Markus Wirthmann | Krosspost

Politico-Cultural Relations between South Africa and Germany

Rede auf der JoburgArtFair von Peter Herrmann

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ende der 90er Jahre war ich als Kulturexperte für Afrika auf einem Weltbankkongress eingeladen. Trotz aller Bedenken gegenüber dieser Organisation verfolgte ich mit großem Interesse die Inhalte und war überrascht über die Strategien die verfolgt wurden.

Von großen Summen für den afrikanischen Kontinent war die Rede und von vielerlei Interessen auf wirtschaftlicher Ebene. Auch wenn Kultur kaum eine Erwähnung fand, war doch die Botschaft wichtig, dass diese erwähnten Gelder über ein solides Südafrika als Tor zum restlichen Kontinent eingepumpt werden sollten.

Ich habe noch nicht recherchiert, ob die damals anvisierten Milliarden auch tatsächlich geflossen sind. Wenn, dann kaum im Kultursektor, denn das hätte man gespürt. Es gibt die üblichen länderrepräsentativen Kulturinstitutionen, im Falle Deutschlands das Goethe-Institut. Diese Institution ist hier in Südafrika so etwas ähnliches wie die Leitzentrale deutscher Kulturpolitik für das ganze Afrika. Insofern funktioniert sie theoretisch im strategischen Sinne der Weltbankvision. Allerdings gehen von hier aus keine wirklich spürbaren Impulse aus. Eine Ausstellung mit Jürgen Schadeberg in seiner Geburtstadt Berlin im Jahre 2003 war, als Beispiel, die bisher einzige Kooperation meiner Galerie mit dem Goethe-Institut. Die Initiative zu dieser Kooperation ging allerdings von Berlin und nicht von Johannesburg aus.

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Markus Wirthmann, 01.04.10 | Mehr von dieser Autorin/diesem Autor

 

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