Konstantin Schneider | BERLIN weekly
Ohne Kunstloch durch den Berliner Sommer
Da mittlerweile selbst im Sommer keine Kunstlöcher mehr entstehen, lohnte sich natürlich auch in der Kalenderwoche 30 der Blick nach Berlin.
Gefreut haben wir uns besonders darüber, dass Gilles & Pierre nach 15 Jahren erstmals wieder eine grosse Ausstellung mit vielen neuen Arbeiten in Berlin hatten. Das französische Künstlerpaar zeigt uns, wie dicht Kitsch und Underground, Pop Art und Pathos beieinander liegen. Dass ihre Kunst zu sozialer Dekoration taugt, ist unbestritten. Als Fotograf und Werbegrafiker haben die beiden nämlich grossartige Leitbilder kreiert, ohne die moderne Gesellschaften nicht funktionieren würden. Ganz sicher wird ihre spezielle "Ästhetik des Widerstands" gegen Normen und Konventionen immer wieder neue Generationen inspirieren.
Überhaupt lässt sich so langsam wieder eine grosse Entschlossenheit beobachten, auf jeden Fall weiterzumachen. Denn solange die "Berliner Luft" ihren aparten Duft verströmt und sich z.B. die Sister Cities Los Angeles und Berlin gegenseitig befruchten, werden die Feste eben wieder gefeiert, wie sie fallen.
BERLIN weekly No. 30:
Pierre & Gilles | Retrospektive | CO Berlin
KUNSTKONTAKTER SOMMERKUNSTAKTION | RAUM FÜR ZWECKFREIHEIT
SISTER CITIES LOS ANGELES/BERLIN | Groupshow | Merry Karnowsky Gallery
Iva Vacheva & Christopher Eymann | Ich verdopple Schätzchen | JANINEBEANGALLERY
BERLIN artspotters remastered | GERMAN CONSULATE GENERAL NEW YORK
Sommerfest | Literatur | Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf
Sommerfest | Bildende Kunst | Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf
Abner Preis & Nomad | HUNDSTAGE - HAPPY EVER AFTER | brot.undspiele galerie
passing through | KUNSTPUNKT BERLIN
Konstantin Schneider, 28.07.09 | Mehr von dieser Autorin/diesem Autor
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