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Konstantin Schneider | BERLIN weekly

So kurz vor Beginn der Sommerpause

Eine tolle Ausstellung und Stimmung gabs letzte Woche im WEST GERMANY, wohin es uns von der NGBK aus zog, die wiederum in ihrer Ausstellung über die vitale britische Kunstszene der 70er zeigt, welches Potential aus einer Krise erwachsen kann, wenngleich noch lange nicht alle Ziele von damals erreicht werden konnten. Schön fanden wir auch die Idee der Galeristin Gilla Lörcher, den dpa-Fotografen Marcus Brandt, der während der Fussball-WM in Südafrika weilt, einzuladen, tagtäglich ein Bild, dass den südafrikanischen Alltag widerspiegelt nach Deutschland zu faxen, wodurch an den Wänden der Galerie bis zum Finale ein Bildmosaik entstehen wird. Ausserdem werden in der Pohlstrasse 73 in Schöneberg alle WM-Spiele gezeigt, wobei sich Künstler mit Bewohnern aus der Nachbarschaft zusammenfinden.

Nach der folgenschweren Entscheidung vom Kunstblog, den Kalender abzuschalten, habe ich mal spontan eine neue Email-Adresse eingerichtet. Vernissagentermine also einfach an kalender@berlinerkunstkontakter.de senden. Ich werde versuchen, auf so viele wie möglich hinzuweisen.


BERLIN weekly No. 2510:

Chinese Interiors + Love Hotel | PHOTO-EDITION-BERLIN

ART BARTER BERLIN | HBC

Goodbye London Radical Art and Politics in the Seventies | NGBK

THERE´S A TEAR IN MY BEER | Groupshow | West Germany

ART STAGE SINGAPUR EVENT | Basel - Kirschgartenstrasse 5

Sandra Meisel + Henry Kleine | September

Mohamad-Saadi Baalbaki | schultz contemporary

Yulia Kazakova | Frumpy Future | Tief im Blut Kunstkontor

GALLERYTOUR | Neues Problem, Metro, Oberhafen Kantine, 48 Stunden Neukölln


WM-SPEZIAL:

Fussball WM 2010 Screening + Photographien von Marcus Brandt | Galerie Gilla Lörcher

Olaf Heine | Shooting Football | Galerie Hiltawski

30.06.10 | Permalink | Kommentare (0)

 

Redaktion | Aus dem Maschinenraum

Betriebseinstellung Kalender

Liebe Freunde und -Innen des Kunst-Blog-Eröffnungskalenders,

ab morgen, dem 1. Juli 2010, werden wir den Kunst-Blog-Eröffnungskalender nach dreieinhalb Jahren Betrieb einstellen. Das Angebot, jeden Tag die aktuellen Eröffnungen und Kunst-Events der kommenden Abende auf Kunst-Blog zu veröffentlichen war ein riesen Erfolg, die Zugriffe gingen regelmäßig in die Tausende. Vor allem von der Off-Szene Berlins wurde der Kalender hoch geschätzt. Schließlich können sich viele Projekträume, Produzenten- und Off-Galerien Anzeigen und Ankündigungen bei kommerziellen Medien nur schwer leisten. Kunst-Blog.com hat hier eine Plattform geboten, die entsprechend gern angenommen wurde.

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30.06.10 | Permalink | Kommentare (15)

 

Markus Wirthmann | Alles

Galerie der Schande ...

... heisst die Wäscheleine auf dem Dach des WM-Public-Guck-Klubs Tante Käthe. Nach jedem Spiel werden die Länderflaggen der unterlegenen Mannschaft - möglichst von einem Vertreter der betroffenen Nation - hier, unter den Klängen von Once Upon A Time in The West, aufgehängt.

In dieser etwas kunstfreien Zeit berichte ich mal über ne etwas andere Galerie, dachte ich ...

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30.06.10 | Permalink | Kommentare (0)

 

Dirk Teschner | Kritik

tot ist tot – oder: BAADER wird niemals sterben!


Foto: Klick + Kuno Rudolph

wir soffen rauchten und waren unglücklich
unsre kinder zeugten wir stets im stehn
immer zwischen 7 und 10
so vergingen unsre tage
wer an etwas glaubte wurde erschossen

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28.06.10 | Permalink | Kommentare (0)

 

Gastbeitrag | Kritik

InnenStadtAußen

von Hugo Boadas

zur Ausstellung
Innen Stadt Außen
von Olafur Eliasson
Martin Gropius Bau
28.4.-9.8.2010
täglich 10–20 Uhr, am 6. Juli 10–24 Uhr

»Kann man Werke machen, die nicht ‘Kunst’ sind?« fragte sich Duchamp in seinen Notizen (»A l’infiniti«f). Man muss die Bemühungen von Eliasson in dieser Hinsicht würdigen: Er hat es tatsächlich geschafft, was Duchamp versagt blieb, er macht keine Kunst. Aber was ist es dann, was den Besuchern im Martin Gropius Bau geboten wird und weshalb die »Show« zum Publikumsmagneten wird? Haben wir es vielleicht mit einer Verbindung von Kunst und Wissenschaft zu tun? Wird die Kunst zum Mittel einer Popularisierung der Wissenschaft? Oder bedient sich hier die Kunst wissenschaftlicher Vorgehensweisen, um auf ihrem eigenen Feld voranzukommen? Ist Eliasson vielleicht sogar jemand, der dem Szientismus verfallen ist? Wahrscheinlich wäre es etwas überzogen, Eliasson Wissenschaftsgläubigkeit zu unterstellen, aber ein Skeptiker ist er auch nicht, denn seiner Kunstidee fehlt das Befremdliche, das eine Mindestanforderung an jede Kunst sein sollte. Dieses spekulative Element würde es ihm erst erlauben aus der didaktischen Form und Effekthascherei herauszutreten und einen erstzunehmenden, künstlerischen Gegenpol zum Szientismus zu bilden.

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25.06.10 | Permalink | Kommentare (7)

 

Konstantin Schneider | BERLIN weekly

Zwischen Hype II und Hass

Wieder recht locker sassen die Millionen bei einigen der mehr als 62.500 Besucher der ARTBASEL. Kein Wunder, beläuft sich das Vermögen der weltweit 10 Millionen Millionäre laut neuesten Schätzungen doch mittlerweile auf 39 Billionen Dollar. Galeristen sprachen von einer Energie wie zu Zeiten des Kunst-Hypes. =>> TagesAnzeiger

Selbstredend gingen viele Kunstwerke an altbekannte Sammler der jeweiligen Galerien. Da verwunderte es natürlich auch nicht, dass Billy Childish seine rotzfrech hingemalten Bilder im Stile eines Van Gogh oder Edward Munch bei Neugerriemschneider im Verlaufe der Messe allesamt loswurde. Der 1959 geborene Brite hat sich gegen alles verschrieben, was noch mit jung und zeitgenössisch etikettiert wird. Sein Auftritt bei Neugerriemschneider dürfte viele Besucher verwirrt haben, die nicht wussten, dass er auch im Kontext des WORLD ART HATE DAY 2010 stand, der listigerweise für Montag, den 21.6.2010, also einen Tag nach Abschluss der ARTBASEL, angesetzt wurde. Das verächtliche Spiel mit Realität und Wirklichkeit, es hält uns weiter in Atem.

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22.06.10 | Permalink | Kommentare (0)

 

Charlotte Lindenberg | Alles

Liebe Welt,

die du dies liest, vorausschicken möchte ich, dass es mir rattenpeinlich ist, dass mich in diesem Blog derzeit so breit mache.


Aus aktuellem Anlass: Sein volles Potenzial Abrufender als Shaped Canvas

Aber ich gehe davon aus, dass nach Ende der WM auch wieder Andere ihre Stimme erheben. Bis dahin bitte ich dich, liebe Welt, um Beantwortung einer Frage, die mich seit Tagen wurmt. Dazu brauchst du nur eine von drei Optionen in die Kommentarspalte zu setzen, zunächst aber „Weiterlesen“ klicken. Danke.

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22.06.10 | Permalink | Kommentare (8)

 

Gastbeitrag | Kritik

Sozialromantik: Künstler entdecken die Wirklichkeit in Kreuzberg

von Wolfgang Müller

Überraschend meldet sich mein alter Freund Isse Carsten aus Helsinki. Gerade sei er in Berlin angekommen. Von irgendeiner EU-Institution bekam er einen Freiflug zur 6. Berlin Biennale. Deren Leitmotiv lautet: „was draußen wartet“. Die Blickrichtung ist klar: Aus dem Kunstraum hinaus in die Wirklichkeit. Eine etwas sterile Kunstwelt entdeckt Kreuzberg derzeit als „lebensecht“, sprich: „authentisch“.

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21.06.10 | Permalink | Kommentare (0)

 

Charlotte Lindenberg | Essay

Sag´s mir.

Vermittlung auf der Art Basel 2010


Zhang Huan Hero No.1, 2009, Kuhhäute, Stahl,
Holz, Schaumpolystyrol, 490x980x640 cm, Foto CL.

Ich bin lernfähig. Vorbei die Zeiten, da ich angesichts geheimnisvoller Exponate neugierig zu Schildchen an der Wand eilte in der Hoffnung auf sachdienliche Hinweise. Die von den plexigläsernen Beschriftungen gewährten Informationen setzten mich regelmäßig über Entstehungsjahr, Material, Maße, Leihgeber oder andere Details in Kenntnis, die sich der interessierte Laie auch beflissen bis zur »Inv. Nr.« durchliest.

Anders gesagt: Sie waren mir piepegal. Was ich eigentlich wissen wollte, verbarg sich in zwei Worten, die mich traumatisierten: »Ohne Titel«.

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20.06.10 | Permalink | Kommentare (0)

 

Charlotte Lindenberg | Essay

Stoned Wood

Jimmie Durham in Frankfurt


Durham Rocks Encouraged, Portikus Frankfurt a.M.,
Installationsansicht, Foto CL.

Der Übergang von „Leben“ und „Kunst“ gestaltet sich kontrastreich. Das ist nichts Besonderes, das tut er oft. Inmitten einer nicht für Geräuscharmut bekannten Stadt aber fällt der markante Unterschied zwischen Phänomenen, um deren Einheit man sich seit über einem Jahrhundert bemüht, doch auf: Man öffnet die Tür und die Stadt verstummt. Statt im hellen Ausstellungsraum steht man im Dunkeln – bei genauerer Betrachtung im Wald.

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12.06.10 | Permalink | Kommentare (1)

 

Charlotte Lindenberg | Alles

Immer die Falschen die young

Während die Welt sich seit wenigen Stunden ihrer alle vier Jahre über sie hereinbrechenden Identitätsstiftung hingibt, erfahren wir, dass Polke tot ist. Leider bin ich zu schlecht informiert, um faktisch wasserdicht zu trauern, aber ich hoffe auf Nachrufe von eurer Seite, denn er hat's verdient.


(Ich find uralte Fotos auch doof, aber gut isses trotzdem, oder?)
Sigmar Polke vor Kartoffelhaus, 1967

11.06.10 | Permalink | Kommentare (0)

 

Markus Wirthmann | Netz

Das Manteltier

Soeben per E-Mail bei mir eingetroffen. Dokumentation einer Intervention des NEOZOON-Kollektivs. Die Aufnahmen stammen aus dem Allwetterzoo Münster wo die seltene Spezies im April und Mai zu sehen war. Eine weitere Gelegenheit der Beobachtung bietet sich noch bis zum 21. August im Zoologischen Garten Magdeburg.

01.06.10 | Permalink | Kommentare (0)

 

Markus Wirthmann | Alles

Louise Burgeoise ...

... und Hans Bellmer

Double Sexus
noch bis 15. August 2010
Sammlung Scharf-Gerstenberg, Berlin

Louise Burgeoise ist gestern, Montag, im Alter von 98 Jahren in New York gestorben.

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01.06.10 | Permalink | Kommentare (0)

 

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