Michael Reuter | Region Stuttgart

Karl Bohrmann in der Galerie Klaus Gerrit Friese in Stuttgart


Ölkreide auf Papier, 1998, 9,8 x 12,4 cm

Karl Bohrmanns (1928–1998) zeichnerisches Œuvre ist kaum zu überblicken. Hunderte von Blättern mit Akten, Stillleben und Landschaften in endlosen Variationen.
Stuhl, Tisch, Fenster, Gefäß, Raum, Haus, Baum und Frauenfigur: Nicht das spektakuläre Thema zeichnet die Arbeiten aus, sondern die Bereitstellung einer stillen Zimmerecke, durch deren Fenster wir die Bildgewitterfronten der Jetztzeit beobachten können, während wir uns, mit einer Tasse Tee in der Hand und dem Katalog auf dem Schoß, dem Wunsch des Künstlers anschließen, „dem Strudel der Eindrücke, der betörend betäubenden Bilderflut, ein Stück herausreißen zu wollen, ein Bild herauszuschneiden, kühl und klar wie Glas, das prismatisch die Flut bricht und enthält“.

Informationen zur Ausstellung finden sich hier

Michael Reuter, 17.09.08 | Mehr von dieser Autorin/diesem Autor

 

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