Gastbeitrag | Kritik
Miteinander reden
Gastbeitrag von Jenny Möller
Preview Berlin – The Emerging Art Fair
Flughafen Berlin Tempelhof
25.09.09 bis 27.09.09
LESS REGRESS / MORE CONGRESS - weniger Rückschritt, mehr Begegnung verspricht in diesem Jahr das Motto der Preview Berlin. Das ist ein besonnenes Motto für eine junge Kunstmesse. Sich näher kommen sollen die Galeristen, Sammler und Kunstinteressierten.
Das klappte am Eröffnungsabend schon einmal gut - Die Besucher hatten ob des Gedränges kaum eine andere Wahl als miteinander und den Exponaten auf Tuchfühlung zu gehen. 47 Galerien gewährten einem gut gelaunten Publikum einen ersten Blick auf die Werke von jeweils maximal zwei Künstlern. Präsentiert wurden diese nicht in den messeüblichen Kojen, sondern in Form einer Ausstellung, bei der sich die Besucher zwischen den Exponaten frei bewegen. Trotz des eher zahmen Mottos wirkte die Veranstaltung erfrischend experimentell. Eine Sitzgelegenheit aus aufgetürmten Holzpaletten in der Mitte der Halle bestärkte den Eindruck eines ungezwungenen Beisammenseins: Nach und nach gesellten sich mehr Menschen mit Bierflaschen in den Händen hierher. Manch einer fühlte sich an Zeiten von Klassenfahrten und Schulpausen erinnert.

© Preview Berlin
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25.09.09 | Permalink | Kommentare (4)
Markus Wirthmann | Rückschau
NAHRUNG
NAHRUNG
kaleidoskopische Untersuchung eines Treibstoffs
Shedhalle Zürich
5. September – 27. September 2009
Finissage: Sonntag, 27. September 2009 // 17h
Franz Burkhardt - Esther Ernst - Adib Fricke - (e.) Twin Gabriel - Marianne Halter - Thaddäus Hüppi - Christian Jankowski - Franziska Koch - Karsten Korn - Via Lewandowsky - Bernhard Martin - Tatjana Marusic - Christiane Möbus - Rapedius/Rindfleisch - Gunter Reski - Ralf Ritter - Ana Roldán - Karin Sander - Martin Städeli - Caspar Stracke - Stefan Sulzer - Anita Tarnutzer - Jorinde Voigt - Markus Wirthmann - David Zink Yi

Karin Sander, Siegfried 1:3, 4+1-Achsenfräsung in Schokolade
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24.09.09 | Permalink | Kommentare (0)
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Phänomen Piratenpartei: Ein Spot zur Bundestagswahl 2009
23.09.09 | Permalink | Kommentare (0)
Markus Wirthmann | Alles
Die Kunst ist ...
... in der Mitte der Frequenzen angekommen.
Es ist Mittwoch, der 23. September 2009, 12:23 Uhr und ein denkwürdiger Tag. Zum ersten Mal - zumindest soweit ich weiss - gibt ein "Kunstsachverständiger und Galerist", in diesem Fall Aeneas Bastian von der Galerie upstairs, auf Radio Eins Tipps zum Sammeln von Kunst.
Also, heute Nachmittag nicht mit dem Auto zur Messe fahren. Die Parkplätze werden für die Radio Eins-Jungsammler aus dem Raum Berlin und Brandenburg gebraucht!
23.09.09 | Permalink | Kommentare (0)
Gastbeitrag | Kritik
Der Raum ist nicht genug
Gastbeitrag von Stephanie Kloss
Thomas Demand
Nationalgalerie
Neue Nationalgalerie, Berlin
22. September 2009 bis 17. Januar 2010
Vorhang auf für Thomas Demands Schauspiel „Nationalgalerie“
in der Neuen Nationalgalerie zu Berlin.

Donnerstag Abend.
Eine lange Schlange bildet sich vor der Neuen Nationalgalerie.
Über der Menschenmenge steht in erleuchteten Lettern nochmal der Name des Gebäudes, der Ausstellungstitel, damit man weiss wo man ist und was einen erwartet.
Daneben ein großes Festzelt.
Wir wollen nicht Schlange stehen und gehen in das Zelt.
Innen ist es leer und bitterkalt.
Rosafarbenes Licht und paar wenige Stehtischchen bestärken den trostlosen Eindruck. Aus den Lautsprechern schallt deutschsprachige 80er Jahre Musik.
Der ausgelegte Teppichboden spart die festinstallierten Skulpturen vor der Nationalgalerie sorgsam aus.
Weil es doch zu kalt ist, gehen wir wieder ins Freie.
Die Schlange hat sich aufgelöst und wir betreten den großen Raum:
In der „Nationalgalerie“ zeigt uns Thomas Demand, laut Zeit Magazin: „der berühmteste deutsche Künstler des Jahrgangs 1964“, wie er auf sein/ unser Land blickt.
Er hat für die Ausstellung nur Arbeiten ausgewählt, die auf deutsche Orte oder Inhalte anspielen.
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21.09.09 | Permalink | Kommentare (1)
Markus Wirthmann | Kritik
Zwei nicht mehr ganz so junge ...
... britische Artisten in Berlin:
Barocke Handwerkskunst vs. postmoderne Appropriation
Mat Collishaw bei Haunch of Venison
und Gavin Turk bei ScheiblerMitte

Dreidimensionales Zoetrop von Mat Collishaw
Mat Collishaw und Gavin Turk sind YBAs (für alle Nachgeborenen: Young British Artists) der ersten Stunde. Sie waren bei Damien Hirsts Ausstellung freeze und Charles Saatchis Sensation dabei. Jetzt sind neue Arbeiten in Berlin zu sehen.
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18.09.09 | Permalink | Kommentare (0)
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ONCE I SAY I, I´M TALKING TO YOU
ADIB FRICKE
ONCE I SAY I, I´M TALKING TO YOU
REALACE Projektraum
Prinzessinnenstr. 20
10969 Berlin
Telefon 030-25 29 33 66
http://www.realace.de
Eröffnung 18.9.2009, 18-21 Uhr
18. September bis 6. November 2009
Dienstag bis Freitag von 11-18 Uhr
17.09.09 | Permalink | Kommentare (0)
Gastbeitrag | Alles
NUR DREI

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16.09.09 | Permalink | Kommentare (1)
Dirk Teschner | Kritik
Leipzig lädt Hausbesetzer-Künstler aus Hamburg ein
Die Stadt Leipzig hat den Besetzern der Hamburger Gängeviertel-Häuser Asyl angeboten. Nach Angaben der Gängeviertel-Initiative seien die rund 200 Künstler vom Leipziger Bürgermeister und Beigeordneten für Stadtentwicklung, Martin zur Nedden, in die Musik-Stadt eingeladen worden. Auch die städtische Wohnungsbaugesellschaft habe bereits Hilfe signalisiert.
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16.09.09 | Permalink | Kommentare (3)
Markus Wirthmann | Netz
Aha!
Kunstkritik unter Artenschutz?
Klaus Honnef im Kunst Magazin Berlin
"... spielt die Kunstkritik Anfang des 21. Jahrhunderts nur eine randständige Rolle. Die Gründe sind mannigfaltig: Die Kunst der Gegenwart benötigt keine Anwälte. Sie ist weitestgehend akzeptiert und hat den Oppositionsgeist aufgegeben. In einer Konsum- und Mediengesellschaft läuten oppositionelle Gesten ohnehin nur die nächste Modewelle ein. Nie waren die ästhetischen Massstäbe individualistischer und die Szene pluralistischer. Das unterhaltsame Kunterbunt der Kunstmärkte prägt das Bild der Kunst, und die Museen werden ihnen zunehmend ähnlicher. Es bedarf keines Cicerones, um den Dschungel scheinbarer Unübersichtlichkeit zu bewältigen. Denn der Dschungel ist die Attraktion. ...
Die Kunst der Vergangenheit und die Museen „alter Schule“ haben ihre frühere Geltung als Positionslichter verloren. Mit einschneidenden Konsequenzen für das Selbstverständnis der Kunst. Es zählt die pure Gegenwart. „Museen der Gegenwartskunst“ oder private Sammlermuseen liefern die Foren. Die Kunstkritik hat ihre sachlich-fachliche Meinungsführerschaft den privaten Sammlern überlassen müssen. In direktem Kontakt mit den Künstlern eignen diese sich die Kompetenz an, um zum ästhetischen (Kauf-)Urteil zu gelangen. Artenschutz geniessen die Kunstkritiker nicht."
Der ganze Beitrag findet sich in der aktuellen Ausgabe des Kunst Magazin Berlin. Danke für den Tipp Thomas!
15.09.09 | Permalink | Kommentare (1)
Markus Wirthmann | Rückschau
Strandbiester belagerten Zürich
Theo Jansen
Strandbiester belagern Zürich
Kunstraum Walcheturm, Zürich
August/September 2009
Animaris Umerus in Aktion im ehemaligen Kasernenhof vor dem Kunstraum Walcheturm
Die Strandbiester (eigentlich eine etwas falsche, eher lautmalerische Übersetzung aus dem Niederländischen) sind kinetische Kunstwerke, die sich von vielen ähnlichen Ansätzen in einem wesentlichen Punkt unterscheiden: Sie wandern, mehr oder weniger autonom, durch´s Gelände. Klar, mittlerweile gibt es haufenweise elektronisches-Gezappel-Kunst, Spielzeug und sogar Staubsauger, die das schaffen - aber Theo Jansens Biester sind analog, komplett old-school und bestehen aus Plasikrohren, Kabelbindern, PET-Flaschen und Klebeband.
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14.09.09 | Permalink | Kommentare (0)
Markus Wirthmann | Rückschau
Denn sie wissen was sie tun
David Levine
HOPEFUL
Feinkost, Berlin
Juli/August 2009

David Levine versammelte an den Wänden der Galerie Feinkost hunderte Sed-Karten, also Bewerbungen von Models, Comedians, Schauspielern und -Innen, gerichtet an Agenten, Regisseure, Fotografen. Anscheinend handelte es sich mehrheitlich um die Klasse der Initiativ- mithin also der unverlangten, für den Adressaten eventuell unerwünschten bis lästigen Bewerbungen, die sich da breit machen. David Levine konnte diese Portfolios in den letzten Jahren sammeln, da sie, so der Galerietext, unbeantwortet und bereits zu Müll degradiert waren.
Unwillkürlich denke ich an Fruchtfliegen auf Obst oder das Getier in der Biotonne vor der Haustür.
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14.09.09 | Permalink | Kommentare (0)
Gastbeitrag | Kritik
England ist nicht die einzige Insel der Welt
Gastbeitrag von Ulrich Diezmann
Eine Ausstellung über das Werk von Klaus Hähner-Springmühl im Kunstraum D 21 in Leipzig-Lindenau
Beteiligte Künstler: Klaus Hähner-Springmühl, Erich-Wolfgang Hartzsch, Frank Raßbach und Karin Wieckhorst

Lindenau liegt im Leipziger Westen, der Kunstraum D 21 ist dort in einem sogenannten "Wächterhaus" in der Demmeringstraße 21 beheimatet, der künstlerische Leiter ist Michael Arzt, gebürtiger Chemnitzer, ehemals Karl-Marx-Stadt.
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14.09.09 | Permalink | Kommentare (0)
Charlotte Lindenberg | Kritik
Was soll´s? Über Saisonstarts im Allgemeinen und den Frankfurter im Speziellen
So oder so ähnlich heißt das Wochenende, an dem die Galerien aus dem Sommerloch klettern. Der kollektive Ausbruch des Geschäftsjahres erfordert Kooperation und vollzieht sich daher auf der Grundlage regionaler Netze. Viele Galerien beteiligen sich an Kosten und Organisation von Werbung, Shuttlebussen und Vermittlungsangeboten. Was motiviert GaleristInnen zu Sonderschichten an Abenden und Wochenenden? Während der gemeinnützigen Aktion gestehen Etliche der Anwesenheitsverpflichteten eine leichte Unpässlichkeit infolge beruflicher Verpflichtungen am Abend vor dem Morgen danach. Rituelle Eröffnungen am Freitagabend haben zur Folge, dass Manche zwischen Kampftrinken im Dienste der guten Sache und deren Ende am Sonntagabend leicht sediert wirken. Zwischendurch öffnen sie ihre Räumlichkeiten, um genau das finanzschwache Fußvolk zu empfangen, das sie während des Rests der Saison gern an sich vorrüber gehen lassen.
13.09.09 | Permalink | Kommentare (0)
Esther Ernst | wo ich war
ROMANTISCHE MASCHINEN - GINTERSDORFER / KLASSEN - KNOEBEL IMI - SELTZER ANDREAS - SUPER ART MARKET

Kinetische Kunst der Gegenwart
Georg Kolbe Museum Berlin
Und dann, zum Titel dazu, Arbeiten von Künstlern, die ich fast alle schon in spannenderen Zusammenhängen gesehen habe. Vielleicht ist es gerade die Zusammenstellung von mehreren "romantischen Maschinen", die dem einzelnen Werk die Luft, den Humor und die Eigenheit nimmt.
Toll aber, nur nicht so günstig ausgestellt, weil die Sonne ziemlich in die Glotze knallt, ist die Videodokumentation von Michael Elmgreen und Ingar Dragset über ihre Performance "Drama Queens", bei der die markantesten Skulpturen der Kunstgeschichte auftreten und miteinander diskutieren, aus ihrem Skulpturenleben erzählen.
11.09.09 | Permalink | Kommentare (0)
Gastbeitrag | Essay
Kritische Videoarbeiten
Gastbeitrag von Ann-Kathrin Frank
Esra Ersen - Kritische Videoarbeiten in Berlin

Perfect /Growing Older (Dis)Gracefully (2006)
Peter Weibel, seit 1999 Vorstand des ZKM in Karlsruhe, führt in seinem Beitrag im Jahrbuch 2007 der Guernica-Gesellschaft zum Thema „Politische Kunst heute“ aus, dass Kunst nicht der wahre Spiegel der Gesellschaft ist. Freuds psychoanalytischem Modell der Repräsentation des Unbewussten folgend, betont er das Merkmal der Kunst, neben dem bewusst Wahrgenommenen auch Unbeachtetes und Verdrängtes zu repräsentieren. Genau dies ist bei den Arbeiten der Künstlerin Esra Ersen zu finden. Ihre Werke leiten den Blick auf Randgruppen und Menschen, in schwierigen Lebenssituationen. Durch ihren klaren, den Moment nicht wertenden Blick sind ihre Arbeiten durchaus als Spiegel von sozio-politischen Gegebenheiten der Gesellschaft zu sehen.
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09.09.09 | Permalink | Kommentare (0)
Gastbeitrag | Kritik
Fragwürdiger Siegeszug
Gastbeitrag von Ann-Katrin Frank
SIEGesIKONen / Icons of Victory – transFORM
(100+ Kuenstler - 1980, 1989, 2009)
31. August – 3. September 2009
Humboldt Berlin

Humboldt Berlin (Umspannwerk), Kopenhagener Str. 58, 10437 Berlin
Dicht an dicht drängen sich die Plakate zur Ausstellung SIEGesIKONen an der Fassade vom Umschaltwerk Humboldt in der Kopenhagener Straße, Berlin-Prenzlauer Berg. Ganz so, als befänden sie sich selbst im Siegeszug.
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08.09.09 | Permalink | Kommentare (0)
Konstantin Schneider | BERLIN weekly
Between Wedding and New Delhi

Das ist übrigens nicht der Arc de Triomphe sondern das India Gate
Was tun in den Ferien fragten wir uns vor einigen Wochen, als die Sommerpause anstand. Endlich mal ganz und gar abhängen oder vielleicht doch lieber ein Kunstabenteuer starten? Wir entschieden uns für die zweite Lösung und deshalb gibt es diese Woche eine mit vielen Eindrücken vom INDIA ART SUMMIT 2009 aufgemischte Wochenschau. Impfungen ersparten wir uns allerdings für diesen Kurztrip. Nachdem die Premiere noch als Kindergartenveranstaltung bezeichnet worden war, sind die Organisatoren mit ihrem Versuch, in Neu-Delhi eine global bedeutende Kunstmesse zu etablieren, diesmal aber schon ein gutes Stück voran gekommen, was durch unsere Pionierarbeit hoffentlich auch ganz, ganz deutlich rüberkommt.
Global weekly speziale:
INDIA ART SUMMIT | Privat Pioneer Selection I | Pragati Maidan New Delhi
INDIA ART SUMMIT | Privat Pioneer Selection II | Pragati Maidan New Delhi
INDIA ART SUMMIT | Privat Pioneer Selection III | Pragati Maidan New Delhi
Prahibta Singh | My secret home on earth | Religare Artspace New Delhi
Talk about Thin & Thick Globalisation ? | Shaheen Merali at INDIA ART SUMMIT
Kinga Dunikowska | First of all Pleasures | Brot und Spiele Galerie
Australian Art For Berlin | Groupshow | Gitte Weise Gallery
Chasing Stillness | boredomresearch | [DAM]
Jennifer Oellerich | Regaining Dimensions | KWADRAT
Kulturpalast Wedding | Koltermann, Sennf
02.09.09 | Permalink | Kommentare (0)
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