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Markus Wirthmann | 22.04.08

90 €, die sich lohnen ...

... könnten

Thomas Wulffen kann besser bloggen als manch anderes! - und deshalb bietet er jetzt beim Bildungswerk des BBK einen Blogging-Kurs an:
"Das Seminar soll einerseits grundlegende Informationen über Internet und Web 2.0 für Künstlerinnen und Künstler zur Verfügung stellen; andererseits soll neben der Theorie auch die direkte Arbeit mit dem internet im Mittelpunkt stehen ..."
Die 90 € sind keine schlechte Investition wie ich meine, denn mit Thomas Wulffen hat man einen Fachmann mit langjähriger Kunst-Komplex-Erfahrung vor sich, dessen Blog THW AKTUELL zum Besten in Sachen Kunst und Netz zwo Null gehört.

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Markus Wirthmann | 11.04.08

Lumas macht den Beuys 2.0

"Ein 30 Jahre altes Versprechen wird endlich Realität." Und damit meint die Avenso AG, Betreiberin der überaus erfolgreichen Lumas-Kette, das olle und mittlerweile schon arg durch den Kakao gezogene Beuys Zitat, das mittlerweile oft lauten könnte: "jeder Depp ist ein Künstler".
Es hat schon bei anderen Gelegenheiten nichts genutzt, aber ich sag es trotzdem noch Mal: Nein, so hat er´s nicht gemeint!


Was ist das eigentlich für ein seltsamer Gegenstand da unten links auf der Seite? Der Türgriff?

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Markus Wirthmann | 06.04.08

Miese Rendite

Wenn’s um’s Geld geht sind die Künstler ziemlich weit hinten dran - so im Durchschnitt. Wussten wir schon immer aber jetzt haben’s Wissenschaftler mal für uns zusammengeforscht. Die Ökonomen Prof. Dr. Mark Wahrenburg und der Dipl.-Kfm. Martin Weldi von der Goethe Universität Frankfurt haben untersucht wie sich die Rendite eines Studiums hinterher in Euro und Cent entwickelt.

"So machen beispielsweise Künstler oder Agrarwissenschaftler mit dem Uni-Studium häufig ein schlechtes Geschäft: Agrarwissenschaftler kommen auf eine magere Verzinsung von 2,6 Prozent; Künstler erleiden gar ein Minus, das heißt, sie können das ins Studium investierte Geld im Schnitt nicht mehr herausholen." schreibt der Unispiegel auf Spiegel-Online.
Wäre noch interessant wie sich’s mit dem Ausbildungsgängen des Kurators, des Galeristen oder anderer, der Kunst naher, Berufe verhält, aber hier die Rendite nachzuvollziehen dürfte schwierig werden da kein einzelner Studiengang in diese Berufslaufbahnen mündet ...

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Markus Wirthmann | 16.02.08

Kunst und das zweite Leben

Kann man in einer Welt, die ganz und gar aus Marmelade besteht, Marmelade herstellen?

SL one • Live from Second Life
Sonntag, 10. Februar 23:00 Uhr

SL two • Live from Second Life
Freitag, 15. Februar 18:00 Uhr
Directors Lounge Berlin


Moderator und Reisender in Second Life: Klaus W. Eisenlohr - dahinter ein Konzert des AOM , Avatar Orchestra Metaverse

In Second Life wird das auf jeden Fall schon seit geraumer Zeit versucht.
Außer den vielbeschrieenen Sexsüchtigen, Fetischisten und Rollenspielern jedweder Couleur tummeln sich nämlich eine große Zahl von Kreativen im Metaversum. Eine ganze Menge bildender Künstler, Architekten und Musiker entwickeln künstlerische Ansätze in dieser total künstlichen Welt. Theater gibt es natürlich auch in SL. Mit schöner Regelmäßigkeit landen beispielsweise Einladungen zu Tschaikowskys Nussknacker-Ballett in meinem Inventar. Das Inventar ist übrigens die virtuelle Kleider- und Gerümpelkammer jedes Avatars - und eben auch der Briefkasten.

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Markus Wirthmann | 11.02.08

Die Street-Art fordert erste Opfer

rebel:art, das Blog meines Vertrauens wenn´s um Street-Art und andere illegale Aktivitäten geht, meldet, dass irgendein durchgeschossener Sammler letzte Woche zwei Banksy-Graffities konservatorisch von ihrem Malgrund in Berlin-Mitte entfernen ließ.
Mich würde ja jetzt mal interessieren, ob das Abnehmen, im Gegensatz zum Anbringen, wenigstens vom Strafgesetzbuch gedeckt war, welcher Mehrwertsteuersatz hier zur Anwendung kam oder kommt (7% für Kunst oder 19 für Mauer) und ob die Eigentümer der Malgründe, in diesem Fall zweier Friedhofswände, ihre Abgaben an die VG-Bildkunst und die Künstlersozialkasse entrichten - und ob der Sammler noch alle Tassen im Schrank hat.

PS.: An dieser Stelle im Übrigen schöne Grüße nach Bonn und Wilhelmshaven!

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Markus Wirthmann | 08.07.07

Documenta-Service

Hier wieder was neues zum Thema documenta - und weiterhin gilt: Für Hinweise, Anregungen und noch mehr Links sind wir dankbar und gegebenenfalls werden sie an dieser Stelle veröffentlicht.

  • documenta-dock.net
  • documenta12blog
  • Docooning-Camp
  • documenta-zimmer.de
  • Buergelmaschine
  • Initativteilnahme der Arbeiterwohlfahrt

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Adib Fricke | 09.05.07

documenta-Webseite gehackt

Ein Film über japanisches Bondage auf der Ausstellungswebseite

Einen kurzen Moment sah es gestern so aus, als sei die documenta-Webseite gehackt worden. Die offizielle Webseite der documenta 12 zeigte nichts weiter als einen kleinen, eher belanglosen Film über Japanese Rope Bondage (Nawa Shibari). Weitere Informationen zum Kasseler-Kunst-Großevent, das im Juni beginnt, waren verschwunden. Junge, nackte Frauen, die »gebunden« und dann von alten Herren fotografiert werden, verdrängten plötzlich die restlichen Artikel und Links zur 100-Tage-Ausstellung. Konnte einfach so ein Web-Video in das Redaktionssystem der documenta eingeschleust werden? Waren die Passwörter so schwach, dass sie zu hacken waren, oder wurde das Passwort gar verraten? Das klang nach einer heißen Story.

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Adib Fricke | 07.04.07

»Schönheit gibt es nur noch im Kampf«

Einmal im Jahr mögt ihr einen Blumenstrauß vor der Mona Lisa niederlegen,
das gestatte ich euch.

-- Filippo Tommaso Marinetti (Manifest des Futurismus)

Die subjektiven Künstler sind einäugig, aber die objektiven sind blind.
Der Intellektualismus des 20. Jahrhunderts ist zerebrale Morphiumsucht.

-- Georges Rouault

In der Kunst haben die Theorien die gleiche Nützlichkeit wie die Verordnungen in der Medizin: um daran zu glauben, muss man krank sein.
-- Maurice de Vlaminck

Hier ist jeder Vorsitzender und jeder kann sein Wort abgeben ... Dadaist sein, heißt, sich von den Dingen werfen lassen ... Gegen die ästhetischethische Einstellung! ... Gegen die weltverbessernden Theorien literarischer Hohlköpfe! Für den Dadaismus in Wort und Bild, für das dadaistische Geschehen in der Welt. Gegen dies Manifest sein, heißt Dadaist sein!
-- Dadaistisches Manifest

Ich definiere es also ein für allemal: SURREALISMUS, Substantiv, m., reiner, psychischer Automatismus, durch welchen man, sei es mündlich, sei es schriftlich, sei es auf jede andere Weise, den wirklichen Ablauf des Denkens auszudrücken sucht.
-- André Breton (Surrealistisches Manifest)

Die Zeit der Manifeste liegt schon ein paar Jahrzehnte zurück. Vor fast hundert Jahren, 1909, wurde das Manifest des Futurismus von Filippo Tommaso Marinetti in der französischen Zeitung »Le Figaro« veröffentlicht. Es folgten andere »Manifestationen«: Kämpferisch gegen das bürgerliche Kunstsinnen gaben sich die jeweiligen (Stil)Richtungen. Alle traten mit dem Anspruch an, die Kunst zu befreien. Was damals geschrieben, gefordert und gehofft wurde, dokumentiert die Webseite »Kunstzitate.de«, die neben einer Zitatesammlung eine Auswahl an Künstlermanifesten und Statements zusammengestellt hat.

Link: Künstlermanifeste

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Markus Wirthmann | 20.01.07

Eine Hose ist eine Hose ist eine Hose

Second Life ist eine dreidimensionale multiuser Onlinewelt mit mittlerweile mehr als 2,5 Millionen Residents. Geschaffen wurde sie 2003 von der Betreiberfirma Linden Lab.

Aus der Einführung zu einem Interview das „SL-inworld“, ein Blog zum Thema „Second Life“, mit Prof. Norbert Bolz geführt hat.


Motnok Willis mit Jeans auf Designersofa im Museum of Modern Art

Eine der möglichen Erstausstattungen beim Betreten von „Second Life“ ist eine Blue Jeans. Der Bequemlichkeit halber wählen sehr viele Neuankömmlinge die Jeans und ein weißes T-Shirt, um ihre ersten Geh-(und Flug-)versuche in der Parallelwelt zu unternehmen. Teil des Erwachsenwerdens in SL ist es dann, sich Gedanken über sein Erscheinungsbild zu machen. Der Körper jedes Avatars (also der Handpuppe, die jedem Tastendruck des realen Besitzers am heimischen PC folgt) ist relativ frei formbar, und die Klamotten kann man auch fast grenzenlos umformen – oder sich einfach neue kaufen.

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Markus Wirthmann | 16.01.07

Saatchi 2.0

Von der Erkenntnis, dass das Internet keine Laufkundschaft kennt

„Your Gallery ..."
www.saatchi-gallery.co.uk/your

Wahlloser Zugriff auf die Künstlerdatenbank

Als Charles Saatchi 2005 seine Galerie an der Londoner South Bank wegen Schwierigkeiten mit dem Hauswirt schließen musste und die neue Bleibe erst zwei Jahre später fertig sein würde hat er sich, so für zwischendurch, ein neues Spielzeug gesucht: Das Internet. Und zwar auf dem letzten Kenntnisstand, voll geupdated mit Social Networking und den ganzen Faxen die gerade als Web 2.0 durch die Medien wabern.

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Adib Fricke | 19.10.06

Guck mal, ich steh’ vorm Bild

Es ist wohl ein beliebtes Knipserspiel: Wer es als Besucher ins MoMA in NY oder in ein anderes Museum mit international bekannten Meisterwerken schafft, scheint sich selbst auch gerne vor dem einen oder anderen Bild verewigen zu wollen. So wird der Beweis der eigenen Anwesenheit vor dem Meisterwerk erbracht. Das Einzigartige eines Gemäldes oder einer Skulptur wird im Zeitalter der beliebig häufigen Reproduktion erst einzigartig durch die persönlich nachgewiesene Rezeptionsgeste, die sich – gebannt in solchen Fotos – demonstrativ auf die Anwesenheit vor dem tatsächlich besuchten Werk beschränkt.

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Redaktion | 24.06.06

Extremely Saatchi - II

Was bisher geschah: Charles Saatchi bietet Kunst-Blog Zusammenarbeit an!
Erst Freudentaumel dann Stirnrunzeln in der Redaktion: Ist das Spam? Oder ein Virus? Will Charles das Kunst-Blog-Imperium kaufen? Könnte Flick dann der weiße Ritter sein? Und werden wir nach unserer, aus taktischen Gründen als Absage getarnten Antwort-Mail jemals wieder von Charles Saatchi hören?

Hier nun die Antwort:

Dear Sir/Madam,
Many thanks for your e-mail and for your interest in this project. Although I greatly admire your website, at this stage we are not looking for commercial banner placements. After all as you have said you do not want to bite the arm that feeds you and therefore we will do everything to avoid you of such a need.

Hier haben wir uns mit unserem taktisch ausgesprochen ausgefeilten Return anscheinend keinen guten Dienst erwiesen. Charles hat uns den moralisierenden Überbau geglaubt und will kein Geld rausrücken. Wie begegnet man diesem Konter jetzt nur?
Versuchen wir mal einen Gang runter zu schalten und geben Charles nochmals Gelegenheit in seiner Portokasse nachzuschauen:

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Redaktion | 16.06.06

Extremely Saatchi - I

Gestern um 11:49 Uhr fiel bei Kunst-Blog eine E-Mail mit erstaunlichem Inhalt geräuschvoll durch den Briefschlitz: Charles Saatchi, vertreten durch seinen Web Project Administrator, bietet Kunst-Blog die Zusammenarbeit an!
Nach erstem Freudentaumel ("Kunst-Blog.com geht an die Börse!" - "Nie wieder TK-Pizza") folgte eine Phase der Ernüchterung und der Fragen: Ist das Spam? Oder ein Virus? Oder ham´die´s jetzt schon so nötig? Oder will eine Gruppe besoffener Kunststudenten den Mißkredit der Saatchi Collection in Mißkredit bringen?

Wir warten auf eine Antwort:

Dear Sir/Madam,
My name is #### ####### and I am currently working on a project for the Saatchi Gallery, in London, UK. I came across your website and found it extremely interesting.

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Adib Fricke | 14.06.06

Einmal Cola Light mit Mentos, bitte!

Das Potential zum Kultstatus haben sie auf jeden Fall, spätestens seit Spiegel online gestern darüber berichtete: Videos, die immer weiter gesteigerte Versuchsreihen mit in Coca Cola Light-Flaschen geworfenen Mentos-Kaubonbons zeigen. Den dadurch entstehenden physikalischen Effekt des massiven Überschäumens nutzend spucken die Flaschen vor laufender Kamera ihren Inhalt aus. Den bisherigen dramaturgischen Höhepunkt dabei erreichte jetzt das Duo-Team von EepyBird.com (»Entertainment for the Curious Mind«) mit 101 Zweiliterflaschen Limonade und 523 Bonbons. Ein süß-klebriges Fontänenballett: The Extreme Diet Coke & Mentos Experiments.

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Adib Fricke | 10.01.06

Kunst, die kommunizieren soll

Kunst kommuniziert – weltweit
Das Auswärtige Amt präsentiert junge Kunst aus aller Welt auf seiner Webseite

Selbst Flickr.com mit einer Tag-Suche zu »art« zeigt zumeist eine bessere Auswahl an Bildern als das, was derzeit auf den Webseiten des Auswärtigen Amts der Bundesrepublik Deutschland als junge Kunst aus aller Welt in Form einer virtuellen Ausstellung präsentiert wird. Es ist fast schon egal, wohin man klickt. Das meiste sind grausame Bildwelten, die dem Betrachter dort zum Teil garniert mit bemühter Titelei (Antithetische Konvergenz, There always is a second impression, So bunt wie die Welt) begegnen.

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