Gastbeitrag | Kritik
Für Katalog und Renommee!
Gastbeitrag von Ute Weiss Leder
Am 13.12. fand eine offene Diskussion zur geplanten „Leistungsschau junger Kunst aus Berlin“ im Salon Populaire in der Bülowstrasse 90 unter der klugen Moderation von Ellen Blumenstein und Florian Wüst statt.

Künstlerinnen und Künstler waren zahlreich erschienen, Kuratoren saßen neben Vertretern Berliner Kunstinstitutionen, Unterstützer der Initiative Berliner Kunsthalle und der Partei der Grünen, der Kulturprojekte Berlin GmbH mit zwei von ihnen beauftragten Kuratoren für die „Leistungsschau“ ebenso wie Kritiker, Architekten und auch der Vorstand des bbk berlin waren im Publikum. Eine ausgesprochen repräsentative Mischung drängte sich in den zwei zur Verfügung stehenden Räumen. Alle Anwesenden kamen gleich zur Sache und schnell wurden die unterschiedlichen Interessengemenge einerseits und die desperate konzeptionelle Vorbereitung des Artist Open Call der Kulturprojekte GmbH deutlich.
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20.12.10 | Permalink | Kommentare (0)
Charlotte Lindenberg | Essay
Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen

Astrid Köppe o.T., 08, © A. Köppe
Texte zu Astrid Köppes Zeichnungen betonen gern deren auffallendste Eigenschaft, nämlich den „Kenn ich, das ist doch – äh ...“-Effekt. Sämtliche Figuren sind vertraut und fremd - so nah und doch so fern.
In der Tat erwecken die präzise konturierten und prägnant auf weißem Grund inszenierten Gestalten zunächst den Eindruck von restlos aufgehenden Gleichungen und versprechen: Nur noch ein wenig Erinnerungsarbeit und wir haben es „erkannt“.
Doch hier bricht das erhoffte Achso-Erlebnis ab. Der Einbau des Gegenwärtigen in den Fundus der Vergangenheit bleibt aus. Das Gezeichnete stimmt mit nichts bisher Gesehenem überein.
Nach kurzer Enttäuschung schalten wir in den Dann-halt-nicht-Modus und werden so anfällig für die verspielte Komponente der Unknown Drawing Objects.
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19.12.10 | Permalink | Kommentare (0)
Gastbeitrag | Kritik
bauhaus 2.010
Silke Opitz
Betrachtungen zu der aktuellen Ausstellung im Kunsthaus Erfurt.
My Bauhaus is better than yours: Bauhaus-Universität, Bauhaus 09, Bauhaus Essentials und schließlich das neue bauhaus 2.010 – was vielleicht wie eine Vorlage zum Poetry-Slam anmutet, erweist sich zunächst als Spiel mit dem Label, der Marke – auch marke.6, die Bauhaus-Universitätsgalerie, wäre hier noch zu nennen.

Lucian Patermann, Video
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13.12.10 | Permalink | Kommentare (0)
Markus Wirthmann | Alles
Was sind denn Sie für einer?
Die sueddeutsche.de am gestrigen Tage über den "Open Call" (ich kann das Wort nicht mehr HÖREN!!!) zur Berlin Biennale:
Berlin Biennale fordert von Künstlern politische Bekenntnisse
"... Rechts, links, liberal, nationalistisch, anarchistisch, feministisch, maskulinistisch" oder "unpolitisch"? Wer als Künstler an der nächsten Berlin Biennale 2012 teilnehmen möchte, findet in der Ausschreibung diese Auswahl an politischen Tendenzen. "Lasst uns das, was wir als Künstler tun, auch in einer klar politischen Weise beschreiben", verlangt Kurator Artur Zmijewski von den Bewerbern. Sie dürfen auch ein anderes als die vorgegebenen Label wählen, allein: Ohne Bekenntnis geht es nicht mehr.
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09.12.10 | Permalink | Kommentare (1)
Markus Wirthmann | Alles
Kunsthalle kommt nach Berlin!
Allerdings erst mal nicht dort wo sie der Regierende Bürgermeister will sondern am Hamburger Platz in Berlin-Weißensee.

An den beiden vergangenen Wochenenden fand in der Kunsthalle in spe ein Gründungs-Brainstorming-Symposium statt:
KAUFHALLE WIRD „KUNSTHALLE AM HAMBURGER PLATZ“
"Die Kunsthochschule Berlin-Weißensee ist in Bewegung! Die Fachgebiete Bildhauerei und Malerei beziehen neue Ateliergebäude auf dem Campus Bühringstraße 20. Eines der provisorischen Ateliers der Bildhauerei, die umgenutzte Kaufhalle in Laufentfernung zur Kunsthochschule, soll aufgegeben werden. Lage und Räume der Kaufhalle jedoch erscheinen ideal, um daraus eine Hochschulgalerie zu machen, in der Ausstellungen und Veranstaltungen stattfinden können - keinesfalls nur hochschulintern, sondern stadtweit, mit professionellem Anspruch und internationalem Profil in ständiger Kooperation mit der Kunsthochschule. ...
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07.12.10 | Permalink | Kommentare (0)
Markus Wirthmann | Alles
Hallo Echo!
Der berlinweite "Open Call" des Regierenden Bürgermeisters und Kultursenators Klaus Wowereit wurde überarbeitet und liegt jetzt in einer akzeptablen Form vor. Das Anliegen sowohl der Künstlerdaten-Erfassung als auch der inhaltlichen Ausrichtung der irgendwie damit verknüpften Ausstellung wird jetzt deutlich trockener und seriöser beschrieben. Das Wort "Leistungsschau", das die ganze Angelegenheit in die Nähe einer Rassekaninchenschau rücken ließ, wird in der Ausschreibung komplett vermieden.
Der Regierende Bürgermeister und Kultursenator Klaus Wowereit hat ein Team von Kuratoren beauftragt, die Kunstproduktion Berlins zu sichten und im Sommer 2011 ausgewählte künstlerische Positionen zu präsentieren.
Alle Künstler mit Lebens- und Arbeitsmittelpunkt in Berlin sind eingeladen, eine Dokumentation ihrer Arbeit einzureichen, um dadurch die Recherche der Kuratoren zu ergänzen.
Na, das klingt doch ganz vernünftig. Jetzt bleibt es nur noch übrig, allen Berliner Künstlern mit minderen Computerkenntnissen unter die Arme zu greifen. Die technischen Anforderungen an die Beschaffenheit der einzureichenden Dokumentation sind nämlich nicht trivial! Sämtliche Doku-Materialien inklusive Katalog sollen als PDF auf einer CD oder DVD eingereicht werden. Das ist ne ganze Menge Fummelkram.
Am Rande eines Symposiums an den letzten beiden Wochenenden führte ich ein paar Gespräche mit Leuten die es wissen müssen. Zur Sprache kam natürlich der "Open Call" und die "Leistungsschau". Meinen nörgeligen Animositäten wurden da einige ganz interessante Argumente und Fakten entgegengesetzt die ich an dieser Stelle nicht unterschlagen will:
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06.12.10 | Permalink | Kommentare (3)
Dirk Teschner | Kritik
Geistprojekt und ...
... "Der Kampf um die Kunsthalle"
Auf einer sehr sparsamen Internetseite von Geistprojekt wurde für den 2. Dezember der Termin für eine selbsständige Begehung der Temporären Kunsthalle angekündigt. Was dann geschah konnten wir im Tagesspiegel nachlesen:
"Der Versuch einer Hausbesetzung: Wie junge Künstler und Klaus Wowereit um die Temporäre Kunsthalle kämpfen." und
"Ausgeschlossen. Zur Besetzung versammelte Künstler vor der Temporären Kunsthalle, die nun abgebaut wird."
"Es hätte so schön werden können. Kerzenlicht, Gelächter, Gläserklirren. Das kollektive Gefühl, dem System zu trotzen, Regeln aufzuweichen. Stattdessen blickt man in ratlose Gesichter, auf frierende Hände. Hört hier ein enttäuschtes „Wir haben ein Problem“, dort ein resigniertes „Das war’s dann wohl“. Der Traum 65 junger Künstler, die geschlossene Temporäre Kunsthalle zu besetzen und mit einer letzten, legendären Werkschau zu bespielen, ist gerade geplatzt."
Ganzen Text im Tagesspiegel lesen >>
06.12.10 | Permalink | Kommentare (0)
Markus Wirthmann | Alles
Gießen? Ausgerechnet Gießen?
Gerüchteweise habe ich schon vor einiger Zeit davon gehört, dass ein ehemaliger Galerie-Mitarbeiter aus Berlin (Giti Nourbakhsch glaube ich ...) sich ausgerechnet in Gießen selbstständig machen will. Ist das jetzt der Anfang vom Ende? Müssen Galeristen jetzt schon aus Berlin in die hessische Provinz fliehen?
Wahrscheinlich eher nicht. Jetzt mal ganz im Ernst, wer will denn der x-te Neugalerist in der Brunnenstraße sein und mit all denen konkurrieren, die entweder noch nicht etabliert sind oder sich nie etablieren werden? Außerdem kann man mit ´nem ordentlichen Exotenbonus rechnen wenn man sich für die Messen bewirbt: Für mein Gefühl kommt da Gießen gleich hinter Ouagadougou und Phnom Penh - was soviel wie Zulassungsgarantie bedeutet. Wenn man sich die Sache mal auf der Landkarte ansieht, stellt man fest, dass Gießen ganz gut zwischen Köln und Frankfurt platziert ist. Das sind zwei Städte die vielleicht nicht ganz so sexy daherkommen wie Berlin, dafür aber auch nicht so arm sind. Klingt doch nach Strategie, oder?
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06.12.10 | Permalink | Kommentare (3)
Markus Wirthmann |
Noch´n Open Call
Öffentliche Ausschreibung zum ADKV-ART COLOGNE Preis für Kunstkritik 2011
Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine (ADKV) lädt freie Kritikerinnen und Kritiker im Bereich der zeitgenössischen bildenden Kunst zu einem offenen Ausschreibungsverfahren für den ADKV-ART COLOGNE Preis für Kunstkritik 2011 ein. Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert.
Falls sich einer unserer Leser berufen fühlt, hier geht´s lang: Bewerbung: per E-Mail an kunstkritik@kunstvereine.de
Einsendeschluss: Montag, der 31.01.2011
03.12.10 | Permalink | Kommentare (0)
Markus Wirthmann | Netz
Wikileaks hat noch ein Kultur-Konvolut in petto!
Gerade auf Deutschlandfunk gehört: Jetzt kriegt auch die Kulturindustrie und -politik ihr Fett weg! Wikileaks stellt in den nächsten Tagen 12.500 Dokumente, das sogenannte Kultur-Konvolut, online. Wikileaks hat diesmal das Material vorab allerdings nicht dem Spiegel, sondern dem Deutschlandfunk zur Durchsicht zu Verfügung gestellt - der Spiegel hat nämlich selbst Dreck am Stecken.
Was man in der Ausgabe vom 2. Dezember bei Kultur Heute als Teaser von einigen wenigen Minuten erfahren konnte, klingt so absurd und herrlich unwarscheinlich, dass ich mich schon auf die Fortsetzung in den nächsten Tagen freue. Das wird ein lustiges Hauen und Stechen - und ordentlich Rotwerden!
Ich würde mich echt nicht wundern, wenn das alles die Riesenverarsche irgendeines Superclowns wäre:
Unser Minister für´s Äußerliche prahlt damit, noch nie eine Zeile von Goethe gelesen zu haben - Bundesminister Niebel auch nicht - dafür findet Westerwelle den Präsidenten des Goethe-Instituts ziemlich flott. Roger Willemsen hat Feuchtgebiete geschrieben und Charlotte Roche vertickte Romanschrott an Helene Hegemann die wiederum aus dem Restmüll Axolotl Roadkill destillierte - und ihre literarischen Ergüsse an Sarah Kuttner weitergab! Die allerdings haute den Kram in die Tonne und schrieb was eigenes. Rüdiger Safranski hält sich streckenweise für Friedrich Schiller, Peter Sloterdijk steigt gedopt auf´s Fahrrad und singt Also sprach Zarathustra. Tadaa!!
Aber bitte: Hier kann man sich diesen Satire-Gipfel selbst anhören und hier nachlesen.
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02.12.10 | Permalink | Kommentare (2)
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