Michael Reuter | Kritik

Ode an die Natur #3
Stefanie Bühler


Galaxie, 2006, epoxy resin, perls, glitter, 94 x 160 x 165 cm, courtesy Galerie Birgit Ostermeier, Fotograf: Uwe Walter

Die 1976 geborene Stefanie Bühler studierte an der HfBK Dresden Bildhauerei und dreidimensionales Gestalten. Ihren Zugang zur Natur findet sie über detailliert ausgearbeitete Skulpturen, die an Objekte aus Lehrmittelsammlungen, barocke Wunderkammern oder Dioramen in Naturkundemuseen erinnern. Ihre Arbeit Galaxie, 2006, hat einen Durchmesser von 160 cm, ihr Urwald, 2006, aus Kunststoffen und Ölfarbe bringt es auf eine Höhe von 120 cm. Ein „tiefenräumliches Naturzitat“ sah die Berliner Zeitung darin, das einen „Hauch von Romantik“ verbreite, „umwehrt von dezent poppiger Ironie“.
Stefanie Bühlers Gewitterhimmel, der zurzeit an der Decke der Galerie Junge Kunst e.V. in Wolfsburg aufzieht, hat ein Gerüst aus Styropor. Die Wolkenstruktur besteht aus Watte, die durch gefärbten Kleister gezogenen wurde.
Der Kurator Marc Wellmann postulierte zur Ausstellung Skulptur heute! Die Macht des Dinglichen das Haptische, Konkrete, Abgeschlossene und Beständige als Schlüsselbegriffe für ein „Zurück zum Objekt“ und plädierte für eine Wiederentdeckung der materiellen Präsenz von Objekten. Stefanie Bühler würde das wohl sofort unterschreiben.

Michael Reuter, 25.03.09 | Mehr von dieser Autorin/diesem Autor

 

Kunst-Blog.com, Copyright 2005-2012. Alle Rechte vorbehalten.

Soweit nicht anders angegeben liegen die Rechte bei den jeweiligen Autoren und Künstlern, die die Urheber der Beiträge sind, und bei Kunst-Blog.com. Für Webseiten, auf die von dieser Site aus verlinkt wird, sind ausschließlich die Betreiber der jeweiligen Angebote verantwortlich.

 

Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar zu »Ode an die Natur #3
Stefanie Bühler«




Automatisch anmelden?