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Konstantin Schneider | 24.12.08
Ist denn echt schon Weihnachten?

Hallo! Merry Christmas alle zusammen! Fühle mich ausgezeichnet. Hab's gerade so geschafft.
Liebe Kunstfreundinnen und Kunstfreunde,
ein Jahr, in dem ausserordentlich intensiv am Glücksrad gedreht wurde, viele von uns mittels jeder Menge neuer Ideen die Glücksgöttin Fortuna regelrecht herbeizwingen wollten, geht nun zu Ende. Mir hat's gefallen. Gehe mit sattem Erkenntnisgewinn in die Weihnachtspause. "Je ne regrette absolument rien" hätte der olle Fritz gesagt. Also merry Christmas und juten Rutsch. Ach ja, meine MIAMI-Impressionen könnt Ihr Euch mitsamt all den anderen Messeevents 2008 unter ARTFAIRS-EXTRA 2008 anschauen. Den Rest findet Ihr bei mir. Ich schaff das heute sonst nicht mit der Bescherung und dem Gänsebraten. Also tschüssi, kommt gut durch die "Stillen Nächte". Bis bald.
Konstantin Schneider | 24.11.08
OPEN HOUSE at Santa Claus - LIFEGUARD TOWER 13 Miami Beach
Gerade in den letzten Wochen sind wir immer wieder mal darauf angesprochen worden, ob wir nicht noch mehr aus unserem grossartigen BERLINER KUNSTKONTAKTER machen wollen? Wir antworteten daraufhin, na klar, erstmal fahren wir aber noch nach Miami ans Meer, was aber nicht nur zum Vergnügen geschehe, auch wenn wir natürlich die Badehose einpacken würden.
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Konstantin Schneider | 21.11.08
Die "Wa(h)re Kunst" des Überlebens
Angesichts der Weltrezession bedarf es sicher keiner grossen prophetischen Begabung um der höchsten aller Künste, der Überlebenskunst eine blendende Zukunft vorauszusagen. Wer zwischen "Yes we can" und "Shit we must" die richtige Balance findet, dürfte das kommende Jahr sicher gut überstehen. Leider ist allerdings nicht überall gleich ein Weg, wo sich ein Wille auftreiben lässt.
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Konstantin Schneider | 19.11.08
Mit dem Kunstkontakter von Haus zu Haus
Reichlich um die Häuser zogen wir in der KW 45. Als Anlageobjekt derzeit mancherorts zwar in Verruf geraten, sind sie in Berlin nämlich die Orte, an denen sich Kunst mal ohne den Stress, der am Kunstmarkt herrscht, präsentieren und weiterentwickeln kann und ambitioniert sind diese Einrichtungen allemal. Ob Haus am Waldsee, Haus am Kleistpark, Haus am Lützowplatz, sie alle sind den Besuch des Kunstgeniessers wert. Jammerschade allerdings, dass Via Lewandowskis Soundinstallation Applaus im Haus am Waldsee wegen der unflexiblen Dienstpläne besonders kostengünstiger Handwerksunternehmen nicht bereits eine Woche früher fertig geworden war.
BERLIN weekly No. 45
Via Lewandowski | Applaus | Haus am Waldsee
Alen Hebilovic + Richard Schütz | The Random Files | Abel neue Kunst
SUN YOUNG BYUN featuring Jin Li | Lost Identity of Value | Alexander Ochs
Dotan + Perry | Performance | brot.undspiele galerie
my space 03. Tirana-Berlin | Groupshow | Haus am Lützowplatz
Gestillte Sichten | Groupshow | Haus am Kleistpark
Photography and Installation | Groupshow | Janinebean Galerie
Antka Hofmann - Torsten Solin | KOMET BERLIN
Konträr | Groupshow | Ziegert for Art
Riyas Komu | Related List | Bodhi Berlin
Ayana Jackson | Looking-Glass Self | Galerie Peter Herrmann
Peruschan Baba | Groupshow | zoneB
Konstantin Schneider | 07.11.08
Der BERLIN weekly No. 44 vom Kunstkontakter
Auf unserem Parcours durch die BERLINER KUNSTWOCHE No. 44 begegneten wir gleich zu Anfang dem genesenen Christoph Schlingensief, betätigten wir uns tags drauf erstmals in unserem Leben als KOONSKONTAKTER, schüttelten wir Wolfgang Tillmans die Hand, verschafften wir uns einen Eindruck vom Artist's in Residence Programm SEOUL//BERLIN, hetzten wir gleich zweimal zu Hetzler (Koons + Oehlen), sahen wir uns die schöne, grosse neue Ausstellungshalle von Bereznitsky Berlin in der Heidestrasse 73 an, hätten wir Sigmar Polke gern bei Julius Werner getroffen, wo wir aber immerhin seine Linsenbilder vor unsere Linse bekamen, liessen wir uns von Harding Meyer darüber aufklären, was sich in den letzten zwei Jahren in seiner Malerei so alles verändert hat, ärgerten wir uns zweimal so richtig schwarz (deshalb gibt's davon auch nix zu sehen oder vielleicht später), verlangten wir von Ingo Niermann resolut Auskunft darüber, was er sich denn dabei denke, in Berlin ein Rekrutierungsbüro für die US-Army zu eröffnen, drehten eine schnelle Runde bei Schuster und tänzelten bei Guido W. Baudach um das Putzpersonal herum, um ein paar Impressionen von Bjarne Melgaard's Ausstellung A Kidwhore in Manhattan in den Kasten zu bekommen.
Zu diesem Programm auch noch die 5 Berliner Kunstmessen zu packen, wäre des Guten wohl etwas zuviel, dachten wir. Unsere Festplatten qualmten sowieso schon. Vielleicht ein andermal. Insgesamt gesehen sollen die Geschäfte zufriedenstellend gewesen sein. Smarte Jungs, die sich wie in London mal schnell mit dem Taxi zu einer Kunstmesse kutschieren lassen um dort drei Monatsgehälter auf den Kopf zu hauen, hat es in Berlin ja sowieso noch nie gegeben.
Sie dürften traditionsbewussten Sammlern aber auch andernorts in den nächsten Jahren nix mehr vor der Nase wegschnappen. "Vor wenigen Jahren noch herrschte Heuschrecken-Alarm. Jetzt kriegen die Heuschrecken selbst einen Schreck", spottete ein Händler im Zusammenhang mit deren Verlusten rund um die VW-Aktie.
Geniessen wir doch einfach die Zeit.
Ihr Konstantin Schneider
BERLIN weekly No. 44:
Jeff Koons | some words at Presseconference New National Gallery
Jeff Koons | Galerie Max Hetzler
Wolfgang Tillmans | Neugerriemschneider
Der Kunstkontakter trifft Christoph Schlingensief im AUTOCENTER
Eröffnung der Halle Heidestrase 73 | Bereznitsky Berlin
Bjarne Melgaard | A Kidwhore in Manhattan | Guido W. Baudach
Albert Oehlen | (catalogue) | Max Hetzler Osramhöfe
Harding Meyer | About Face | Jarmuschek & Partner
Sigmar Polke | Linsenbilder | Julius Werner Berlin
American Academics | Groupshow | Schuster Berlin
Emerging ART Seoul//Berlin | GSH-Höfe
Ingo Niermann | Join the Army now | ZERN
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Konstantin Schneider | 26.10.08
Crisis is just another word for Change
oder geht der Kunstmarkt in die Knie, dann bitte erst in Miami !
Also liebe Kunstfreundinnen und Kunstfreunde, den BERLIN weekly vom BERLINER KUNSTKONTAKTER soll es jetzt tatsächlich auch hier beim KUNSTBLOG geben und diesmal bekommt Ihr ihn sogar gleich als Doppelausgabe.
Vielleicht stimmt Ihr uns ja gleich zur Premiere auch zu, wenn wir einfach mal so behaupten, dass der Verlauf von Schmerz- und Scherzgrenzen gegenwärtig fast identisch sein muss. Denn angesichts der gewaltigen Umschichtungen von wirtschaftlicher und sozialer Macht, die derzeit im Gange sind, wäre es doch gelacht, wenn nicht zwischendurch mal wieder diese ethymologischen Grunderkenntnisse zu Gewissheiten würden. Klar, die wahren Dimensionen unseres Epochenwandels zu erfassen, ist derzeit alles andere als leicht und wahrscheinlich werden wir sie deshalb auch erst im Verlaufe der nächsten Jahre erkennen können.
Diesmal noch sollen die Sammler in London ja angeblich recht tapfer zu den Künstlern gehalten haben, doch wurden die Verkaufsergebnisse auf der Insel wahrscheinlich nur angesichts der gegen Null tendierenden Erwartungen als gut bezeichnet. Riskiert wurde dort nicht mehr allzu viel, fast alles wurde reiflich überlegt. Wir z.B. hatten aber auch schon Mitte Februar entschieden, dass wir unser Londoner Quartier im diesjährigen Kunstherbst-Marathon in Wimbledon aufschlagen würden. Damals waren wir natürlich noch von vielen, vielen Assen ausgegangen, also direkt verwandelten Gewinnschlägen, welche ja seit Boris Becker für die Meister ihres Fachs zur reinen Routinesache geworden sind. Wer hätte im Frühjahr 2008 für Heuschrecken oder die Lehmann Brothers auch nicht alles gern seine Hand ins Feuer legen wollen?
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