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Dirk Teschner | Kritik

ARMELLA SHOW - Jenseits von Kunstmessen und Museen

Was tun, wenn in den Städten jenseits der Kunstmetropolen es nur wenige Galerien, Projekträume, Kunsträume gibt? Richtig, man holt diese aus anderen Städten her. Das Kunsthaus Erfurt lud vom 24. Oktober bis zum 1. November 15 Galerien aus 9 Städten mit über 30 Künstlerinnen und Künstler zur ARMELLA SHOW ein.


Jarmuschek+Partner, Berlin // Dieter Lutsch

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29.10.09 | Permalink | Kommentare (0)

 

Michael Reuter | Region Stuttgart

Zuviel Friedfertigkeit ist auch nix.

Die afrikanische Biennale DAK’ART zu Gast in Stuttgart


Ausstellungsansicht

Im August berichtete Lutz Mükke in der Zeitschrift „Aus Politik und Zeitgeschichte“ über die „Dramatisierungsfalle“, in der die deutsche Berichterstattung über den afrikanischen Kontinent stecken würde.
Die „K-Berichterstattung“, also Kriege, Krisen, Katastrophen und Krankheiten, nehme zwischen 40 und 50 Prozent der analysierenden Berichte ein. „Schwer absetzbar sind hingegen Themen wie Innen- und Außenpolitik afrikanischer Staaten, Alltag, Kultur, Literatur oder lokale Wirtschaftsthemen.“
So ist es schon erstaunlich, dass auch die aktuelle Ausstellung in der ifa-Galerie Stuttgart sich in der künstlerischen Berichterstattung nicht dem vielleicht gar nicht so grauenvollen Alltag der Bevölkerung widmet, sondern ebenfalls auf Bedrückendes setzt.

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26.10.09 | Permalink | Kommentare (0)

 

Markus Wirthmann | Netz

Klaus Staeck, der Mann, der das twittern ...

... quasi erfunden hat ...

... und in den Siebzigern und Achtzigern mit Kunst-Kurznachrichten in Plakatform ungefragt Wohngemeinschaftsküchen, Soziologiestudentenklos und Jugendzimmer in Agitprop-Höhlen verwandelt hat, polemisiert aktuell gegen die Meinungsvielfalt im Internet:

Ich gestehe, ich bin kein Blog-Leser oder Verfasser, und deshalb auch nicht in der Gefahr, der Blogorrhoe zu erliegen. Und ich bleibe natürlich bei meiner Verteidigung eines klassischen Journalismus. Eines Journalismus der sich als Instrument lebendiger Demokratie versteht, der die wirklichen Probleme der Welt und der Menschheit ernst nimmt, der hilft, nach Lösungswegen zu fragen, und der Politik als Ringen um die richtigen Antworten darstellt, statt sie zum Comedyereignis mit hohem Spaßfaktor zu verharmlosen.

Alter, scheiß drauf du Opfer, kann isch auswählen zwischen Spaßfaktor und Qualitätsjournalismus! So wie Sie, Herr Staek, früher, in den vordigitalen Zeiten, zwischen Bild und Spiegel.

Lustigerweise gibt Klaus Staeck ja unumwunden zu, dass er sich mit der Materie über die er so lossalbadert überhaupt nich auskennt. Er labert halt einfach mal das nach, was unter anderem, vom Qualitätsjournalismus, so vorgebetet wird: Computer = böse, Papier = gut.

Den ganzen Artikel findet man im Tagesspiegel vom Donnerstag.

PS.: Für all jene, die überhaupt nicht mehr wissen wer dieser Klaus Staeck überhaupt ist dem sagt´s Wikipedia, auch so ein Comedy-Tool mit Spaßfaktor: "Klaus Staeck (* 28. Februar 1938 in Pulsnitz) ist ein deutscher Grafikdesigner, Karikaturist und Jurist. Im April 2006 wurde er zum Präsidenten der Akademie der Künste in Berlin gewählt ..."

24.10.09 | Permalink | Kommentare (0)

 

Charlotte Lindenberg | Essay

Auf der Suche nach der Evolutionsbremse

Frieze 09
Der angeblich “nach den Messen in Basel und Miami wichtigste Termin im Kunstkalender” fand bereits vor einer Woche statt und wurde seither ausreichend in Print- und Online-Medien doku- und kommentiert. Diese Tatsache beschert mir die Gnade des späten Report, will sagen: Wenn ich heute noch eine persönliche Bilanz der Londoner Frieze Art Fair ziehe, brauche ich niemanden mit Beschreibungen von Arbeiten zu belasten, denen ich letztlich durch Wort und Foto doch nicht gerecht werde. Stattdessen nehme ich die Tour de Force durch die überwiegend aktuelle Kunst zum Anlass, vor aller Augen über das Phänomen tendenziöser Berichterstattung - kurz: des Abwatschens – zu sinnieren.

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22.10.09 | Permalink | Kommentare (0)

 

Markus Wirthmann | Kritik

Protectionismus

Die Weingüter Retzer Land, ein Qualitätsverbund von Top-Winzern im westlichen Weinviertel Österreichs, lud gestern Abend zur Weinprobe in den Dachboden der Botschaft. Der windschiefe Dachverhau wird aus unerfindlichen Gründen auch gern euphemistisch als Österreichisches Kulturforum Berlin bezeichnet und hin und wieder als Ausstellungsfläche zweckentfremdet.

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21.10.09 | Permalink | Kommentare (0)

 

Michael Reuter | Region Stuttgart

Neuer Wein in alten Schläuchen?
Die neue Direktorin des Kunstmuseums Stuttgart stellt sich der Presse

Here She Comes: Miss Schnellfeuer Dr. Ulrike Groos, neue Direktorin des Kunstmuseums Stuttgart. Der Griffel fliegt über das Papier, um wenigstens einige ihrer Ziele und Anmerkungen festzuhalten, während die Beisitzer der Inthronisation, auf der rechten Seite OB Wolle Schuster und Susanne Eisenmann als Stiftungsratsvorsitzende, im Quartalsprogramm blättern. Links sekundieren schweigend die Hauskuratoren Simone Schimpf und Daniel Spanke – es hätte schlimmer kommen können.

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Die neue Direktorin des Kunstmuseums Stuttgart stellt sich der Presse« weiterlesen ...

 

20.10.09 | Permalink | Kommentare (0)

 

Markus Wirthmann | Kritik

Gewitter in der Zitronenpresse

Anlässlich der Ausstellung "berufen" im Oktogon, der Galerie der HfBK Dresden, installierte Eberhard Bosslet Stroboskope in der verglasten Kuppel, der sog. "Zitronenpresse" und lässt sie elektronisch gesteuert ein hausinternes Gewitter simulieren.

Nachtigall ick hör Dir trapsen - das soll doch wohl keine Anspielung auf den inneren Zustand der Kunstakademie sein? Wurscht, das ganze ist mit relativer Ökonomie der Mittel sehr spannend geraten.

Wie übrigens die ganze Ausstellung, die durchwegs sehenswert und gut arrangiert daher kommt. Das ist selten bei Veranstaltungen wie dieser, bei der die Teilnahmeberechtigung einzig von Stand und Anstellung der Künstler abhängt.

berufen
Ausstellung von Professorinnen und Professoren des Studiengangs Bildende Kunst der HfBK Dresden.
Oktogon, Dresden
9. Oktober bis 22. November 2009

Mit: Hans-Peter Adamski, Peter Bömmels, Eberhard Bosslet, Monika Brandmeier, Lutz Dammbeck, Ulrike Grossarth, Martin Honert, Elke Hopfe, Detlef Reinemer, Ralf Kerbach, Wilhelm Mundt, Christian Sery, Carl Emanuel Wolff

19.10.09 | Permalink | Kommentare (2)

 

Michael Reuter | Region Stuttgart

Reiche Stadt. Arme Stadt. Stuttgart muss sparen.
Wer möchte eingespart werden?

Zurzeit kursieren im ehemals wohlhabenden Stuttgart gruselige Streichlisten. Dass die Haushaltskonsolidierung mit bis zu zehnprozentigen Kürzungen der Zuschüsse für städtisch geförderte Kultureinrichtungen einhergeht, stößt auf Protest. (Einige wenige Einrichtungen werden wohl auch mit gänzlich leeren Taschen dastehen und damit am Ende ihres kulturellen Engagements angelangt sein.) Vor allem die Stuttgarter Leuchttürme Künstlerhaus und Württembergischer Kunstverein sehen ihre programmatische Arbeit gefährdet. Man arbeite schon seit Jahren am Limit und eine weitere Kürzung sei nicht zu verkraften. Und schließlich gehe es nicht nur um den Fortbestand einzelner Institutionen, sondern um die „feinen Verästelungen“ innerhalb der kulturellen und subkulturellen Milieus, die eine Stadt erst lebens- und erlebenswert machen würden.
Der folgende Text basiert auf einem Kommentar von Hans D. Christ, einem der Direktoren des Württembergischen Kunstvereins, auf der Internet-Plattform e-stuttgart, die versucht, Fakten, Stimmungen und Meinungen zu den geplanten Kürzungen im Kulturbereich zu bündeln. Ein Besuch lohnt sich.

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Wer möchte eingespart werden?« weiterlesen ...

 

15.10.09 | Permalink | Kommentare (2)

 

Esther Ernst | wo ich war

ROSS OLIVER - CANTOR MIRCEA - LUTZ & GUGGISBERG - RIST PIPILOTTI - ALLORA & CALZADILLA

 

ROSS OLIVER
massage salon downtown, Zürich
+ Die Langstrasse in Zürich ist eigentlich so unglaublich bunt und trashig, dass sie kaum zu überbieten scheint. Oliver Ross allerdings hat’s echt geschafft. Schaut man durch das Fenster des Ausstellungsraums, verfällt man in eine mich-hat-eben-der-Blitz-getroffen-Starre.
Ich hab keine Ahnung, was Herr Ross sonst so macht, aber diese Installation ist sehr humorvoll und in ihrer Material- und Farbschlacht clever aufgebaut. All die Dinge (eine nach Farben geordnete 200-teilige Buntstiftpackung), bei denen man im Supermarkt staunend stehen bleibt, sind locker-lässig-trashig in die popige "Installations-Malerei" eingearbeitet. Da mittendrin macht der ganze Plastikwahnsinn für ein paar Minuten gute Laune.

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15.10.09 | Permalink | Kommentare (0)

 

Peter Lang | Kritik

Die grüne Tür: Klaus Werner in Berlin

Direkt am Thälmann Park im Prenzlauer Berg wird noch heute und morgen in der Sadtbezirksgalerie parterre die Entwicklung eines der wenigen bemerkenswerten Ausstellungsmacher der ehemaligen DDR gezeigt. Es dreht sich um den Kunstwissenschaftler Klaus Werner und seine "grüne" Tür ist der Aufhänger.

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10.10.09 | Permalink | Kommentare (1)

 

Constanze Musterer | Kritik

Kunst schaut Stadt

BERLIN 89/09 - KUNST ZWISCHEN SPURENSUCHE UND UTOPIE
Berlinische Galerie

Weiter, weiter, ... ! so schreit Ulf Aminde in seinem Video „Weiter“ (2004), in dem er als Regisseur Punks animiert, das mittlerweile auf jedem Kindergeburtstag verpönte Spiel „Reise nach Jerusalem“ zu spielen. Wo die Kleinen Konkurrenzgebaren und Ausgrenzungstaktiken für spätere Managerposten lernen können, durchbrechen die Punks die Spielregeln auf kreative Weise bis das Spiel letztlich in reiner Anarchie endet. Platziert unter der Kategorie „Alternative Konzepte“ im letzten Teil der Ausstellung BERLIN 89/09 - KUNST ZWISCHEN SPURENSUCHE UND UTOPIE präsentiert das Video von Aminde ein Beispiel autonomer Lebenskonzepte in der Metropole und fragt gleichzeitig nach deren Plätzen in der Stadt bei einer stetig wachsenden Subkultur, die sich gegenseitig verdrängen droht.

Tobias Hauser: Walden am Leipziger Platz, 2002
Dia-Leuchtkasten, Holzrahmen

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05.10.09 | Permalink | Kommentare (0)

 

Charlotte Lindenberg | English

What Crisis?

On the cultural and educational policy, the economic situation of exhibition spaces and art criticism.

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03.10.09 | Permalink | Kommentare (0)

 

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