Konstantin Schneider | BERLIN weekly
OPEN HOUSE at Santa Claus - LIFEGUARD TOWER 13 Miami Beach
Gerade in den letzten Wochen sind wir immer wieder mal darauf angesprochen worden, ob wir nicht noch mehr aus unserem grossartigen BERLINER KUNSTKONTAKTER machen wollen? Wir antworteten daraufhin, na klar, erstmal fahren wir aber noch nach Miami ans Meer, was aber nicht nur zum Vergnügen geschehe, auch wenn wir natürlich die Badehose einpacken würden.
Dass wir, in diesem Fall der BERLINER KUNSTKONTAKTER Konstantin Schneider sowie die Münchner Künstlerin ADLER A.F. am Nikolaustag, wenn sich hoffentlich die meisten Messeteilnehmer in Miami bereits genügend Klarheit darüber verschafft haben werden, dass bei entsprechendem Realitätssinn überhaupt kein Grund zur Besorgnis für 2009 besteht, von 11-14 Uhr mit einem BERLIN-BEACH-BRUNCH direkt am Ocean Drive ( genauer gesagt am lifeguard tower 13th street - der ist nämlich uramerikanisch dekoriert, so mit Stars&Stripes und befindet sich auch nur ca. 15 Gehminuten von der ARTBASELMIAMI entfernt ) ausserdem unseren speziellen Beitrag zur Entspannung leisten werden, stehe allerdings auch schon fest.
In Vorfreude darauf und deshalb völlig entspannt drehten wir also in der KW47 unsere Runden durch das wegen des Wintereinbruchs voradventlich wirkende Berlin. Dabei erzählte uns z.B. Dayanita Singh bei der Neueröffnung von NATURE MORTE BERLIN, dass es bei der Fotoportraitserie "Myself Mona Ahmed" wirklich einzig und allein um ihren besten Freund gegangen sei und eben nicht um dessen Transsexualität, tags drauf liess uns Mara Wagenführ bei Krammig contemporary wissen, dass sie sich bereits seit 10 Jahren unbeirrt selbst portraitiere, vorher hatten wir bereits bei Jan Wentrup den Eindruck gewonnen, dass die Beschäftigung junger Künstler mit formalen Fragen keineswegs in Langeweile ausarten muss, uns in der Böckhstrasse 21 nach langer Zeit wieder einmal den Spass gegönnt, uns vorzustellen, dass diese Fotos auf der Party dort die Gäste hinterher vielleicht sogar zu engagierteren sexuellen Handlungen anregen könnten, staunten hingegen bei axellappprojects darüber, wie traurig Menschen u.U. aussehen können, die doch aber gerade über Liebe nachdenken, sehr erfreute uns andererseits der Stipendiat der Akademie Schloss Solitude José Carlos Teixeira bei rosalux so kurz vor unserem Ausflug nach Florida u.a. mit einer verfremdeten US-Hymne, Samstag liessen wir uns bei Johann König von der schillernden Leere in den Bildern von Nathan Hylden erbauen, beeindruckte uns bei Sara Asperger Berlin die Vielschichtigkeit in den Arbeiten von Wolfgang Petrick, überzeugten uns die performativen skizzen von Yukihiro Taguchi bei SAKAMOTO und schliesslich noch Raul Walch mit dem durchdachten Konzept, seinen Gastgeber, den Verpackungskünstler H.N. Semjon im KioskShop berlin seinerseits einzupacken.
Wegen unserer transatlantischen Verpflichtungen und eines Abstechers nach München, wird BERLIN weekly hier zwei Wochen pausieren. Aber spätestens zu Weihnachten hin dürfen Sie sich dann auf den ganz grossen KUNSTMESSENVERGLEICH BERLIN-MIAMI freuen.
Is doch wat, oder? Und vielleicht sehen wir uns ja auch in Florida.
Herzlichst
Ihr Konstantin Schneider
BERLIN weekly No. 47:
Dayanita Singh | LET IT GO | NATURE MORTE BERLIN
Wolfgang Petrick | MUTATIO | Sara Asperger Berlin
Roland Iselin | What we do when we think about love | axellappprojects
Jose Carlos Teixeira | Aus Amerika | rosalux
Yukihiro Taguchi | über - performative skizzen | SAKAMOTO contemporary
Marah Wagenführ | the spirits I have called | Krammig contemporary
Nathan Hylden | Still now again | Galerie Johann König
Re-Invented: Study and Play | Groupshow | Jan Wentrup
Konstantin Schneider, 24.11.08 | Mehr von dieser Autorin/diesem Autor
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