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Redaktion | Aus dem Maschinenraum

Hilfe! Ein Ausstellungs-Tsunami ...

... rollt auf uns zu! Bei gefühlten achthundertsiebzig Eröffnungen allein heute Abend versuchen wir gar nicht erst, uns einen Überblick zu verschaffen und rufen stattdessen zu kollektiver Berichterstattung auf:

Schickt uns Eure Kurz-Kritiken, Eindrücke, Berichte, Fotos und Videos vom Gallery Weekend Berlin oder twittert uns einen @kunstblogdotcom oder #GWB

Wir veröffentlichen ALLES am nächsten Morgen oder - nach Möglichkeit - noch vor Sonnenaufgang!

Die Adressen sind redaktion@kunst-blog.com und http://twitter.com/kunstblogdotcom/

30.04.10 | Permalink | Kommentare (1)

 

Konstantin Schneider | BERLIN weekly

Wolken, VIPs und viele Sammler

Dass die Ruhe vor dem Sturm von möglicherweise 700 Sammlern auf Berlin auch Vorteile haben kann, zu dieser Erkenntnis zwang uns letzte Woche die Aschewolke, wegen der unsere Flugreise nach Köln zur ARTCOLOGNE 2010 nämlich ausfiel. Ihretwegen konnte der britische Fotograf Alastair Thain allerdings auch nicht zu seiner Ausstellungseröffnung in der Galerie Morgen nach Berlin kommen. Auf ein Wiedersehen mit ihm hatten wir uns nämlich ganz besonders gefreut. Denn Thain ist ein unheimlich vielseitiger Fotograf. Man könnte ihn spasseshalber als "Tillmanns von der Themse" bezeichnen. Er hat schon viele Stars - darunter natürlich auch Beuys oder Gilbert & George portraitiert. Zuletzt hat er sich der Natur zugewandt, um Stars und Sternchen auch mal vergessen zu können. Mal sehen, wie viele uns von denen in den kommenden Tagen beim "KUNSTKONTAKTER FINE ARTS WEEKEND" über den Weg laufen. Zwei, drei bestimmt.


BERLIN weekly No. 1610:

Alastair Thain | Monotheism | Galerie Morgen

Studies & Theory | Groupshow curated by Birte Kleemann | KWADRAT

ITAliens | Groupshow | Botschaft von Italien

Iva Vacheva | sectio | Janinebean Gallery

Teatr Laboratorium | Spencer Sweeney | Veneklasen Werner

KUNSTKONTAKTER KOMPAKT | Berg19, Two Window Projects, SUBSTITUT

26.04.10 | Permalink | Kommentare (0)

 

Markus Wirthmann | Alles

Alles hat ein Ende ...

... nur die Wurst hat zwei.

squatting. erinnern, vergessen, besetzen
noch bis 24. Mai 2010
Temporäre Kunsthalle Berlin

Die letzte Ausstellung in der Temporären Kunsthalle und es sieht ein bisschen aus wie bei Hempels unterm Sofa. Ziemlich unvermittelt stehen zu groß geratene Exponate in der Gegend herum. Es scheinen auch irgendwie zu viele zu sein. Auf Abstand gehen ist nicht, denn der Weg ist durch einen Gatterzaun abgeschnitten. Der teilt die Halle in Parzellen die man durch drei separate Eingänge betreten soll.
Vorgartenmäßiges Klein-Klein dominiert am Gartenzaun.

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25.04.10 | Permalink | Kommentare (1)

 

Redaktion | Alles

Kunst-Blog.com/mobil

Den Kunst-Blog-Eröffnungskalender gibt es nun auch als Version für mobile Geräte. Unterwegs mal schnell nachschauen, wo es aktuell was für eine Ausstellungseröffnung in Berlin gibt ... einfach

http://kunst-blog.com/mobil

auf dem Mobiltelefon eingeben und schon erscheint die aktuelle Ausstellungsliste. Details zu den Ausstellungen können ebenfalls aufgerufen werden, samt Link zu Google-Maps.

Bitte informieren Sie sich vorab, welche Kosten Ihnen Ihr Mobilfunkanbieter für Internetverbindungen berechnet.

25.04.10 | Permalink | Kommentare (0)

 

Charlotte Lindenberg | Alles

Erbarmen!

Verehrte Schreiber- und Leserlinge,
infolge eines optisch durchaus gelungenen Makeovers der äußeren Erscheinung des Kunst-Blogs erhalte (nicht nur) ich neuerdings ständig Schrottmails, die sich als "Kommentare" zu meinen Einträgen in diesem Blog ausgeben und verlangen, sie "freizuschalten". Da ich sie grundsätzlich ungelesen in die Ewigen Spamgründe befördere, wird es künftig auch keine echten Kommentare zu - zumindest meinen - Beiträgen mehr geben.
Würde ich den Müll nämlich höchst darselbst einzeln trennen - was der Betreiber dieses Blogs früher dankenswerterweise getan hat - sähe mein Schreibtisch bald aus wie auf der obigen Abbildung.

23.04.10 | Permalink | Kommentare (1)

 

Dirk Teschner | Alles

Rettet den Rundpavillon auf dem ega-Gelände in Erfurt!

Der Rundpavillon auf dem ega-Gelände in Erfurt wurde 1974 vom Architekten Klaus Thiele errichtet, als multifunktionaler Veranstaltungspavillon, ursprünglich als Theater-, Kino- und Ausstellungsort genutzt, wurde er später zu einem Café. Jetzt ist das Gebäude, als Teil des Gesamtensembles „iga 61“ seit Mitte der 1990er Jahre unter Denkmalschutz stehend, vom Abriss bedroht.

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22.04.10 | Permalink | Kommentare (1)

 

Charlotte Lindenberg | Rückschau

Wieder was verpasst

Klaus Böhmers Lichtgestalten


Böhmer Elvis, o.D.

Es gibt Veranstaltungen mit Namen, die unerträglich eindrucksvoll und zugleich so dermaßen selbstverständlich klingen, dass man sich schuldbewusst fragt, wie es geschehen konnte, dass man noch immer nicht weiß, was man sich darunter vorzustellen hat.
Anders als das sonst allgegenwärtige (Pseudo-)Englisch entstammen diese so einschüchternden Titel gern dem Lateinischen. Im vorliegenden Fall reichte ein einzelner Beweis von Latiniteracy offenbar nicht aus, weswegen sich der fragliche Event vorsichtshalber mit drei lateinischen Begriffen schmückt, die da lauten "Luminale, Biennale der Lichtkultur".
Bo ej.

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22.04.10 | Permalink | Kommentare (0)

 

Konstantin Schneider | BERLIN weekly

Say yes and bye bye

Den umfassenden Bericht über die Ausstellung Interieurs c/o Moabit in der ZWEIGSTELLE Berlin, Michael Schirners Bye, Bye bei CRONE, Claudia Angelmaiers "double images" bei Alexandra Saheb, die "SOURCE/RESOURCE" Groupshow mit einer kurzen Führung von Emily Trice durch die Wilde Gallery, Henrik Wolffs "Landschaften und Wolken" bei Markus Winter und Julia Montilla’s tolle BOX-Installation "SAY YES" in der Maribel Lopez Gallery möchten wir diese Woche besonders hervorheben. Mit der spanischen Künstlerin unterhielten wir uns ausserdem sehr gern in ihrer Muttersprache, zumal ihre aus Psychopharmakapackungen gebaute mentale Stadt uns noch einmal deutlich vor Augen führte, mit wieviel authentischer Sorge unsere südeuropäischen EU-CITIZENS sich noch des Themas Verdrängung anzunehmen wissen. Estupendo ! Gerade diese junge Kunst muss altern dürfen ohne deswegen gleich vergessen zu werden. Comprende?

Sehenswert allerdings auch Mira O’Briens Performance bei VIERTER STOCK, in der die 27-Jährige laminiertes Sicherheitsglas zerdepperte um den Anblick einer darunterliegenden Bodenarbeit gleich mitzuzerstören. Vielleicht macht uns die kritische "Generation Obama" ja noch verdammt viel Freude mit ihrer intelligenten Kunst.

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19.04.10 | Permalink | Kommentare (0)

 

Esther Ernst | wo ich war

GROSZ GEORGE - HÜRZELER LUZIA - VON DER ENTDECKUNG DER LANGSAMKEIT - RÜHEMANN KILIAN - TAN FIONA - DIE KUNST DES SCHABKARTONS - GEMÄLDEGALERIE - STINGEL RUDOLF


 

GROSZ GEORGE
Korrekt und anarchisch
Akademie der Künste, Pariser Platz, Berlin
+ hoppala, die Ausstellung ist ja bumsvoll und man muss sich sogar anstellen, um eine Zeichnung gucken zu können. Spätestens da wurde mir klar, Grosz ist ein Superstar und es ist nicht nur eine Allgemeinbildungslücke, dass ich George Grosz nicht kenne, sondern mehr... Und weiter bin ich erstaunt, dass die vielen Menschen ganz genau schauen, sich Zeit nehmen für die unzählig präsentierten Skizzen, Collagen, Drucke, Notizbücher... Obwohl, das stört mich ja ein wenig bei den Akademie-Archiv-Ausstellungen: dass da Vitrinenweise Notizbücher ausgestellt werden, die man dann nicht wirklich anschauen kann. Das ist so blufferisch, da soll man sehen: ah, da zeichnet einer manisch dauernd rum, aber mehr darf man dann eben auch nicht. Faksimiles wären dafür doch eine gute Lösung. Wäre auch ein schöner Job für mich. Und ansonsten fand ich es jetzt nicht so berauschend. Beim Portrait der Mutter hab ich laut gelacht und gedacht: Ja, so sehen Mütter aus.

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18.04.10 | Permalink | Kommentare (0)

 

Gastbeitrag | Kritik

Wo geht´s hier bitteschön zur Kunst!

Zur Preisverleihung des Gabriele-Münter-Preises 2010

Von Ille von Rott zu Schreckenstein

Am 13. 04. 2010 wurde im Martin-Gropius-Bau der Gabriele-Münter-Preis an Christiane Möbus verliehen. Seit 1994 wird dieser hoch dotierte Preis (20.000 Eur) alle 3 Jahre an herausragende Künstlerlerinnen über 40 Jahre vergeben.
Aus den Statuten: „Der Preis wurde ins Leben gerufen, da Frauen dieser Altersgruppe bei hoch dotierten Auszeichnungen deutlich unterrepräsentiert sind.“

Wenn man sich die begleitende Ausstellung ansieht: 40 Künstlerinnen von 1.362 sich insgesamt Bewerbenden, dann scheint die Jury nicht viel Arbeit gehabt zu haben. Christiane Möbus ist mit Abstand wohl die interessanteste Künstlerin und keine der Teilnehmenden hätte ihr den Preis streitig machen können. Einzig vielleicht die Künstlerin Sabine Groß mit ihrer Arbeit „Happy Tears“. Groß hat sich ein bekanntes Werk der Kunstgeschichte angeeignet (das gleichnamige Werk des Pop-Art-Künstlers Roy Lichtenstein) und dieses Bild regelrecht aus dem Rahmen herausgenommen und in eine eindrückliche, sehr poetische visuelle Sprache eines Videos transferiert. Über die nicht zur Ausstellung ausgewählten Künstlerinnen kann man natürlich nichts sagen. Vielleicht haben sich aber genau in den restlichen 1.322 Künstlerinnen die richtig interessanten und guten befunden. Ich hoffe es, denn als ich durch diese Ausstellung ging, traute ich meinen Augen nicht: Ist das die Repräsentanz zeitgenössischer Kunst aus Frauenhand über 40? Natürlich nicht! Aber wenn nicht, dann stellt sich die Frage: Wer bewirbt sich für diesen Preis und wer lässt es sein? Und folgend könnte die Frage lauten, wenn man sich für diesen Preis nicht bewirbt, warum nicht?

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16.04.10 | Permalink | Kommentare (0)

 

Markus Wirthmann | Alles

Christiane Möbus erhält Gabriele Münter Preis

Gabriele Münter Preis 2010
14. April bis 6. Juni 2010
Martin-Gropius-Bau, Berlin

Vorgestern wurde der in Hannover lebenden und in Berlin (auch) arbeitenden Künstlerin Christiane Möbus der mit 20.000 Teuro dotierte Gabriele Münter Preis verliehen. Das Kunst-Blog-Team war leider vollzählig bei der Jubelfeier in der Stadtklause anwesend und deshalb, aus gutem Grund, außerstande einen eigenen Beitrag zusammen zu schmieden. Wir verweisen daher gerne auf den aktuellen Video-Beitrag unserer Freunde von art-in-berlin.de:

Video: Christiane Möbus - Gabriele Münter Preis-Ausstellung

15.04.10 | Permalink | Kommentare (0)

 

Gastbeitrag | Essay

Eine Hommage zum Tod von Klaus Kumrow

von Ille von Rott zu Schreckenstein

Ich habe das Bedürfnis „meinem Helden“ posthum eine Dankesschrift zukommen zu lassen: Als ich das Ding, so nannte ich es, als ich es zum Erstenmal sah, das Ding ohne Titel, die Sänfte. Ich kann mich noch sehr genau erinnern. Ich besuchte meine Tante in Hamburg und sie nahm mich mit zu den Deichtorhallen. Sie wollte mir Kunst zeigen, in der Hoffnung diese, dem ungebildeten Kind näher zu bringen. Was wir uns eigentlich in den Hallen angesehen haben, daran kann ich mich nicht mehr erinnern. Aber als wir dort ankamen, sah ich das Ding ohne Titel, die Sänfte. Ich frug meine Tante, was das denn sei und was es darstellen solle. Damals hatte ich noch die Idee, dass Kunst etwas darzustellen hat. Ich frug sie, was es denn ist. An die Antwort kann ich mich nicht mehr erinnern. Erinnern kann ich mich jedoch an diese Kraft, die von diesem Ding ohne Titel, der Sänfte ausging. Irgend etwas war daran, was mich faszinierte. Ich drehte und wendete meinen Kopf, um einen Zusammenhang der einzelnen Teile, die sich hinter diesem blauem Glas verbargen zu entschlüsseln. Den Grund zu erkennen, der die vielen Ebenen innerhalb der Außenhaut miteinander verbindet. Es muss doch einen Grund für diese Räume im Raum geben. Da muss sich doch der Künstler etwas gedacht haben. Und wenn es nur ein Traum war und keinen Bezug zum Realen gab. Das Ding ohne Titel, die Sänfte steht doch nun da!

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06.04.10 | Permalink | Kommentare (1)

 

Markus Wirthmann | Kritik

Sei Dein Zirkel

Alexander May
What kind of shadow are you
2. April bis 10. April 2010
TÄT, Berlin

Extending the length of my body across in a spinning motion in order to create a template

circular shape
a record of my own circumference
a physical radius becomes fixed.
Feet and hands will be used to mark the territory using white chalk. The temporary floor will record this record
flat work.

I will then remove the shape,
place the extended circumference against the wall.
Another shape is then considered by mirroring each other in a lopsided configuration.

- Genau! Mehr muss man dazu gar nicht sagen.

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03.04.10 | Permalink | Kommentare (0)

 

Gastbeitrag | Alles

geritzt, gestochen, ...

... gekratzt, geschnitten, geätzt, im Meer versenkt und wieder geborgen ...

Gastbeitrag von Ulrich Diezmann

Leipzig - Ereignis Druckgrafik 2

Internationale Druckgrafik-Ausstellung anlässlich der Leipziger Buchmesse 2010


"Massaker von Idaho", Linoldruck auf Leinwand, 2005, 270x170 cm, Friederike Hinz

Die Buchmesse ist vorbei, alle Autoren und Leser sind längst wieder abgereist oder zu Hause, die zeitgleich eröffnete Ausstellung "Ereignis Druckgrafik 2" in der Projektgalerie des BBK Leipzig läuft noch bis zum 17. April 2010.

Der Leipziger Künstler Lutz Hirschmann hat dieses Ausstellungsprojekt erstmalig 2009 realisiert. Es ist vorgesehen dies auch in den nächsten Jahren zu einem festen Bestandteil des Leipziger Frühjahres werden zu lassen. Die Teilnahme ist international ausgeschrieben, eine Jury ermittelt die auszustellenden Arbeiten und vergibt einen Preis. Der ging dieses Jahr an den jungen Künstler Kazuki Nakahara, und ist eine Ausstellung in den Galerieräumen, die der Gewinner selbst gestalten kann, d.h. er hat die Option Kollegen aus dem Projekt zur Teilnahme einzuladen. Dieses Jahr sind mehr Künstlerinnen als Künstler vertreten, Lutz Hirschmann, Jurymitglied, vermutete in seiner Eröffnungsrede, daß die überwiegend weiblich besetze Jury dafür verantwortlich sei.

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02.04.10 | Permalink | Kommentare (1)

 

Markus Wirthmann | Krosspost

Politico-Cultural Relations between South Africa and Germany

Rede auf der JoburgArtFair von Peter Herrmann

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ende der 90er Jahre war ich als Kulturexperte für Afrika auf einem Weltbankkongress eingeladen. Trotz aller Bedenken gegenüber dieser Organisation verfolgte ich mit großem Interesse die Inhalte und war überrascht über die Strategien die verfolgt wurden.

Von großen Summen für den afrikanischen Kontinent war die Rede und von vielerlei Interessen auf wirtschaftlicher Ebene. Auch wenn Kultur kaum eine Erwähnung fand, war doch die Botschaft wichtig, dass diese erwähnten Gelder über ein solides Südafrika als Tor zum restlichen Kontinent eingepumpt werden sollten.

Ich habe noch nicht recherchiert, ob die damals anvisierten Milliarden auch tatsächlich geflossen sind. Wenn, dann kaum im Kultursektor, denn das hätte man gespürt. Es gibt die üblichen länderrepräsentativen Kulturinstitutionen, im Falle Deutschlands das Goethe-Institut. Diese Institution ist hier in Südafrika so etwas ähnliches wie die Leitzentrale deutscher Kulturpolitik für das ganze Afrika. Insofern funktioniert sie theoretisch im strategischen Sinne der Weltbankvision. Allerdings gehen von hier aus keine wirklich spürbaren Impulse aus. Eine Ausstellung mit Jürgen Schadeberg in seiner Geburtstadt Berlin im Jahre 2003 war, als Beispiel, die bisher einzige Kooperation meiner Galerie mit dem Goethe-Institut. Die Initiative zu dieser Kooperation ging allerdings von Berlin und nicht von Johannesburg aus.

Weiter zum ganzen Text: Politico-Cultural Relations between South Africa and Germany

01.04.10 | Permalink | Kommentare (0)

 

Gastbeitrag | Kritik

Kunst als Friedensstifter?

von Daniela Höhn

„Über Wut“ - eine Ausstellung im Haus der Kulturen der Welt in Berlin:

Über Wut / On Rage
Haus der Kulturen der Welt, Berlin
noch bis 9. Mai 2010

Kunst als Friedensstifter? - „Über Wut“ - eine Ausstellung im Haus der Kulturen der Welt in Berlin:
Wut ist ein Gefühl. Man hat sie im Bauch, die Nase voll, die Fäuste geballt, bereit, zuzuschlagen. Wut ist ein unangenehmes Gefühl, gesellschaftlich nicht wirklich akzeptiert. Dennoch ist ihr eine Ausstellung gewidmet, die derzeit im Haus der Kulturen der Welt in Berlin läuft.

Wer sehen will, was Kunst über Wut zu sagen hat, muss zunächst eine hölzerne Konstruktion passieren, eine eigenwillige Interpretation des Ischtar Tors, wie sich herausstellt. Das originale Ischtar Tor, das einstige Wahrzeichen Babylons, ist heute ein Highlight des Berliner Pergamonmuseums und Babylon ein fernes Land, das wir Irak nennen. Symbole der westlichen Konsumkultur schmücken das von Michael Rakowitz nachgebaute Ischtar Tor im Haus der Kulturen der Welt: Pepsi-Cola und Lipton, dazu arabische Schrift. Samuel Huntington bezeichnete sowas als „Clash of Civilizations“: ein Zusammenprall der Kulturen, der sich in Gewalt entladen kann, die wesentliche geopolitische Konfliktlinie des 21. Jahrhunderts.

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01.04.10 | Permalink | Kommentare (0)

 

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