2 Alexanderplatz, das 1958* mit der Ausstellung Frieden der Welt eröffnet wurde, 2008 endgültig zu Grabe getragen worden ist, schreibt die NGBK Berlin nun den Wettbewerb

Glück gehabt! - Zum künstlerischen Neuanfang im Untergrund aus.
Die Ausschreibung dieses offenen Wettbewerbs hat die künstlerische Bespielung von U-Bahnstationen in Berlin zum Ziel. (Abgabe bis zum 23. September 2008)

Es wird bewusst an die Anfänge und die Tradition des künstlerischen Projektes für den U-Bahnhof der Linie U2 Alexanderplatz angeknüpft, der als Plakatwettbewerb in den 1950er Jahren begann. Mit dieser Ausschreibung stehen nun andere Standorte zur Bespielung mit künstlerischen Ideen im Zentrum, die sich für die Betrachterinnen und Betrachter – den U-Bahnfahrgästen - in Galerieräume verwandeln werden.

*Naja, nach einer zweiten Ausstellung Anno 59 war bis in die 80er Jahre dann auch nicht mehr so viel los ...

12.08.08 | Permalink | Kommentare (0)

 

Adib Fricke | Netz

Ed Rushas Werkverzeichnis

Die magischen 7 – die Gesamtausgabe mit der Malerei von Ed Ruscha ist auf sieben Bände ausgelegt und erscheint im Steidl-Verlag

Es ist nicht ungewöhnlich, wenn das Werk eines erfolgreichen Künstlers im Alter in einem Gesamtkatalog zusammengefasst wird. Auch Edward Ruscha, geb. 16.12.1937, arbeitet nun an der Werkübersicht seiner Gemälde, an dem Edward Ruscha Catalogue Raisonné of Paintings. Es muss ein unglaubliches Projekt sein, die Gesamt-Publikation ist auf sieben Bände angelegt. Alle seine Gemälde sollen darin versammelt werden (seine fotografischen Arbeiten sind in einem gesonderten Band enthalten). Das erste Buch erschien bereits 2004. Bis jetzt gibt es drei Bände, jeweils mit ca. 400 bis 500 Seiten, gedruckt auf 170gr schwerem Kunstdruck-Papier. Die Bücher sind mit 200-210 US$ je Stück natürlich in einer Preisklasse angesiedelt, die sich an Sammler und Institutionen wendet und dem gewöhnlichen Kunstinteressierten kaum eine Chance für den Erwerb bietet.

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12.08.08 | Permalink | Kommentare (0)

 

Markus Wirthmann | Sonstiges

Als relevant erkannt!

--11.08.2008--23:30--Folgenden Text hat der von der Kunst-Blog-Redaktion vorletzten Freitag implementierte vollautomatische Kunstrelevanzdetektor anhand von relevanten Schlüsselbegriffen als kunstrelevant detektiert und zur Veröffentlichung freigegeben:

Hallo Kunst-Blog!

ich bin Chris von der Workstation Ideenwerkstatt Berlin e.V., die zusammen mit der NGBK (Neue Gesellschaft für Bildende Kunst) ab der kommenden Woche eine kunst-politische Veranstaltungsreihe in Berlin initiieren wird.

Hier eine Beschreibung zur "/unvermittelt"-Kampagne:

Kampagne und öffentliche Interventionen für einen Arbeitsbegriff jeseits von Überarbeitung und Mangel: Praxen, Techniken, Spielräume

• Vortrags-/ Workshopreihe: Januar 2008 – Februar 2009
• Kampagne: 15. August - 17.September 2008
• Ausstellung: 13. Dezember 2008 - 1. Februar 2009

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12.08.08 | Permalink | Kommentare (0)

 

Dirk Teschner | Kritik

Für eine Kulturhauptstadt Erfurt

Offener Brief an den Erfurter Oberbürgermeister Andreas Bausewein

Der Staat ist nach unserem Staats- und unserem Kulturverständnis nicht für Kunst und Kultur zuständig, sondern für die Bedingungen, unter denen sie stattfinden. Deswegen ist wahrscheinlich die wichtigste Begabung für einen Politiker die Einsicht in die eigene Bedeutungslosigkeit. Und die Größe, für andere die Entfaltungsspielräume zu schaffen und zu sichern, die sie für ihre Begabung, ihre Kreativität, ihre Entwürfe brauchen.
(Bundestagspräsident Norbert Lammert, 16. Mai 2007)

Kunst und Kultur sind nicht die schönste Nebensache, sondern sind Seismographen, die Dinge ansprechen, ans Licht holen, bevor sie explodieren. Sie fördern und ermöglichen oft erst das Gespräch unter Menschen und haben somit eine enorme gesellschaftliche Funktion. Kunst und Kultur sind zentrale Grundlagen demokratischen Zusammenlebens. Die Förderung von Initiativen und Vereinen, die sich der Kunst und Kultur verschrieben haben, können deshalb nicht mit wirtschaftlichen Maßstäben gemessen werden, denn sie sind ein unersetzlicher, nicht aufwiegbarer Beitrag zur Entwicklung einer Zivilgesellschaft.

Das Kunsthaus Erfurt ist durch die Einstellung der finanziellen Förderung seitens der Stadtverwaltung Erfurt in seiner Existenz bedroht.

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08.08.08 | Permalink | Kommentare (0)

 

Gastbeitrag | Kritik

Sound of Art

von Jürgen Schneider

Sound of Art – Musik in der bildenden Kunst
Museum der Moderne Salzburg
bis 12.10.2008

Salzburg hat etwas Schönes – den Mönchsberg. Schön ist der Berg, weil es keiner Kletterei bedarf, um hinauf zu gelangen. Es gibt einen Aufzug, und der führt zum hoch über der Mozart- und Festspielstadt gelegenen Museum der Moderne. Als sollten die Besucher akustisch auf die dort bis zum 12. Oktober zu sehende Ausstellung »Sound of Art – Musik in der bildenden Kunst« eingestimmt werden, mischt sich im Aufzug dessen leises Rumpeln mit den aus dem Deckenlautsprecher rieselnden Klängen aus der Frühzeit der österreichischen DJ-Ikonen Kruder und Dorfmeister.
Die Ziele von »Sound of Art« sind hochgesteckt. Es »geht um das Objekt ›Musikinstrument‹ und um dessen kulturelle Symbolbildung, es geht um den Vorgang des Musizierens und seine performativ körperlichen Qualitäten über die eigentliche Musik hinaus.

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01.08.08 | Permalink | Kommentare (0)

 

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