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Charlotte Lindenberg | 04.01.11

Höhere Wesen befahlen gar nix


Frame, 10; © Schoderer

... und das Auge lässt sich herumführen von einer konkreten Farbe, ohne vorn und hinten, ohne Illusion. Das autonome Werk wäre perfekt.
Wäre.
Wäre da nicht der Wunsch der Malerin nach einem Dahinter, Darunter – wo auch immer man diesen malerischen Mehrwert metaphorisch verorten mag.
Und daher, kurz bevor sich das Gewebe zum All-Over verselbständigt, übernimmt ihre rationale Seele, ach, und teilt die Fläche in Raum.

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Charlotte Lindenberg | 19.12.10

Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen


Astrid Köppe o.T., 08, © A. Köppe

Texte zu Astrid Köppes Zeichnungen betonen gern deren auffallendste Eigenschaft, nämlich den „Kenn ich, das ist doch – äh ...“-Effekt. Sämtliche Figuren sind vertraut und fremd - so nah und doch so fern.
In der Tat erwecken die präzise konturierten und prägnant auf weißem Grund inszenierten Gestalten zunächst den Eindruck von restlos aufgehenden Gleichungen und versprechen: Nur noch ein wenig Erinnerungsarbeit und wir haben es „erkannt“.
Doch hier bricht das erhoffte Achso-Erlebnis ab. Der Einbau des Gegenwärtigen in den Fundus der Vergangenheit bleibt aus. Das Gezeichnete stimmt mit nichts bisher Gesehenem überein.
Nach kurzer Enttäuschung schalten wir in den Dann-halt-nicht-Modus und werden so anfällig für die verspielte Komponente der Unknown Drawing Objects.

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Gastbeitrag | 18.09.10

Künstlerhaus Weimar

von Daniel Caleb Thompson

Das Künstlerhaus zu Weimar und dessen Zukunft: Zunächst muss die Entscheidung begrüßt werden, das neue Bauhaus Museum in Weimar an anderer Stelle als am Zeughof zu bauen. Dem Künstlerhaus Weimar am Zeughof geht es um mehr als nur um einen Ort für Ausstellungen und Unterstützung junger Künstler - nämlich um eine lang vergessene und mit Absicht versteckte Geschichte in der Innenstadt.

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Charlotte Lindenberg | 08.09.10

Marco Evaristti - Patterns of Hatred


Annika Ström Political Art, 04, Foto Frieze no 131.

Wann ist Kunst politisch? Immer? Nie? Braucht sie nur politisch ambitioniert oder muss sie auch wirksam sein?
Marco Evaristtis Arbeiten erwecken den Anschein, als schließe er sich Annika Ströms Wunsch an, scheinen sie doch durchaus politisch. Auf die Frage nach zentralen Anliegen antwortet er jedoch, ihm gehe es immer um sich selbst.

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Charlotte Lindenberg | 09.08.10

Ein Künstler liebt eine Stadt. Und eine Künstlerin hat ein Problem

Überwältigungsästhetik find ich gut. Ausstellungen mit Spektakel-Faktor fesseln meine Aufmerksamkeit immer erschreckend lang. Von daher war ich aus Eliassons Themenpark namens "Innen Stadt Außen" nur schwer zu entfernen.

Eliasson Your Uncertain Shadow (Colour), 2010,
Installationsansicht, Foto CL.

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Charlotte Lindenberg | 21.07.10

Karls Unruhe

Um dieses überwältigend lustige Wortspiel zu verstehen, bedarf es einer gewissen Einarbeitung. Und zwar heiße ich Charlotte, was die französisch elegante Version des deutsch nicht ganz so eleganten „Karl Otto“ ist. Und da ich im folgenden einen abwechslungsreichen Sonntag in Karlsruhe schildere, wollte ich euch diesen Scherz nicht ersparen.
Okay, kann nur besser werden. Stay tuned.

No Show
In der Eingangshalle des ZKM stehen zwei Hinweistafeln so sperrig zwischen Tür und Kasse, dass man sie umtreten müsste, um ihrer Botschaft zu entgehen. Dennoch bin ich mit ausreichend Verdrängungsfähigkeit ausgestattet, um selbst unübersehbare Probleme zu übersehen. Umso dümmlicher mein Gesichtsausdruck, als die Herrin der Ermäßigungen mich darauf aufmerksam macht, dass das angekündigte Podiumsgespräch mit Jürgen Klauke entfällt.
Macht nix, bin dafür ja auch nur 200 km gefahren.


Beyus o.T., 1979

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Charlotte Lindenberg | 20.06.10

Sag´s mir.

Vermittlung auf der Art Basel 2010


Zhang Huan Hero No.1, 2009, Kuhhäute, Stahl,
Holz, Schaumpolystyrol, 490x980x640 cm, Foto CL.

Ich bin lernfähig. Vorbei die Zeiten, da ich angesichts geheimnisvoller Exponate neugierig zu Schildchen an der Wand eilte in der Hoffnung auf sachdienliche Hinweise. Die von den plexigläsernen Beschriftungen gewährten Informationen setzten mich regelmäßig über Entstehungsjahr, Material, Maße, Leihgeber oder andere Details in Kenntnis, die sich der interessierte Laie auch beflissen bis zur »Inv. Nr.« durchliest.

Anders gesagt: Sie waren mir piepegal. Was ich eigentlich wissen wollte, verbarg sich in zwei Worten, die mich traumatisierten: »Ohne Titel«.

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Charlotte Lindenberg | 12.06.10

Stoned Wood

Jimmie Durham in Frankfurt


Durham Rocks Encouraged, Portikus Frankfurt a.M.,
Installationsansicht, Foto CL.

Der Übergang von „Leben“ und „Kunst“ gestaltet sich kontrastreich. Das ist nichts Besonderes, das tut er oft. Inmitten einer nicht für Geräuscharmut bekannten Stadt aber fällt der markante Unterschied zwischen Phänomenen, um deren Einheit man sich seit über einem Jahrhundert bemüht, doch auf: Man öffnet die Tür und die Stadt verstummt. Statt im hellen Ausstellungsraum steht man im Dunkeln – bei genauerer Betrachtung im Wald.

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Charlotte Lindenberg | 09.05.10

Mach hinne

Mein Glaube, von nichts mehr erschüttern zu werden, wurde erschüttert durch eine dieser Ehrenamt-zu-vergeben-Mails. Gesucht wurden Beiträge zu einem eigenartigen "Experiment". Obwohl – so eigenartig nun auch wieder nicht. Vielmehr auf der Höhe der Zeit. Entstehen sollte "eine sammlung von kurzreviews, kurzstatements, kurzerlebnissen ... zeichenanzahl sollte die 1000 nicht überschreiten. ... bitte macht auch bilder".
Erste Reaktion: Geht’s noch?


Grandville, aus Un autre monde, 1834

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Gastbeitrag | 06.04.10

Eine Hommage zum Tod von Klaus Kumrow

von Ille von Rott zu Schreckenstein

Ich habe das Bedürfnis „meinem Helden“ posthum eine Dankesschrift zukommen zu lassen: Als ich das Ding, so nannte ich es, als ich es zum Erstenmal sah, das Ding ohne Titel, die Sänfte. Ich kann mich noch sehr genau erinnern. Ich besuchte meine Tante in Hamburg und sie nahm mich mit zu den Deichtorhallen. Sie wollte mir Kunst zeigen, in der Hoffnung diese, dem ungebildeten Kind näher zu bringen. Was wir uns eigentlich in den Hallen angesehen haben, daran kann ich mich nicht mehr erinnern. Aber als wir dort ankamen, sah ich das Ding ohne Titel, die Sänfte. Ich frug meine Tante, was das denn sei und was es darstellen solle. Damals hatte ich noch die Idee, dass Kunst etwas darzustellen hat. Ich frug sie, was es denn ist. An die Antwort kann ich mich nicht mehr erinnern. Erinnern kann ich mich jedoch an diese Kraft, die von diesem Ding ohne Titel, der Sänfte ausging. Irgend etwas war daran, was mich faszinierte. Ich drehte und wendete meinen Kopf, um einen Zusammenhang der einzelnen Teile, die sich hinter diesem blauem Glas verbargen zu entschlüsseln. Den Grund zu erkennen, der die vielen Ebenen innerhalb der Außenhaut miteinander verbindet. Es muss doch einen Grund für diese Räume im Raum geben. Da muss sich doch der Künstler etwas gedacht haben. Und wenn es nur ein Traum war und keinen Bezug zum Realen gab. Das Ding ohne Titel, die Sänfte steht doch nun da!

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Charlotte Lindenberg | 21.03.10

Walk under Ladders

Hubert Kiecol streckt Fühler aus


Kiecol, Installationsansicht Galerie Grässlin Frankfurt 2010, Foto CL

Er-kunde statt Erd-kunde
Platz hätte er ja, in der Galerie Grässlin in Frankfurt, die nur (gefühlte) Zentimeter vom Hangarformat trennen. Dementsprechend gespannt war ich, wie sich Kiecols bodenständige Klötzchen inmitten der weitläufigen Halle behaupten.
Falsch. War mein Fehler. Hatte ich doch Kiecols Werk mit dem verwechselt, was mitteleuropäische Museen am liebsten ankaufen.

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Charlotte Lindenberg | 20.03.10

Dekorierst du noch oder glaubst du schon?

Jan Wagner "interpretiert Ostern" in der Frankfurter Galerie Jacky Strenz

Der Unterschied zwischen zeitgenössischer und Gegenwartskunst besteht darin, dass Gegenwartskunst in der Gegenwart stattfindet, d.h. in einem mit Anderen geteilten Jetzt. Wie lang diese Gegenwartskunst gegenwärtig ist, hängt von ihrem Verfallsdatum ab.


Jan Wagner Seil 1, Hanf, Gips, Galerie Jacky Strenz 2010, Foto CL

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Gastbeitrag | 19.02.10

The Metamorphosis of Nature

by R A Suri

The photography of Hiroyuki Togashi appears as a contemplative approach within a purist pursuit of the depiction of still nature and an environmentally bound spirituality. Adhering exclusively to black and white imagery and filmic processes, his presence in contemporary photography strikes one as a nostalgic return or perhaps as an aversion of digital technology’s affirmative role in the process of capturing the moment. Viewing the popularity of new technological advent in the realm of photography as being rather facile, the young artist has chosen a rather resilient stance and captured the entirety of his works with a traditional lense and an increasing mastery of paper processes in their realization.

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Gastbeitrag | 18.02.10

For Screenplay:

by R A Suri

Shanghai based artist, Cao Menqqin, offers a peripheral and atmospheric depiction of situations, fragmented visual moments, in his inter-disciplinary collage which constitutes the work, “For Screenplay”. The protagonist adopts an intimate voice in the simple account of the impetus of his voyage which illustrates an artist’s insecurities, technical fascinations and echoes the nomadic wanderings which are to form the content of a new work in progress.

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Charlotte Lindenberg | 14.02.10

Der Zwiebel Kern

Das Wesen im Ding in Frankfurt


Andreas Wegner, Le Grand Magasin, 2010, Installation mit diversen Materialien, Detail, Foto CL.

Erkenntnistheoretisch hmm.
"Die Welt – so könnte man radikal verkürzend sagen – besteht aus zweierlei: lebende Wesen und leblose Dinge", findet der Einführungsvortrag. Angesichts dieser in der Tat ziemlich radikalen Ultrakurzthese würden konstruktivistisch Gesonnene nach Luft schnappen. Doch immerhin hatte der Verfasser vor radikaler Verkürzung gewarnt. War ja schließlich nur die Headline für den Text zu einer Ausstellung, die vom Innen und Außen der Materie handelt.

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Charlotte Lindenberg | 15.11.09

Titel, Thesen, Rudimente. "Bilder vom Künstler" im Frankfurter Kunstverein


Marc Aschenbrenner, im Abri 3, 2008. C-print 60 x 90 cm, ed 7+2 ap,
Foto: Knut Klaßen, Courtesy Galerie Olaf Stüber, Berlin.

"Bilder vom Künstler", der Titel der aktuellen Ausstellung des Frankfurter Kunstvereins veranlasste mich, im Vorfeld meine unter dem Stichwort "Künstler" intrazerebral gespeicherten Bilder zum Thema zur Kenntnis zu nehmen.
Erstes Ergebnis: Die Datei konnte nicht gefunden werden. Schließlich ist der Titel so aussagekräftig wie "Bilder vom Menschen". Zweites Ergebnis: Heuchlerin. Als befänden sich da nicht genug Verallgemeinerungen innerhalb meiner "Erfahrungsschatz" genannten Stereotypensammlung. Drittes Ergebnis: Ich habe zwei "Bilder vom Künstler" – ein positives und ein negatives.

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Charlotte Lindenberg | 01.11.09

Stand und Zustand der Performance


copyright Matthias Weiß

Zum Abschluss der Ausstellung Performance//Frame fand in der Galerie Anita Beckers in Frankfurt am Main ein moderiertes Gespräch zwischen drei ProtagonistInnen der Performance statt. Obwohl Vollrad Kutscher (geb. 1945), Ulrike Rosenbach (geb. 1943) und Annegret Soltau (geb. 1946) mit unterschiedlichen Medien arbeiten, ging es hier um die Entwicklung von Performance- und Video-Kunst. 2010 plant die Galerie das zweite Symposium zum Thema zeitbasierte Künste; das erste fand 1994 statt. Im Vorfeld soll die gestern zuende gehende Veranstaltungsreihe, bestehend aus Ausstellungen an zwei Orten und mehreren KünstlerInnengesprächen, den prozessorientierten Arbeiten ein größeres Forum schaffen. Die Wahl des Zeitpunktes begründet Beckers mit der Beobachtung:
"Es scheint, dass immer dann, wenn der Kunstmarkt kurzfristig Atem holt, gerade jene Künstler, deren Werk nur bedingt kommerzialisierbar ist, unter Benutzung des eigenen Körpers einen neuen kritischen Diskurs anstoßen."

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Charlotte Lindenberg | 22.10.09

Auf der Suche nach der Evolutionsbremse

Frieze 09
Der angeblich “nach den Messen in Basel und Miami wichtigste Termin im Kunstkalender” fand bereits vor einer Woche statt und wurde seither ausreichend in Print- und Online-Medien doku- und kommentiert. Diese Tatsache beschert mir die Gnade des späten Report, will sagen: Wenn ich heute noch eine persönliche Bilanz der Londoner Frieze Art Fair ziehe, brauche ich niemanden mit Beschreibungen von Arbeiten zu belasten, denen ich letztlich durch Wort und Foto doch nicht gerecht werde. Stattdessen nehme ich die Tour de Force durch die überwiegend aktuelle Kunst zum Anlass, vor aller Augen über das Phänomen tendenziöser Berichterstattung - kurz: des Abwatschens – zu sinnieren.

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Gastbeitrag | 09.09.09

Kritische Videoarbeiten

Gastbeitrag von Ann-Kathrin Frank

Esra Ersen - Kritische Videoarbeiten in Berlin


Perfect /Growing Older (Dis)Gracefully (2006)

Peter Weibel, seit 1999 Vorstand des ZKM in Karlsruhe, führt in seinem Beitrag im Jahrbuch 2007 der Guernica-Gesellschaft zum Thema „Politische Kunst heute“ aus, dass Kunst nicht der wahre Spiegel der Gesellschaft ist. Freuds psychoanalytischem Modell der Repräsentation des Unbewussten folgend, betont er das Merkmal der Kunst, neben dem bewusst Wahrgenommenen auch Unbeachtetes und Verdrängtes zu repräsentieren. Genau dies ist bei den Arbeiten der Künstlerin Esra Ersen zu finden. Ihre Werke leiten den Blick auf Randgruppen und Menschen, in schwierigen Lebenssituationen. Durch ihren klaren, den Moment nicht wertenden Blick sind ihre Arbeiten durchaus als Spiegel von sozio-politischen Gegebenheiten der Gesellschaft zu sehen.

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Michael Reuter | 08.05.09

Früchte der Krise
Was haben Benzingestank und Revolte miteinander zu tun und warum es manchmal schlecht ist, keine Feinde zu haben.

Gastautor Hansjörg Fröhlich zur aktuellen Ausstellung des Künstlerduos Flammen Commando (FLCO) im Bahnwärterhaus in Esslingen bei Stuttgart


© FLCO 2009

Im 70er Jahre Roadmovie Vanishing Point (dt.: Fluchtpunkt San Francisco) (kursiv) wettet ein weißer Amerikaner namens Kowalski, einen weißen Dodge Challenger R/T unter Zuhilfenahme von rauen Mengen Speed, innerhalb von 15 Stunden von Denver nach San Francisco (ca. 1300 Landmeilen) zu überführen. Trotz Unterstützung des schwarzen Radio-DJs Super Soul, einiger Hippies und anderer Vertreter der damaligen amerikanischen Gegenkultur, erreicht der von Redneck-Bullen verfolgte Kowalski sein Ziel nicht, sondern fährt volle Kanne in eine Straßensperre. Sein Dodge explodiert und Kowalski geht in die Ikonengalerie der Protestbewegung ein. Nach Easy Rider (kursiv) war Vanishing Point (kursiv), von Regisseur Richard C. Sarafian im Jahr 1971 mit knapper Kasse gedreht, der zweite bedeutende amerikanische Roadmovie. In beiden Filmen waren die Helden stark motorisiert und lebten so den alten amerikanischen Traum von Freiheit, dem Drang nach Westen und Selbstverwirklichung am Lenkrad; gleich dem Trapper auf einem Gaul des Pionier-Zeitalters, nur eben mit deutlich anderen Zielen. Der Versuch ein neues Wertesystem zu etablieren, gegen die Normen einer Konsum- und Kirche-Gesellschaft zu rebellieren, fand stets auf 2 oder 4 Rädern statt. Diese merkwürdige Verbindung von Benzinverbrauch und banaler Kritik an einer Gesellschaft, deren wirtschaftliche Schwungräder gerade die Öl- und Autoindustrie sind, fällt im Jahr 2009 auf noch fruchtbaren Boden:

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Was haben Benzingestank und Revolte miteinander zu tun und warum es manchmal schlecht ist, keine Feinde zu haben.« weiterlesen ...

 

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Gastbeitrag | 09.04.09

Sandra Kunz/Sandra Kunz

by R A Suri

The series, ¨Sandra Kunz¨, evolves from a creative principle of identification and multiplicity. The artist, Sandra Kunz undertook the initiative to develop a photographic series which would context themes of personal identity, indicate the absurdity and alienation involved in the registrations of names and titles and act as a frontier for visual experimentation.

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Gastbeitrag | 15.03.09

The Conceptual Nature of Liang Shao ji

by R A Suri

Amongst the first & foremost conceptual artists to have emerged from within the P.R.C., Liang Shao Ji continues with an avid exploration of themes derived from humanity and nature. Six years earlier, the celebrated conceptual artist decided to retreat from the noise of the urban sphere for the near monastic solitude afforded him by the peaceful atmosphere of the Tiantai mountains equally birthplace to distinct schools of indigenous Buddhist and Daoist practice.

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Gastbeitrag | 11.03.09

The Surreal Landscape of Yang Yong Liang

by R A Suri

Contemporary photography remains perhaps the least well represented form and medium amongst conceptual artistic practice in the mainland at present. Well over a decade earlier, the works of emergent conceptual photographers such as Hong Lei, perhaps the most acclaimed artist of his generation of photographic artists, this ground began to break and a new frontier open in the vocabulary of the younger generation. Unfortunately, very few avoided the pitfalls of copy-ism and mimetic works, conveying messages altogether too similar to those of the West, rather than embracing the evolution of an intrinsic, Oriental expression which would both reflect the modern era and the experience of Chinese culture in an age of radical transition.

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Gastbeitrag | 02.03.09

Geiles Globales Gesicht

Guest Contribution by R A Suri

The artist Susanne Junker, has embraced themes of gender identification, the objectivization of women & mediatic perversion of feminine sexuality in her work. While the inherent violence and suppression of women in contemporary media, as a self-engendering dichotomy within an industry predominantly male, are far from original themes in contemporary photography, the debased and intimate self-portraiture of the artist denotes an ironic, grotesque treatment of the subject.

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Gastbeitrag | 20.02.09

Lehmänner Berlins

Gastbeitrag von Raymond Unger

„Das kennt man ja“, sagte der Arzt in der Notaufnahme des Urbankrankenhauses in Berlin Kreuzberg. „Erst verbringen sie Jahre damit sich als erfolgloser Künstler zu rechtfertigen, dann ertragen sie ihren plötzlichen Erfolg nicht mehr.“ Karl der Bildhauer ist wahnsinnig geworden. Eben hat er sein ganzes Werk zerstört, nun hat ihn sein bester Freund, Herr Lehmann, ins Krankenhaus gebracht, wo er mit Psychopharmaka ruhig gestellt wird. Die berühmte Schlussszene aus Sven Regeners Roman „Herr Lehmann“ beschreibt in sehr treffender Weise das Drama des über Jahre erfolglosen Künstlers in Berlin. Berlin hat die belebteste Kunstszene ganz Europas, dementsprechend wirkt diese Stadt wie ein Magnet auf junge Künstler aus aller Welt. Denn Kunst ist angesagt wie nie. Das mediale Zerrbild vom Kunsthype mit Vertretern wie Jonathan Meese, der scheinbar mit Leichtigkeit und Spaß Millionen verdient, beschert den Hochschulen eine nie da gewesene Bewerberflut. So sammeln sich seit Mauerfall tausende Künstler in Berlin - und alle kommen mit Zuversicht, Mut und Elan in diese aufregende Stadt.

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Gastbeitrag | 02.02.09

The Quixotism of Christophe Demaitre

Guest Contribution by R A Suri

In question of the artistic direction assumed by Christophe Demaitre, one faces a dilemma. The paradox of photographic imagery derived from a near nomadic lifestyle and whose content appears near centrically oriented to the urban experience and consequent alienation of humanity, and that of a process orientation wherein the artist shatters formalistic boundaries and discards pre-deliberation amidst the chaos of creation. His attention to material and adaptation imbue the oeuvre with a Neo-Dadaist spirit & serve to engage the viewer as he confronts facile dichotomies and roles attributed to documentary and lyrical, poetical photography. The artist enacts a random survey of scenes captured by the lens while wandering the streets of whatever city or anonymous street, individuals are obscured by an abstraction engendered in the process of emulsifying canvas and the subsequent, spontaneous layers of paint which arise in his final touches of creation.

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Gastbeitrag | 25.01.09

The Art of Tan Xun

Guest Contribution by R A Suri

In consideration of the artistic trajectory of Tan Xun, one needs address the emergent artists generation and exceptional range within the medium. Given the historical didactics of art education in post-revolutionary China (wherein the axis and mode of sculptural form lay within the confines of Western figurative creations or early Soviet constructivism) to bear witness of Tan Xun’s work demarcates not only a universal embrace of the art yet an extension beyond formal considerations.

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Gastbeitrag | 28.11.08

Intellectual Property and Conceptual Art

by Ben Judson

Detail of Sol LeWitt wall drawing at Dia Beacon (photo by Flickr user stan)
Detail of Sol LeWitt wall drawing at Dia Beacon (photo by Flickr user stan)

Julian Sanchez took a stab at describing the complex relationship between conceptual art and intellectual property recently on Ars Technica. I think he hits the major issues pretty well, and does a good job describing how they relate to work by Sol LeWitt, John Cage, Terry Riley, and even Glenn Gould (the story of Jeff Koons’ String of Puppies might have been an interesting one to add to the mix).

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Christoph Bannat | 23.11.08

80 Jahre Mickey Mouse und Epcot

Am 18. November 1928 startet "Steamboat Willie" von Ub Iwerks und Walt Disney seinen Siegeszug um die Welt. Die Musikclips Mickey’s Choo Choo, The Karnival Kid, Haunted House und der wunderbare Skeleton Dance (alle auf Youtube) entstanden zwischen 1928 und 1929. Damit war der Grundstein für einen global player gelegt.

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Christina Zück | 18.05.08

Pandoras Farbmaschine

Wolfgang Tillmans, "Lighter", Hamburger Bahnhof, 21. März - 24. August 2008
"Faszination Raum", Plakatkampagne der Firma Audi auf dem Bettenhaus des Campus Charité Mitte

Was passiert, wenn man ein großes, aufgezogenes Foto in einem weißlackierten Rahmen neben einen losen DIN-A4-Abzug an die Wand hängt? Das kleinere Foto sieht armselig aus. Bei Fotografie, die aus Lichteffekten auf einem Trägermaterial silbergelatiniger oder elektromagnetischer Art besteht, muss man anschließend Entscheidungen treffen: Soll das jetzt größer oder kleiner werden, teurer oder billiger, auf Fotopapier oder als Inkjetausdruck, als Fine-Art-Print oder mit Schmodder von den Walzen der Farbmaschine drauf, mit weißem Rand oder ohne, mit verschobenem weißen Rand, vergilbt, solarisiert, kaschiert oder an Foldbackklammern hängend, gerahmt, aber welches Material in welcher Farbe? Wolfgang Tillmans führt uns in seiner Ausstellung im Hamburger Bahnhof mit becherscher Hartnäckigkeit die ganze product range der Möglichkeiten vor, wie man ein fotografisches Bild an die Wand bekommen kann, oder aber in die Vitrine, oder auf den Tisch. Daraus entstehen Differenzen, die... na ja, was machen die denn so? Irgendeine Thermosublimationsdynamik zwischen den pieces?

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Gastbeitrag | 20.02.08

Künstler und Geld

/ Ein Aufruf

von Andreas Koch

Wenn man vom Flughafen Tegel nach Mitte will, führt ein Weg durch die Lehrter Straße. Dort fällt rechterhands ein riegelartiges Gebäude auf, das unmittelbar an die Straße angrenzt. Das aus Sichtbeton gegossene Haus mit großen eingelassenen Panoramafenstern ist das neue Atelierhaus der Künstlerin Katharina Grosse. Es steht für einen Wandel im Berliner Kunstbetrieb, der in den letzten Jahren große Summen Geld nicht zuletzt in die Taschen der hiesigen Künstler gespült hat. Der Markt brummt immer noch und die Künstler rüsten auf. Auffallend an dem neuen Atelierhaus der eben nach Berlin gezogenen Grosse ist die Ähnlichkeit mit dem Galerienhaus, das sich der Berliner Kunsthändler Heiner Bastian an der Museumsinsel gebaut hat. Beide Gebäude sind quaderähnliche Klötze mit großzügigen Fensterflächen. Trotzdem haben beide Häuser etwas Trutzburghaftes und verschließen sich in ihrem monolithischem Auftreten ihrer Umgebung.

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Gastbeitrag | 30.01.08

Leben bevor die Handwerker kommen

– zur Ästhetik des Durchwurstelns

von Ulrich Heinke

„Die eigentümliche Ausschließung, die der Arme seitens der ihn unterstützenden Gemeinschaft erfährt, ist das bezeichnende für die Rolle, die er innerhalb der Gesellschaft, als ein besonders situiertes Glied derselben spielt; indem er technisch ein bloßes Objekt der Gesellschaft ist, ist er im weiteren soziologischen Sinne ein Subjekt, das einerseits wie alle anderen die Realität derselben bildet, andererseits, wie alle anderen, jenseits der überpersönlichen abstrakten Einheit derselben steht.“1

KünstlerInnen sind vielleicht mittellos, aber nur selten motivationslos. Wenn einer in seinem Souterrain aus Spanplatten vom Sperrmüll Skulpturen schraubt ist er nicht zwangsläufig ein Verweigerer, sondern jemand mit festen Überzeugungen: geschäftsführend weltverbessernd. So üben die KünstlerInnen selten den Teilnahmeverzicht, sondern sehen sich als gesellschaftstheoretische Speerspitze, die für ihre überdurchschnittlichen Ansichten den Preis der relativen Armut bezahlen. Sicher, eine Minderheit von KünstlerInnen ist so wohlhabend, dass die Bank zur Steuerflucht rät. Der größere Teil kann sich zwar den Drink an der Bar leisten, aber ob es eine Krankenversicherung gibt, die den Sturz vom Barhocker auffängt ist dann schon die nächste Frage. KünstlerInnen leben nicht in stigmatisierter Armut, aber soziale Sicherheit gibt es nur in der Light – Version; ein bürgerliches Leben ist selten gewünscht, aber auch selten erreichbar.

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Gastbeitrag | 07.11.07

Fun-de-siècle: Die Nuller

von Melanie Franke

Dieser Text erscheint auch in der vierten Ausgabe des Berliner Review-Hefts
von hundert, die am Freitag den 9.11. herauskommt.

Es war auf der Berliner Messe Art Forum, auf der ich mich fragte, warum sich noch immer die Bildwelten des Fin-de-siècle in der gegenwärtigen Kunstproduktion tummeln? Warum müssen Mythen- und Sagenstoffe sowie Elemente des Phantastischen und der Science-Fiction und Fantasywelten als Referenzebene wie Ideenreservoir herhalten, wenn doch Themen wie Globalisierung, Urbanisierung oder Migration eigentlich gegenwärtig sind? Warum hält die Realitätsflucht und mit ihr der Hang zum Erzählerischen im System der Repräsentation an; mit rätselhaften Symbolen, Allegorien und Metaphern, deren Blütezeit doch die des Fin-de-siècle war? Was verbindet die gegenwärtige Generation mit der längst Vergangenen?

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Christina Zück | 09.02.07

Tintoretto

Museo Nacional del Prado, Madrid
30. Januar - 13. Mai 2007

Beim ersten Anschauen finde ich Tintorettos Malerei grässlich. Die stürzenden und verrenkten Körperwülste, die überdrehten Bewegungen, die schematischen Gesichter, die Heiligenscheine, all das verteilt auf Flächen von manchmal bis zu 20 Quadratmetern, hauen mich um. Ich bin in einem übermüdeten Zustand und schleppe mich von Sitzgelegenheit zu Sitzgelegenheit. Wie liest man ein Bild? Indem ich Quadratzentimeter für Quadratzentimeter mit dem Auge abtaste und mir innerlich sage: hier ist ein kleiner grüner Vogel, dort ein Fuß, wie ist der gemalt? Unter dem Fuß wachsen Wurzeln im Schlamm zum Wasser hin. Das da soll Alkmene sein, es steht auf dem Text neben dem Bild an der Wand, wer war das nochmal? Strahlen spritzen aus ihren Brüsten. Ein kleiner Körper wird von oben an sie angedockt, ein Säugling. Aha, die Milchstraße. Warum habe ich solche Vorurteile diesen Schinken gegenüber? Was ist das für ein Wissen, ich meine innere Bewegung, ich meine vielleicht Pleasure, das einem zeitgenössischen Museumstouristen nach einer Stunde Schlange Stehen übermittelt werden kann, abgesehen vom Raten und Wiedererkennen der Geschichten aus dem Fundus der altgriechischen oder christlichen Mythologie?

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Max Glauner | 08.02.07

Palimpsest 0701 - 03 KunstReligion Teil 2

Reliquienverehrung, Kunstbetrachtung und die Entrückungen des
Künstlerheroen

Kulturhistorisch betrachtet, lässt sich die Perspektive einnehmen, nach der das Heilige, wie es sich in Holzstückchen und Dornenkrone Ludwig IX. manifestierte (siehe Palimpsest 0701 02), nicht vergangen ist, sondern als Verschobenes, Verborgenes, Verdrängtes und Vergessenes gegenwärtig bleibt. Im Feld der Kunst zumal: In der Aura des Kunstwerks fände sich jene spirituelle Erfahrung des Religiösen, in der das Transzendente im Immanenten, das Immanente in seiner Transzendenz erfahren wird.

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Max Glauner | 05.02.07

Palimpsest 0701 - 02 KunstReligion Teil 1

Das Verhältnis von bildender Kunst und Religion ist im gegenwärtigen Kunstbetrieb keineswegs geklärt

Auf seiner zweiten Betteltour an die Fürstenhäuser Italiens und Frankreichs hatte Balduin II, Kaiser von Byzanz, ein paar ganz besondere Stücke im Gepäck: Teile des heiligen Kreuzes, die Spitze der Lanze des Longinus, sowie die Dornenkrone des Erlösers. Zur Finanzierung seines maroden Staatshaushaltes veräußerte er die Reliquien an Ludwig IX., den Heiligen, von Frankreich. Dieser ließ den kostbaren Artefakten ein besonderes Schatzhaus bauen, geweiht 1248: Die Sainte-Chapelle in Paris.

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Gastbeitrag | 17.10.06

Die Unhintergehbarkeit der Buchhaltung - 6. Schlussbemerkung

von Manuel Bonik

1. Teil: Fünftausend
2. Teil: Artitüden
3. Teil: Komplexität
4. Teil: Lektüren
5. Teil: Die Unhintergehbarkeit der Buchhaltung

Diis ignotis

TRINKSPRUCH

"Die Durchtriebenen verrieten ihre Geheimnisse den Neugierigen, die gar nicht zuhörten" (19), heißt es einmal bei Balzac, als er die Ekstasen eines Großstadt-Gelages schildert. Wer liest noch diesen Epilog? Wer liest Kritiken oder gar ästhetische Abhandlungen? Will Kunst irgendwas von ihrer Verwissenschaftlichung wissen? Oder werden Artotope wie Berlin sie immer noch weiter galapagosisieren? - Während meiner optimistischeren Momente hoffe ich auf eine Künstlergeneration, die mit dem Computer aufgewachsen ist und diesen heuristischen Vorteil nutzt.

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Gastbeitrag | 12.10.06

Die Unhintergehbarkeit der Buchhaltung - 5. Teil

von Manuel Bonik

1. Teil: Fünftausend
2. Teil: Artitüden
3. Teil: Komplexität
4. Teil: Lektüren

Wenn du keine Fehler machst,
versuchst du es nicht wirklich.

COLEMAN HAWKINS

Andererseits: Warum sollte ein Künstler nach Beuysscher oder Duchampscher Art noch etwas zu seinen bereits gemachten Werken, extra, sagen wollen? Wer erdreistet sich Erklärungen zu fordern, nicht wissend, dass manche beste Künstler nicht auch gleichzeitig die eloquentesten sind? Wer möchte nicht durch Kunst "Anregungen geliefert" bekommen, "in geheimnisvolle Welten entführt" werden oder vor die Aufgabe gestellt sein, "eigene" Interpretationen zu liefern? Je ne sais quoi... – Weiss es, jenseits der Feuilleton-Floskeln, der Künstler mit dem absichtsvollen Schweigen und dem wichtigen Lächeln seiner Renaissance-Taktiken?

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Gastbeitrag | 03.10.06

Die Unhintergehbarkeit der Buchhaltung - 4. Lektüren

von Manuel Bonik

1. Teil: Fünftausend
2. Teil: Artitüden
3. Teil: Komplexität

Man sollte alles so einfach wie möglich sehen,
aber nicht einfacher.

ALBERT EINSTEIN

Ich lese z.B. ein Mathematikbuch: Definitionen, Sätze, Lemmata, Beweise, Korollare etc. – All diese Momente sind hierarchisch aufeinander bezogen und haben ihren Platz in einem explizit formulierten System, das der Autor konstruiert hat und das ich, lesend, nach-denkend, re-konstruiere. Habe ich eine Definition übersprungen und nicht richtig verstanden, wird sie mir an einer späteren Stelle meiner Lektüre fehlen. Das Buch als - hoffentlich konsistentes - System gibt mir die Möglichkeit, zurückzugehen und mein Verständnis nachzuholen.

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Gastbeitrag | 29.09.06

Die Unhintergehbarkeit der Buchhaltung - 3. Komplexität

von Manuel Bonik

1. Teil: Fünftausend
2. Teil: Artitüden

Hier läuft die Ware nicht vom Band,
wir backen noch mit Herz und Hand.

Ich nehme positiv an, dass der Wert eines Kunstwerks in seiner Komplexität liegt. Alternativen wären etwa Affirmation (es bestätigt, was ich ohnehin schon weiss oder meine, und diese Bestätigung freut mich) oder Dekoration (ästhetische Affirmation; Design; Folklore) oder Statussymbol (völlig egal, was das für ein Dingsbums ist; Hauptsache es macht gegenüber anderen was her) etc. Komplexität wäre die Komplexität eines Gedankens des Künstlers, die im Kunstwerk codiert zum Ausdruck kommt, und der Betrachter hätte das zu entschlüsseln – die Decodierungsversuche (oder auch ihre Fehlschläge) machen mir Lust. Hintergrund dafür ist ein Fundus von Kunst- und anderen Geschichten, und der entscheidet dann, ob ich den / die kodierten Gedanken als originell empfinde; weitere Lustmomente.

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Gastbeitrag | 18.09.06

Die Unhintergehbarkeit der Buchhaltung - 2. Artitüden

von Manuel Bonik

1. Teil: Fünftausend

Wäre es möglich eine photographische Darstellung
der in meinem Kopfe sich abspielenden Vorgänge,
des bald äußerst langsam, bald – bei übermäßiger Entfernung –
mit rasender Geschwindigkeit erfolgenden
Züngelns der vom Horizont herkommenden Strahlen zu geben,
so würde sicher für den Beschauer jeder Zweifel
an meinem Verkehr mit Gott verschwinden müssen.

DANIEL PAUL SCHREBER

Die anderen sind hiergeblieben und beschäftigen sich weiterhin mit Kunst. Die Situation ist dabei eine merkwürdige Mischung aus Konsolidierung und neuartiger Krise, die nur entstanden ist, weil man nach einem Jahrzehnt der Aufbruchsstimmung schließlich etwas zu verlieren hatte und nun feststellt, dass man es auch tatsächlich verlieren könnte. Verwertungszyklen können manisch und auch depressiv sein.

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Gastbeitrag | 14.09.06

Die Unhintergehbarkeit der Buchhaltung - 1. Fünftausend

von Manuel Bonik

An english version of this text is available at zg Berlin

Es gibt ein Loch in Brandenburg.
Es heißt Berlin.
Wir leben mit und drin. (1)

IRA SCHNEIDER

Verbunden mit dem Kunst-Boom der (Londoner und) Berliner 90er Jahre wurde Künstler zum Traumberuf, zeitweise war Künstler Berufswunsch Nr.1 unter deutschen Abiturienten (2). Die Akademie-Professoren des deutschen (jetzt in Abwicklung sich befindenden) Meisterklassen-Systems hatten nichts dagegen: die erhöhte Nachfrage war gut für ihr Geschäft. Und offensichtlich war die Situation von Studenten an einer Akademie introvertiert und isoliert genug, um ihnen das Gefühl zu geben und die Attitüde auszubilden, etwas je Einmaliges zu sein, etwas, auf das die Welt nur gewartet haben wird, wenn er/sie dereinst die Hallen der Akademie verläßt. Nicht aber nahmen sie wahr, wie sehr der Beruf des Künstlers eben die Exklusivität, die er durchaus einmal besessen haben mag, verloren hatte und, Berlin-katalysiert, zu einem Stereotyp geworden war. Das wird einem vielleicht erst mit dreißig ff. klar: dass man sich so individuell dünken kann, wie man will, und doch machen ein paar tausend Menschen der aktuellen 8.000.000.000 etwas, das dem eigenen Schaffen verflixt ähnlich ist. In Berlin leben nach offiziellen Schätzungen zur Stunde fünftausend professionelle (3) Künstler, hinzu kommen die, die’s noch werden wollen, und eine Dunkelziffer, und die nicht-professionellen, und dort draußen gibt’s noch viele viele weitere Tausende, und alle alle wollen sie Aufmerksamkeit, denn sie sind ja sowas von einmalig... – Will sagen: Die Galerien und Museen warten nicht ausgerechnet auf dich, und die Worte, die dein Tun, im Rahmen der vagen Sprache der Kunst, ziemlich genau beschreiben, sind schon so oft bemüht worden. Und die Galerien selbst sind ein Klischee geworden im Berlin dieser Tage, nächste Woche eröffnen wieder drei.

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Gastbeitrag | 13.08.06

Moderne und aktale Kunst

Ein Einwurf zu Jochen Gerz’ Beobachtungen über das Gestrigwerden von Gegenwartskunst

von Robert Krokowski

Was wären die Effekte eines radikal neuen Kunstbegriffs? Gebildet im Kontext der Vermutung, dass Kunst sich heute in einer ihr immer ähnlicher werdenden Umgebung auflöst? Jochen Gerz spricht diese Vermutung aus (in: »Die Gegenwartskunst ist gestrig geworden«, art 7/06, S. 54–57). Und er stützt seine Vermutung auf die Beobachtung einer Ästhetisierung der Gesellschaft, die es der Kunst unmöglich mache, sich als solche zu erkennen zu geben.

»Sich als Kunst zu erkennen geben« – eine Formulierung, die Kunst in einen besonderen, vielleicht gar nicht mehr selbstverständlichen Blickwinkel rückt. Kunst vermag sich also offenbar (folgen wir der Vermutung) nicht mehr als etwas zu zeigen, was aus Perspektive des Beobachters, dem sie sich zu erkennen geben will, als Kunst begriffen wird. Fehlt also dem Beobachter das Unterscheidungsvermögen – oder der Kunst die Fähigkeit, sich so darzustellen, dass sie im Begreifen von Kunst, das die Beobachtung schematisiert, keinen blinden Fleck macht? Und betrifft dies jede Kunst oder nur diese oder jene Kunst? Gegenwartskunst zum Beispiel oder moderne Kunst? Die Kunst von Jochen Gerz und/oder die von Bruno Thorbach?

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Max Glauner | 08.06.06

Palimpsest0602 - 05 Undine singt

Was it real, was it in my dreams? – Susan Philipsz Klanginstallation Follow me zur bb 4 auf dem Garnisionfriedhof

Die 4. berlinbiennale geht, das sonambiente-Festival für Klangkunst kommt. So gering die Klangkunst auf der Biennale vertreten war, markierten zwei Arbeiten, die sich vor allem auditiv erschlossen, symbolisch den Eingang und den Ausgang der Auguststraße: Nach Westen Kris Martins blind klappernde Anzeigetafel in der St-Johannes-Evangelist Kirche und nach Osten Susan Philipsz Lautsprecherinstallation "Follow me" auf dem Alten Garnisonfriedhof. Beide Arbeiten waren keine Auftragswerke. Kris Martins "Mandi III" entstand 2003, Susan Philipsz Installation "Follow Me" 2004 für den Moryon-Park in London, in dem Michelangelo Antonioni Teile seines legendären Film "Blow Up" gedreht hatte. Dennoch stellten beide Arbeiten – jenseits der Intention der Künstler – einen signifikanten Bezug zu ihrer Umgebung her, der Kirche einerseits, dem Friedhof andererseits. Dabei erzeugen sie einen Bedeutungszusammenhang, der weit über die spezifische Arbeit und ihren Ort hinausweist: Kris Martin zur Spiritualitätserfahrung frühchristlicher Mystik, Susan Philipsz zu einer nach wie vor aktuellen Geschlechterproblematik der deutschen Romantik.

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thw | 15.02.06

Krise? Krise!

Der NBK im Rückzug aus dem Rückzug

Von Krise mag man im Falle des Neuen Berliner Kunstvereins nicht mehr reden. Erst recht nicht, nachdem der Direktor Alexander Tolany laut offiziösen Quellen den Rückzug von seinem Rückzug angetreten hat. Offensichtlich gibt es noch genug Länder, deren zeitgenössischen Fotokunst präsentiert werden kann. Und die Stadt selbst hat auch genug Kuratoren, um die Reihe der »Ortsbegehung« fortzusetzen. Darüber hinaus aber gehört der Neue Berliner Kunstverein zu jenen Orten in der Stadt, die scheinbar weder ein Krisenbewusstsein entwickeln noch Gedanken darauf verschwenden wollen, wie man darauf reagieren kann. So bleibt im Moment das einzig Neue am Neuen Berliner Kunstverein das »Neue« im Namen.

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Gastbeitrag | 04.11.05

Kunst ist Sirup, der einem durch die Finger fließt

Zum Kunstwerkbegriff im Urheberrecht
von Christine Fuchs

Eine von Elaine Sturtevants Warhol, Flowers-Variationen

Christine Fuchs ist Juristin mit ergänzender künstlerischer und kunstwissenschaftlicher Ausbildung. In ihrer Dissertation Avantgarde und Erweiterter Kunstbegriff plädierte sie für eine Erweiterung des Kunstbegriffs, damit auch konzeptuelle Arbeiten wie die Ready-Mades von Marcel Duchamp oder Werke der Appropriation Art im urheberrechlichen Sinne schützbar sind. Dafür forderte sie, individuelle Kunstbegriffe und (Fundamental)Konzeptionen der Werke in die rechtliche Beurteilung mit einzubeziehen. Exemplarisch an den Arbeiten von Elaine Sturtevant vermittelt sie die von ihr vorgeschlagene Vorgehensweise einer veränderten Beurteilung. Während sich Juristen ihrer Position gegenüber nach wie vor distanziert oder kritisch zeigen, finden ihre Vorschläge bei Philosophen beispielsweise mehr und mehr Beachtung.

Ihr Kunst-Blog-Beitrag ist die gekürzte Fassung eines Vortrages anlässlich der Tagung Copyright & Art, die vom 17. bis 20. Mai 2005 am Zentrum für interdisziplinäre Forschung der Universität Bielefeld stattfand (siehe auch Gastbeitrag von Eberhard Ortland). Sie arbeitet beim Arbeitskreis für gemeinsame Kulturarbeit bayerischer Städte in Ingolstadt.
--A.F.

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Sue Hubbard | 29.08.05

A Ribbon around a Bomb

Frida Kahlo
Tate Modern, London
Until 9 October


Self-Portrait with Monkey 1938
Albright-Knox Art Gallery, Buffalo NY
Bequest of A. Conger Goodyear, 1966.
© Banco de México and INBAL, Mexico, 2005

The personal is political. Thus went the credo of the 60s and 70s feminist movement. Feminists argued that sexual difference was produced through the interconnection of social practice and institution. The destabilising of traditional gender roles which saw women primarily as carers and mothers - financially disempowered, dependent domestic angels - was also part of the matrix that identified white male patriarchy as the root of both colonialism and world poverty. To explore the history of women in culture and art was to reveal how history itself was written; to expose it prejudices, its assumptions, its stubborn silences. Such investigations did not simply make visible the role of women in society but held up a mirror to the way society itself was constructed. Women, along with the poor, were its silent, disenfranchised victims. Neither group had a voice, neither had the power to determine the way their destinies unfolded. Women, before the age of contraception, were enslaved by their bodies to years of childbearing, miscarriages and abortions; the poor were enslaved to their landlords and bosses.

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Heinz-Werner Lawo | 24.08.05

Hochzeitsbild

Das Goethe-Institut machte es im letzten Herbst mit seinem Wettbewerb Das schönste deutsche Wort vor, wie mit der Einbindung der Bevölkerung ein medienwirksames Event inszeniert werden kann, wenn man alle bei der Suche nach einem Schönsten mitwählen lässt. Heraus kamen die Habseligkeiten als Gewinner und The British Council inszenierte ebenfalls einen solchen Kulturwettbewerb. Damals war die Endauswahl zumindest noch einer Fachjury vorbehalten und international ausgerichtet. Nun kamen - davon beinflusst oder nicht - die BBC (Radio 4) zusammen mit der National Gallery, London auf die Idee, das grossartigste Gemälde Englands (The Greatest Painting in Britain) durch die eigenen Medienkonsumenten küren zu lassen. Die erste Runde, bei der jedes sich in einer öffentlichen Sammlung in England befindende Bild vorgeschlagen werden konnte, ist abgeschlossen. Die dreiköpfige Jury, die zehn der vorgeschlagenen Bilder auswählte, hatte nur Interimsfunktion. Über die zusammengestellte »Shortlist« darf die britische Nation nun via BBC-Webseite oder per SMS bis zum 5. September kollektiv fast wie bei bekannten Schlagersänger-Wettbewerben abstimmen. Den tieferen Sinn der Marketing-Aktion erklärt Charles Saumarez Smith, der Leiter der National Gallery: »... the search for ’The Greatest Painting in Britain‘ will tell us a great deal about how 21st century, multicultural Britain sees itself ... « Alle haben also was davon und man darf dann beim Bier erzählen, welches das schönste Was-auch-immer ist. Bestimmt werden bald im monatlichen Takt weitere solche Wettbwerbe folgen: das lustigste Zootier, das schönste Gebäude oder die schönste öffentliche Toilette in ...

Mit in der Auswahlliste der zehn Bilder ist auch Die Arnolfini-Hochzeit von Jan van Eyck. Aus diesem Anlass hat Heinz-Werner Lawo für Kunst-Blog.com einen 1993 entstandenen Text bereitgestellt, den er zu Ehren der Hochzeit von Freunden verfasst hatte.
-- A.F.

Die Arnolfini-Hochzeit als kommentiertes Bild bei Flickr.com

 

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Gastbeitrag | 01.08.05

Between Lead and Gold

by Mark Gisbourne

Mark Raidpere - Isolator
The Venice Biennale - Estonia
Palazzo Malipiero
12.06.2005 - 06.11.2005


Passport Photo

Lead Sign

The biochemistry of human life and desire, and therefore the seat and cause of human emotions, owes a great deal to the analogous condition and complex traditions of the alchemical imagination. However, this analogy does not intend to valorise the implausible practice of alchemy, but rather in the familiar sense of alchemical thinking creating a personal secret knowledge that both confers and develops an uncertain hermeneutic confusion as to what is being said or expressed.(1) It is analogous to that which we might call our daily struggle to grasp and communicate with the incommunicable dwelling within ourselves: the mysterious and inexplicable mutations of our human feelings and how we might begin to translate them. For in some ways those feelings we direct towards ourselves, as well as to others, always remain - to some non-definable extent - in a state of estranged incommunicado. And, so it is with all human life, its secret feelings and emotions, since there are thoughts thought but unspoken, and imagined feelings of the transmutable mind that are still somehow not (or, at least not yet) easily realisable through the tongue of transference.(2)

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Anette Dekker | 04.05.05

what’s in a name

The synaesthesia of sound, smell, image and light has become a prominent feature in our day-to-day life. When we walk into shops and cafes or stroll along the street, our various senses are under constant assault. People get overwhelmed with musical beats accompanied by flickering lights and video and digital imagery, all of them trying to keep up with the music. These happenings come together in the club scene where the sounds merge with light, images, smoke, and even smell. After the popularity of the Disc Jockey (DJ), the Video Jockey (VJ) entered the club scene in the late 1980s. The term VJ was popularised in the beginning and mid-‘80s by television broadcaster MTV. A few years before, the end of the 70s, the term was introduced by the crew of the Peppermint Lounge, a popular dance club in New York. The performers wanted to distance themselves from the stuffy video artists that were part of the art- and cultural scene in New York.

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Gastbeitrag | 02.05.05

Christiane Möbus – Wanderdünen

Kunsthalle Bremen
vom 1. Mai bis 19. Juni 2005

Auszug aus der Einführung in die Ausstellung von Dr. Henrike Holsing, Kunsthalle Bremen.

Gehörne und Geweihe haben Christiane Möbus von jeher fasziniert. Auch in ihrer neuesten, in der Kunsthalle Bremen gezeigten plastischen Arbeit In den ewigen Jagdgründen rückt Christiane Möbus Gehörne in den Blickpunkt. Gleich acht eindrucksvolle Hirschgeweihe besetzen die Innenseite eines monumentalen Ringes aus Holz und Metall.

Der Zylinder, 3,60 m im Durchmesser, 1,20 m hoch, hängt im Mittelraum des Sonderausstellungsbereiches und scheint ihn vollkommen zu beherrschen. Die Wirkung ist fast gewaltsam, und gewaltsam sind die Hirsche, die ihre Geweihe als Trophäen an die Jäger hergeben mussten, zu Tode gekommen.

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