Markus Wirthmann | Alles

Warum war ich eigentlich ...

... noch nie in der Temporären Kunsthalle?

Darum:

"... der neue Geschäftsführer heiße Benjamin Anders und sei ein unbeschriebenes Blatt in der Kunstwelt. Gegenüber dem artnet Magazin bestätigte Anders, fast fünf Jahre lang Marketingleiter einer Baumarktkette, der auch Erfahrungen im Medienbereich gesammelt hat, seine Berufung in eine rein administrative Funktion. Sein Auftrag sei es, die „finanzielle Handlungsfähigkeit“ der Halle zu sichern. Seit einiger Zeit wollen die Gerüchte nicht mehr weichen, die gemeinnützige GmbH arbeite unter Druck daran, die Insolvenzgefahr abzuwenden. Inhaltlich bespielt werden soll das Haus hingegen nach Ellers Abgang von einem bunt gemischten Kollektiv, an dessen Spitze Bärbel Hartje den Stifter selbst und die künstlerische Beraterin Angela Rosenberg sieht."

Nachzulesen im Text von Gerrit Gohlke bei Artnet

Und darum:

Jetzt erst haben wir die Möglichkeit, das, was ich mir persönlich vorstelle, durchzusetzen.

Das Interview mit Dieter Rosenkranz, dem Hauptsponsor der Temporären Kunsthalle ist nachzulesen im Tagesspiegel

Spricht der Mann eigentlich im Pluralis majestatis von sich oder sind da irgendwelche Hedge-Kunst-Fonds-Manager mit am Werk? Scheibenkleister! Ich rate zum Radikalschnitt, macht die Kunsthalle zum Durchgangslager für herrenlose Kunstsammlungen. Davon gibt´s ne ganze Menge. Rauchs, Scheibitze, Struths, Ruffs und und und haben die alle zu bieten, also was soll´s. Um die Touries zu ködern reicht das allemal und was anders scheint die Geldgeber ja nicht zu interessieren. Eine andere Alternative wäre, die Bude an Lumas zu vermieten. Die würden höchstwarscheinlich, dank ihres erprobten Netzwerks, Publikumsrekorde feiern.

Das Ding inklusive der ausgestellten Kunst exklusiv zu vermieten ist ja bereits gängige Praxis. Erst neulich war die "Kunsthalle" für eine gesamte Woche geschlossen und alle Veranstaltungen mussten abgesagt werden. Prost Mahlzeit!

Und darum:

Gestern trat der Gründungsbeirat zurück. Katja Blomberg vom Haus am Waldsee in Berlin sagte für das vierköpfige Gremium, man sei enttäuscht von der Umsetzung der Konzepte.

Nachzulesen in der Süddeutschen

Na, wer verlässt hier das sinkende Schiff?

Markus Wirthmann, 22.06.09 | Mehr von dieser Autorin/diesem Autor

 

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Kommentare

Hauptsache die "kleine temporäre kunsthalle" gleich gegenüber, arbeitet weiter erfolgreich an Ihrem Konzept, Berichte darüber gab es in der Vergangenheit auf diesem Blog
;-)

Ulrich Diezmann | 23.06.09

 

ich wuenschte ich waere nie dagewesen.

Lars | 25.06.09

 

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