Markus Wirthmann | Netz
Klaus Staeck, der Mann, der das twittern ...
... quasi erfunden hat ...
... und in den Siebzigern und Achtzigern mit Kunst-Kurznachrichten in Plakatform ungefragt Wohngemeinschaftsküchen, Soziologiestudentenklos und Jugendzimmer in Agitprop-Höhlen verwandelt hat, polemisiert aktuell gegen die Meinungsvielfalt im Internet:
Ich gestehe, ich bin kein Blog-Leser oder Verfasser, und deshalb auch nicht in der Gefahr, der Blogorrhoe zu erliegen. Und ich bleibe natürlich bei meiner Verteidigung eines klassischen Journalismus. Eines Journalismus der sich als Instrument lebendiger Demokratie versteht, der die wirklichen Probleme der Welt und der Menschheit ernst nimmt, der hilft, nach Lösungswegen zu fragen, und der Politik als Ringen um die richtigen Antworten darstellt, statt sie zum Comedyereignis mit hohem Spaßfaktor zu verharmlosen.
Alter, scheiß drauf du Opfer, kann isch auswählen zwischen Spaßfaktor und Qualitätsjournalismus! So wie Sie, Herr Staek, früher, in den vordigitalen Zeiten, zwischen Bild und Spiegel.
Lustigerweise gibt Klaus Staeck ja unumwunden zu, dass er sich mit der Materie über die er so lossalbadert überhaupt nich auskennt. Er labert halt einfach mal das nach, was unter anderem, vom Qualitätsjournalismus, so vorgebetet wird: Computer = böse, Papier = gut.
Den ganzen Artikel findet man im Tagesspiegel vom Donnerstag.
PS.: Für all jene, die überhaupt nicht mehr wissen wer dieser Klaus Staeck überhaupt ist dem sagt´s Wikipedia, auch so ein Comedy-Tool mit Spaßfaktor: "Klaus Staeck (* 28. Februar 1938 in Pulsnitz) ist ein deutscher Grafikdesigner, Karikaturist und Jurist. Im April 2006 wurde er zum Präsidenten der Akademie der Künste in Berlin gewählt ..."
Markus Wirthmann, 24.10.09 | Mehr von dieser Autorin/diesem Autor
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