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Konstantin Schneider | BERLIN weekly

Crisis is just another word for Change

oder geht der Kunstmarkt in die Knie, dann bitte erst in Miami !

Also liebe Kunstfreundinnen und Kunstfreunde, den BERLIN weekly vom BERLINER KUNSTKONTAKTER soll es jetzt tatsächlich auch hier beim KUNSTBLOG geben und diesmal bekommt Ihr ihn sogar gleich als Doppelausgabe.

Vielleicht stimmt Ihr uns ja gleich zur Premiere auch zu, wenn wir einfach mal so behaupten, dass der Verlauf von Schmerz- und Scherzgrenzen gegenwärtig fast identisch sein muss. Denn angesichts der gewaltigen Umschichtungen von wirtschaftlicher und sozialer Macht, die derzeit im Gange sind, wäre es doch gelacht, wenn nicht zwischendurch mal wieder diese ethymologischen Grunderkenntnisse zu Gewissheiten würden. Klar, die wahren Dimensionen unseres Epochenwandels zu erfassen, ist derzeit alles andere als leicht und wahrscheinlich werden wir sie deshalb auch erst im Verlaufe der nächsten Jahre erkennen können.

Diesmal noch sollen die Sammler in London ja angeblich recht tapfer zu den Künstlern gehalten haben, doch wurden die Verkaufsergebnisse auf der Insel wahrscheinlich nur angesichts der gegen Null tendierenden Erwartungen als gut bezeichnet. Riskiert wurde dort nicht mehr allzu viel, fast alles wurde reiflich überlegt. Wir z.B. hatten aber auch schon Mitte Februar entschieden, dass wir unser Londoner Quartier im diesjährigen Kunstherbst-Marathon in Wimbledon aufschlagen würden. Damals waren wir natürlich noch von vielen, vielen Assen ausgegangen, also direkt verwandelten Gewinnschlägen, welche ja seit Boris Becker für die Meister ihres Fachs zur reinen Routinesache geworden sind. Wer hätte im Frühjahr 2008 für Heuschrecken oder die Lehmann Brothers auch nicht alles gern seine Hand ins Feuer legen wollen?

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26.10.08 | Permalink | Kommentare (0)

 

Esther Ernst | wo ich war

BULL KATHERINE - MULLINS NIGEL - LÜBER HEINRICH - PRODUCTIONS MARKS - AUDREY ANDERSON


 

BULL KATHERINE
data capture: a muse
blank projects, Cape Town
+ In dem einen Raum steht das nackte Model, mit dem Rücken zu den Zuschauern, und eine eigens für dieses Projekt angefertigte Staffelei für Computer und Maus, auf der Katherine Bull sitzt und konzentriert den Blick zwischen Model und Computer wechselt. In dem anderen Raum wird ihre Bildschirmoberfläche an die Wand projiziert und die Sounds (überwiegend Mausgeklicke, ab und zu kurze Wortwechsel, Lachen) werden aus dem unzugänglichen "Akt-Raum" übertragen. Bull arbeitet mit Photoshop, den drei Grundfarben, in einer relativ kleinen Datei und bläst sie bis zu 700 Prozent auf, so dass ein extrem grob verpixelter Träger entsteht. Dann tastet sie sich Quadratweise vor, ganz ähnlich, wie man einen klassischen Akt zeichnerisch herstellt.
Modell stehen vier bekannte männliche südafrikanische Künstler. Ausgedruckt wird der Akt einerseits in Orginaldateigrösse (circa 1cm) und in eben dieser groben, 700 % vergrösserten Rasterung (Lebensgrösse).
Ein schönes Projekt, macht viel Freude beim Entstehen zuzuschauen...

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23.10.08 | Permalink | Kommentare (0)

 

Gastbeitrag | Interview

Interview von Martin Germann mit Olaf Holzapfel


Foto: Olaf Holzapfel, © 2008

Geführt anlässlich der Ausstellung Nakano Sakaue Serie, Autocenter, Berlin, 23.-25.10. 2008.

Martin Germann: Du hast das Rohmaterial für die vorliegende Bilderserie 2006 im Rahmen eines längeren Japan-Aufenthaltes gemacht. Beschreib doch mal, wie Du nach Japan gekommen bist und den Such- oder Findungsprozess, der Dich zu diesen Bildern geführt hat.

Olaf Holzapfel: Ich wollte immer in ein Land, das außerhalb unseres Kulturkreises liegt und eine komplett andere Zeichensprache hat. Ich hatte dann ein Reisestipendium und es gab die Option nach China oder nach Japan zu fahren. Ich habe mich für Japan entschieden, weil es von der Ästhetik her kein zentralistisches System hat. Ich wusste nicht genau, was ich dort finde. Meistens fahre ich an einen Ort, miete mich fest ein und beobachte alles eine Weile. Mit der Zeit kommt das Thema zu mir. Es gibt auch eine gewisse Erfahrung im Herausfiltern der Phänomene, die mich interessieren.

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22.10.08 | Permalink | Kommentare (0)

 

Michael Reuter | Interview

Fluchtfahrzeuge und Abstandshalter. Die Skulpturen von Ingrid Hartlieb


Foto: © Ralf Spieß

Die drei größten Skulpturen hat Ingrid Hartlieb (64) zur Zeit bei der SkulpTour auf der Zollernalb plaziert. Parallel läuft eine Ausstellung in Esslingen und eine in Frankfurt. Trotzdem ist die riesige Atelierhalle der in Stuttgart lebenden und in Haigerloch arbeitenden Künstlerin noch gut bestückt mit Werken in allen Entstehungsphasen und Größen. Nach den Heizkosten sollte der Besucher besser nicht fragen. „Im Winter ist es hier brutal kalt. Die Wärme geht zum Dach raus und ich bin dauernd erkältet.“ fröstelt die Künstlerin in banger Erwartung. Für die besonders harten Tage bietet ein Büro im Erdgeschoss Schutz und Wärme.

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20.10.08 | Permalink | Kommentare (0)

 

Redaktion | Der Film zum Sonntag

人为错误新 - Menschliches Versagen

Der Film zum Sonntag #10
"人为错误新 - Menschliches Versagen" von Deng Ji Yun
Vorgestellt von Markus Wirthmann

Link: 人为错误新 - Menschliches Versagen

Episodenfilm, in dem die Taschenlampe des Künstler-Protagonisten eine zentrale Rolle spielt. Deng Ji Yun ist 1985 geboren und schließt derzeit sein Studium an der Chinesisch-Deutschen Kunstakademie in Hangzhou, China, ab.

19.10.08 | Permalink | Kommentare (0)

 

Michael Reuter | Bücher

Katalog zur Ausstellung "Broken Whole" von Yee Sookyung in der Galerie Michael Schultz Berlin


Translated Vase 7, 2008 Keramikbruch, Epoxid, 24 K Blattgold, 65×56×66cm, courtesy Galerie Michael Schultz

Katalog zur Ausstellung in der Galerie Michael Schultz Berlin vom 06.09. – 19.10. 2008. Hg. von der Galerie. Mit einem Text von In Hwang. Eigenverlag, Berlin, 2008, ISBN 3-939983-23-1, 66 Seiten, 24 Abb., Broschur, Format 21 x 24,5 cm, € 15.--

Wo kriegt Galerist Michael Schultz nur immer die Künstler her? Seine neueste Entdeckung ist die 1963 in Seoul/Korea geborene Yee Sookyung, die mit Skulpturen aus Keramikbruch und riesigen Zeichnungen in Zinnoberrot an den Start geht. Die „Translated Vases“ erinnern mit ihren vergoldeten Klebeverbindungen an geäderte Körperorgane oder Wucherungen. Dazu gibt es einen unverständlichen Text über die Welt des Selbst und die Welt des „Anderen“, der darauf hinausläuft, dass die Künstlerin den Beginn einer neuen Möglichkeit aufzeige, „den Konflikt zwischen Religion und Kunst beizulegen“. Vielleicht liegen die Dinge in Korea anders, hier im Abendland ist der Konflikt bereits entschieden: Die Kunst ist die Religion des gehobenen Bildungsbürgertums und kämpft, wie die anderen Konfessionen auch, mit galoppierendem Mitgliederschwund.


17.10.08 | Permalink | Kommentare (0)

 

Gastbeitrag | Kritik

in der Alten Post

von Martin Steffens

post barroco
in der Alten Post
Karl-Marx-Straße 97-99
bis 25.10.2008

Im alten Neuköllner Postamt an der Karl-Marx-Straße ist seit Juni 2008 ein temporärer Kunstort entstanden, in dem bereits verschiedene Ausstellungen auf ca. 1.000 m² präsentiert wurden. Durch das Engagement der [Aktion! Karl-Marx-Straße] konnte in Kooperation mit dem Kulturnetzwerk Neukölln e.V. das exponierte Gebäude nach 5 Jahren Leerstand wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Mit post barroco ist nun unter der Kuratorin Antje Gerhardt eine Ausstellung realisiert worden, die den Ort – das eigentlich neorenaissancehafte Bauwerk und die Schalterhallen im Stil der späten 70er Jahre – geschickt in Szene setzt. Mit Beratung von Bonaventure S. B. Ndikung (Marseille / Berlin) wurden hier 18 Künstler versammelt, die Arbeiten aus den Bereichen Skulptur, Installation, Video, Zeichnung, Collage, Fotografie und Malerei ausstellen.

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17.10.08 | Permalink | Kommentare (0)

 

Gastbeitrag | Kritik

Rückgekoppelte Abstraktionen

Geka Heinke „Rand“
Diehl Projects, Berlin
12.9.–25.10.2008

von Peter K. Koch

Die schwer zu beantwortende Frage nach dem exakten Übergangspunkt von gegenständlicher in ungegenständliche Kunst beschäftigt die Betroffenen schon lange. Das gilt gleichermaßen für die mittelbar wie für die unmittelbar Betroffenen. Ein kunsthistorisch hell strahlender Fixstern auf dem Weg von der Gegenständlichkeit in die Ungegenständlichkeit ist der hoch geachtete niederländische Maler Piet Mondrian. Er ist seinen steinigen Weg in den frühen Jahren des vergangenen Jahrhunderts gegangen. An der Entwicklung seiner Malerei kann man die intellektuelle Schwerstarbeit auf dem Weg von der ungebrochenen realistischen Abbildung eines Baumes hin zur vollkommen gegenstandslosen und leuchtend klaren Farbfeldmalerei in jedem Schritt nachvollziehen. Das war zweifellos eine große Leistung.

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17.10.08 | Permalink | Kommentare (0)

 

Markus Wirthmann | Netz

Redundanzbriefkasten III

Es gibt sie also doch noch, die schön winklig formulierte handgemachte Galeristenschreibe, ungelenk und selbstentlarvend: "... mit einer Bestandsaufnahme der Berliner Urban Art und Street Art Szene füllt die Gruppenausstellung “Berliner Strasse” eine Lücke im Programm des Berliner Kunstherbstes. Auf mehr als 1200 qm Fläche zeigen 10 künstlerische Positionen aus der zeitgenössischen Straßenkultur die aktuellen Entwicklungen eines noch sehr jungen Kunst-Genres."

Das tun sie also, die Positionen. Kleines Denkfehlerchen. Das kann schon mal passieren, wenn der gemeine Straßenköter sich dem bildungsbürgerlichen Sammler als Fußwärmer andienen will.

"Mit dabei neben Jaybo, Daniel Tagno und Charlie Isoe auch XOOOOX, der als erster Deutscher Street Artist den Sprung in den internationalen Kunstmarkt geschafft hat. In der kommenden Auktion der Auktionshauses Phillips de Pury wird eine zentrale Arbeit von XOOOOX neben Damien Hirst, Banksy, Anselm Reyle, Andy Warhol und Takashi Murakami angeboten."

Aha, jetzt ist für die deutschen Kapuzenträger unter den Künstlern die nachtaktive Gemütlichkeit also auch vorbei. Jetzt soll Reibach gemacht werden - scheiß auf die verdammte Subversion, die Street Credibility und das dümmliche Robin-Hood-Image - und die dämlichen Kunstsammler sollen endlich damit aufhören, Friedhofswände abschaben zu lassen!
Pech nur, dass ausgerechnet jetzt die globale Wirtschaftskrise ausgerufen wurde.

[...]

Ich würde mich freuen, wenn unsere Informationen auf Interesse stoßen und stehe für weitere Fragen natürlich gerne zur Verfügung.

Beste Grüsse, ...

16.10.08 | Permalink | Kommentare (2)

 

Gastbeitrag | Kritik

Portrait der Spezies Mensch¹

von Roland Fuhrmann

Der Kunstpreis „Kaiserring“ der Stadt Goslar wurde 1994 an die Düsseldorfer Fotolegenden Bernd und Hilla Becher verliehen. Letzten Samstag stand nun ihr ehemaliger Schüler, Andreas Gursky, im großen Saal der alten Kaiserpfalz vor 600köpfigem Publikum und bekam den 33. Ring.


"Pyong-yang" 2007, mit Betrachterschatten

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15.10.08 | Permalink | Kommentare (0)

 

Markus Wirthmann | Kritik

Die asiatische Kräckermischung: 798 Art District in Peking

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15.10.08 | Permalink | Kommentare (1)

 

Michael Reuter | Interview

Christian Jankowski. Ein Sonnyboy im Kunstmuseum Stuttgart

„Hula-Hoop und Karaoke im Museum, Teleshopping auf der Kunstmesse oder Kochshow im Kunstverein“. Die offizielle Verlautbarung zur Ausstellung von Christian Jankowski im Kunstmuseum Stuttgart klingt arg nach Mainstream. Dazu ein Sonnyboykünstler, Prof an der Stuttgarter Kunstakademie und weltweit gefragter Video- und Performancekünstler, der auf einem Schreibtisch Handstand macht. Was für ein Mist! Aber immer langsam. Ich bin durchaus lernfähig und halte die Ausstellung mittlerweile für echt gelungen. Ob Janko sich einem Fernsehprediger vor die Füße wirft, mit Pfeil und Bogen zur Nahrungsbeschaffung in den Supermarkt geht, oder per Losverfahren die Mitarbeiter des Stuttgarter Kunstmuseums zum Arbeitsplatztausch nötigt... das hat schon was! Er nutzt die Medienformate, die wir alle kennen und gibt nicht den Obertheoretiker, sondern verpackt seine Ideen in Aktionen, über die man freiwillig nachzudenken beginnt, weil sie eben nicht so kopflastig daherkommen. Und außerdem mag ich ihn, weil er mir ein Interview gegeben hat und weil im ersten Stock abgetrennte Körperteile liegen.

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13.10.08 | Permalink | Kommentare (0)

 

Markus Wirthmann | Alles

Eliasson entkernt die UdK Berlin

Die WELT vermeldet heute, dass "... Olafur Eliasson ... mit einer fachübergreifenden künstlerischen Ausbildung an der Universität der Künste Berlin (UdK) neue Akzente setzen ..." will.

"Er sei überzeugt, dass sich die Kunst noch vielfältiger und produktiver in die Gesellschaft einbringen und auseinandersetzen müsse, sagte Eliasson gestern zur Vorstellung seines neuen Studios. Der 41-Jährige ... werde am 1. April 2009 seine Professur in Berlin antreten, sagte Wissenschaftssenator Jürgen Zöllner (SPD). Berlin unterstütze das Projekt von 2009 bis 2011 mit einer Millionen Euro aus dem Masterplan "Wissen schafft Berlins Zukunft."

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11.10.08 | Permalink | Kommentare (0)

 

Markus Wirthmann | Netz

no fun in pakistan ...

... sagt Christina Zück, Fotografin und unter anderem Kunst-Blog-Autorin, und das kann man ja auch der Tagespresse entnehmen. Sie hält sich gerade trotzdem in Karachi auf. Dort realisiert sie eine Arbeit für die Ausstellung "embedded art - Kunst im Namen der Sicherheit" die im Januar in der Akademie der Künste, Berlin, eröffnet wird.

Das erklärt die Schreibpause bei Kunst-Blog. Ihr persönliches Blog DEFENCE PHASE II KARACHI wird aber nach Möglichkeit mit Bildern und Texten gefüllt. Außer den aktuellen Beiträgen sind ihre Beiträge von 2001 archiviert als Christina Zück schon einmal Pakistan bereiste.

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11.10.08 | Permalink | Kommentare (0)

 

Markus Wirthmann | Alles

Save-The-Date-Redundanz

Vom 16. bis 19 Oktober steigt die Frieze Art Fair in London. In schierer Vorfreude darauf hauen mir wichtigtuerische Galerien die Malboxen zu.

Leute, dass die Messe im Anmarsch ist - und ungefähr siebzehn andere noch dazu - habe ich selbst schon mitgekriegt, und wenn ich wissen will, wer da ausstellt, kann ich mir das einfach auf der Website Frieze Art Fair angucken. Ich muss nicht von jedem einzelnen Teilnehmer nochmal ´ne Extraeinladung kriegen.

Überhaupt nimmt der Versand redundanter Information über Galerien und Kunst-Events tierisch zu, seit eine ganze Menge Galerien dazu übergegangen sind, ihre Außendarstellung in professionelle Hände zu legen. Die Menge der charmant mit Orthografiefehlern beladenen oder in Pidgin-Deutsch verfassten E-Mails hat dadurch natürlich drastisch abgenommen. Auch jene in größenwahnsinnigem Potentaten-Sprech verfassten Lobeshymnen auf die eigene extrem erfolgreiche Tätigkeit gehören leider der Vergangenheit an. Gar nicht zu reden von der buhlenden Galeristenlyrik, die gerne Malereiausstellungen hymnisch begleitete.

Dafür hauen einem jetzt die Kunstmarketingagenturen die Bude voll mit professionell wohlformulierten zielgruppengerechten Save-The-Date-Nachrichten und subliminalen Botschaften für den Sammler.

09.10.08 | Permalink | Kommentare (0)

 

Markus Wirthmann | Bücher

Moleskine stinkt!

Hier noch ne andere Art von redundanter Information, mit der eine Marketingfirma meinen elektronischen Briefkasten zumüllt - eine PR-Aktion für das doofe Moleskine-Notizbüchlein, die als Kunstausstellung daherkommt:

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich freue mich Ihnen die Ausstellung Detour im Museum der Dinge in Berlin ankündigen zu dürfen, mit der Bitte die Mitteilung zu veröffentlichen.
Hans-Ulrich Obrist, Spike Jonze, Sigur Rós sowie 35 weitere internationale namhafte Künstler kommen zur Detour Ausstellung nach Berlin.

Die Ausstellungsdaten kann man sich bestimmt auf der Moleskine-Homepage runterladen. Die spar ich mir hier mal.

Werkbundarchiv - Museum der Dinge
Oranienstrasse 25
10999 Berlin – Kreuzberg
Detour präsentiert eine außergewöhnliche Notizbuchsammlung international anerkannter Künstler zum Art Forum.

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08.10.08 | Permalink | Kommentare (1)

 

Gastbeitrag | Kritik

Auf des Messers Schneide

Werke aus der Sammlung J+C Mairet
von Hugo Boadas

Das Polizeifoto zeigt die Anarchistin Germaine Berton, die den royalistischen Propagandisten Marius Plateau ermordet hatte. Dieses Foto wurde für eine Fotomontage in der Nr. 1 der Zeitschrift »La Revolution surrealiste« (Dezember 1924) verwendet. Um das Fotos waren die Mitglieder der Surrealisten gruppiert Darunter stand der Satz Baudelaires: »Die Frau ist das Wesen, das den größten Schatten und das größte Licht in unsere Träume wirft.« (aus dem Nachlass Breton in der Sammlung Mairet).

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07.10.08 | Permalink | Kommentare (0)

 

Michael Reuter | Alles

Immer wieder malen gehen. Die Bilder von Felix Wunderlich


Prozession, 130 x 110 cm, 2002

Ich glaube an das Gute und das Böse in der Malerei. Sie friert beide Zustände ein, macht sie bestimmbar. Im wirklichen Leben fließt das Gute übergangslos in das Böse, egal wie viel Rosenkränze auch gebetet werden. Ich kann Gott malen, in Wirklichkeit ist er nicht zu sehen.

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06.10.08 | Permalink | Kommentare (0)

 

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