Michael Reuter | Kritik

Ode an die Natur#4
Aljosha


object 63, 2008, medium: acrylic, dimensions: 19 x 19 x 19 cm

Filigrane Strukturen und Architekturen aus Acrylfarbe (!) fertigt der 1974 in der Ukraine geborene und in Düsseldorf lebende Aleksey Alekseevich Potupin, aka Aljoscha. Die Arbeiten erinnern an transparente Bakterien, plastinierte Nervenstränge und Blutbahnen oder an Korallen, Schwämme und kristalline Feststoffe.
Aljosha hat für seine Werke den Begriff Bioism geprägt. Er träumt von einem biotechnologischen Zeitalter, in dem es keine unbelebten Gegenstände mehr geben wird. Der Mensch der Zukunft sitzt auf lebendigen Sesseln in einem lebendigen Haus und die Künstler können frei mit biologischer Materie arbeiten, um immer neue Lebensformen zu erschaffen. „Die Kunstmuseen der Welt werden sich in Zoologische Gärten verwandeln“, träumt Aljosha und betrachtet schon jetzt jedes seiner Objekte als lebendiges Wesen. Als Einzelstücke sind sie von fragiler Schönheit, in der Häufung sehen sie sich allerdings sehr ähnlich. Nachwuchs-Schöpfer Aljoscha sollte noch am Formenreichtum arbeiten – aber Gott hat in den sieben Tagen auch nicht alles perfekt hingekriegt.

Michael Reuter, 28.03.09 | Mehr von dieser Autorin/diesem Autor

 

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Kommentare

"Die Arbeiten erinnern an transparente Bakterien, plastinierte Nervenstränge und Blutbahnen oder an Korallen, Schwämme und kristalline Feststoffe."
... oder an noch nicht entdeckte Planeten, Einzeller, mutierte Seeigel.... toll, gefällt und lässt Phantasien freien Lauf.

caro | 29.03.09

 

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Aljosha«




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